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Comedy-Preis für Professor Kubinek

MOERS. Erstmals verlieh die Sparkasse den süßen Comedy-Preis, eine in Zucker gegossene Nachbildung des Henriette-Denkmals, öffentlich. Am späten Samstagabend lobte Sparkassendirektor Ulrich Ruthenkolk den diesjährigen Preisträger, den in Kanada lebenden polnischen Komödianten Tomas Kubinek, als: “publikumsverwirrenden Illusionisten, Weingenießer mit Körpereinsatz, sechsbeinigen Tangotänzer, Otto Lilienthal des beginnenden 21. Jahrhunderts, bierklauenden Bonbonlutscher und Hula-Hoop-Animateur.”

Ulrich Ruthenkolk bezog sich in seiner kurzen Laudatio auf den ebenso virtuosen wie vielbeklatschten Festivalbeitrag Kubineks, der ihn bereits am Abend zuvor zum absoluten Publikumsliebling gemacht hatte. Auch zukünftig soll an der nunmehr gewählten Praxis festgehalten werden, die jeweiligen Preisträger auf der Bühne und vor den Besuchern des Comedy-Arts-Festivals auszuzeichnen.

Dackel Sebastian lief 4000 Meter für den guten Zweck

Lauffest in Meerbeck / 15.500 Mark für die Kinderkrebshilfe

MOERS. Weit über das gesteckte Ziel hinaus lief die Gruppe “Sportabzeichen” des Meerbecker Sportvereins (MSV) mit ihrem Lauffest im Rheinpreußenstadion. Anläßlich ihres 25jährigen Bestehens hatte die Sportabzeichengruppe um deren Leiter Heinz Küppers dazu eingeladen, Stadionrunden für den guten Zweck zu drehen.

Für eine Mark durften die Teilnehmer zwischen vier und 93 Jahren je eine 400-Meter-Runde laufen. Nach der Endabrechnung konnten Küppers und die Schirmherrin der Veranstaltung, die Sparkasse Moers, nun einen Scheck über 15.500 Mark an die Deutsche Kinderkrebshilfe übergeben.

Küppers: "Wir freuen uns, im Zusammenhang mit der 700 Jahrfeier der Stadt und unseres eigenen Jubiläums etwas für andere getan zu haben." Mit einem herzlichen Dank der Deutschen Kinderkrebshilfe nahm Winfried Schüller, der eigens dafür aus Bonn angereist war, das Geld entgegen. Schüller berichtete den Organisatoren dieses ersten Lauffestes in Meerbeck, zu welchen Zwecken die Deutsche Kinderkrebshilfe, die 1996 als Tochter der Stiftung Deutsche Krebshilfe gegründet worden war, das Geld einsetzt.

Schüller: "Im vergangenen Jahr erhielten wir insgesamt 13 Millionen Mark an Spenden" (Zum Vergleich: Die Deutsche Krebshilfe erhielt rund 140 Millionen Mark). Zwei unabhängige Beiräte aus ehrenamtlich arbeitenden Ärzten und Wissenschaftlern beraten jeweils über finanzierungswürdige Projekte und Forschungsaufträge. Beispielsweise organisierten sie mit Spendengeldern den Aufbau einer bundesweiten Datenbank, die Auskunft über Knochenmarksspender gibt. "Außerdem haben wir Reha-Plätze für an Krebs erkrankte Kinder und deren Eltern geschaffen."

Schüller berichtete außerdem davon, wie schwer die Krankheit eines Kindes oftmals die ganze Familie und deren Alltag belaste.

Und weil jede Mark wichtig sei, arbeite die Deutsche Kinderkrebshilfe mit einem möglichst geringen Verwaltungsaufwand. "95 Prozent der uns anvertrauten Spenden fließen in die Projekte", so Schüller.

Als ältester Teilnehmer, der mit seinen Runden durch das 1954 erbaute Rheinpreußenstadion der guten Sache gedient hatte, erhielt der 93jährige Franz Dietrich eine Dankesurkunde. Als jüngsten Läufer hatten Heinz Küppers und seine rund 40 ehrenamtlichen Helfer den vierjährigen Paul Maluk registriert. Und selbst Sebsatian, der Dackel eines mitlaufenden Jägers, erhielt für seine zehn Runden eine Urkunde.

Schirme standen in Reihen vorm Mustereingang

Familienfest im Kapellener Stockrahmsfeld

MOERS. Wenn schon nicht traumhaft, so war das Wetter beim ersten Familienfest im Neubaugebiet Stockrahmsfeld in Kapellen immerhin märchenhaft. Es eignete sich geradezu vorzüglich, um gemütlich drinnen zu sitzen und Märchen zu hören, während draußen Schnürl-Regen vom Himmel fiel. So machten die Besucher des 30 Fußballfelder großen Wohngebietes, mit dessen Erschließung die Bauträger vor einem Jahr begonnen hatten, ausgiebig von der Gelegenheit Gebrauch, die verschiedenen Musterhäuser zu besuchen. Die kleinen Besucher und neuen Nachbarskinder der bereits eingezogenen Familien taten es mit ihren Go-Karts Michael Schumacher gleich, ließen sich schminken oder eben Märchen erzählen.

Unter den 250 Häusern, die durch den Immobilienservice der Sparkasse Moers vermarktet werden, stehen neun verschiedene Haustypen zur Auswahl. Vor den Türen der Musterhäuser standen die Schirme am Sonntag in Zweierreihen.

Musterhäuser stehen jeden Donnerstag offen

"Die Häuser im Grundriß auf den Plänen der Architekten zu sehen ist gut; sie bei einem Besuch persönlich zu begehen ist besser", so Erwin Kirbach, der Leiter der Immobilienabteilung. Diesen Service bieten er und seine Mitarbeiter außerdem jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr an.

Nach Fertigstellung aller Arbeiten werden im Stockrahmsfeld insgesamt 300 Häuser sowie ein eigener Kindergarten stehen. Am Rande des Familienfestes informierten der Immobilienservice der Sparkasse sowie die beteiligten Architekten und Baufirmen “Projektbau” und "Scheuwo" über Einzelheiten des 150-Millionen-Projektes. Informationen unter der Rufnummer 02841 / 206-363.

Kindergarten wird ein “Schmuckstück“

Richtfest gefeiert / Baukosten: 2,4 Millionen Mark

MOERS. Im Baugebiet Stockrahmsfeld in Kapellen entstehen auf 150.000 m² rund 320 Häuser Das Investitionsvolumen liegt bei 150 Millionen Mark. Der Erschließungsträger, die Kamp-Lintforter "Projektbau Bauträger GmbH", hatte sich vertraglich verpflichtet, auch einen dreizügigen Kindergarten zu finanzieren. Daß dieser ein "Schmuckstück" wird, davon konnten sich jetzt bereits beim Richtfest zahlreiche Gäste überzeugen. Die Baukosten liegen bei 2,4 Millionen Mark.

Die Geschäftsführer der "Projektbau", Klaus Behlke, Hans-Gerd und Oliver Hendrix, unterstrichen die Bedeutung des Baugebiets Stockrahmsfeld für die Infrastruktur der Stadt Moers. Es sei interessant insbesondere für junge Familien mit Kindern. Entsprechend wichtig ist der Kindergarten in Trägerschaft der Stadt Moers, geplant vom Essener Planungs- und Ingenieurbüro "atelier stadt & haus". Der Bau soll Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Später Umwandlung möglich

Das eingeschossige Gebäude mit großzügiger Eingangshalle, drei Gruppenräumen, Neben- und Sanitärräumen, zwei Küchen, einem Säuglings- und einem Mehrzweckraum steht auf einem 2000m² großen Grundstück. Spielgeräte und Wasserspiele werden auf der Außenfläche installiert. Die Konzeption des Kindergartens ist so angelegt, daß in späteren Jahren die Umwandlung in ein Jugend- und sogar in ein Seniorenzentrum möglich ist

Zunächst werden zwei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern Platz finden. Außerdem bietet die Stadt dort eine Ganztagsbetreuung auch für Kleinstkinder an. “Diese Gruppe kann maximal 15 Kinder aufnehmen”, so Renate Freund vom städtischen Jugendamt.

Kinder haben überdies Vorfahrt im Stockrahmsfeld, da alle Straßen darin Spielstraßen mit "Tempo 7" sind. Sie erhalten überwiegend eine Pflasterung, aber für Inline-Skater werden sie in Teilstücken asphaltiert.

Junge Kreative erprobten ihre Ideen zu einem eigenen Unternehmen

Schüler erfolgreich in der "StartUp-Gründungswerkstatt"

MOERS. Die Erfolgsgeschichten junger Menschen, die von der Schulbank herunter gleich in den Chefsessel der eigenen Firma wechseln, sind so selten nicht mehr. Junge Kreative aus Moers hatten vier Monate lang Gelegenheit, ihre innovativen Ideen zu erproben.

Die Sparkasse Moers hatte Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren anläßlich der bundesweiten Initiative "StartUp-Gründungswerkstatt" eingeladen, ihre Unternehmensidee auf den Prüfstand zu stellen. Drei Gruppen berichteten zum Abschluß der Spielphase von ihren Erfahrungen und erhielten Geldpreise

Hotelkette und Internet

Zwei der Gründungsideen drehten sich mit speziell zugeschnittenen Dienst- und Serviceleistungen um die Möglichkeiten von Computer und Internet. Das Team des Grafschafter Gymnasiums surfte mit seinem Angebot "www.mond24.de" sowohl regional als auch überregional auf der Siegerwelle. "24 steht für rund um die Uhr und meint, daß unsere Firma die Angebote vieler Internetanbieter sichtet und wir damit unseren Kunden die Auswahl erleichtern", so Christina Hörz. Für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Gründungswerkstatt erhielten Christina und ihre Teamkollegen Julia Brieden, Lukas Kretschmer und Tim Pulina vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband 1000 Mark und von der Sparkasse Moers weitere 500 Mark

Ganz aus dem Erfahrungsbereich vieler Schulen entwickelten Christian Gubensek, Daniel van Soest, Marius Fiebig und Marcus in het Panhuis ihre Gründeridee. Die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule entwickelten ein Gesamtkonzept, um Schulen aus einer Hand einen Computer- und Internetservice anzubieten. "Kurzfristig muß das Ziel erreicht werden, mittels geeigneter Hard- und Software im Internet zu verkehren", so die Jungunternehmer. Auch sie erhielten für ihre überregionale Platzierung 1000 Mark und für den regional errungenen zweiten Platz 500 Mark.

Eine fünfköpfige Gruppe der Anne-Frank-Gesamtschule konzeptionierte eine ganze Hotelkette. Der Clou: "Jedes Haus ist ganz unterschiedlich eingerichtet, etwa im Stil der Formel eins oder der 70er Jahre", so Stefanie Jelenz aus der Jahrgangsstufe 12. Die Gäste der neuen Hotels sollen jeweils in andere Traumwelten eintauchen können. Als Unternehmerpaten, den die Spielregeln der Gründerwerkstatt fordern, konnten die Schüler den Repelener Hotelier Elmar Welling gewinnen.

Kapitalbedarf und Marktanalysen

Insgesamt zwölf Aufgaben mußten die Gruppen während der gesamten Spieldauer lösen, die ihnen zuvor per E-Mail zugestellt wurden. Dabei ging es unter anderem um die Entscheidung für die passende Rechts- oder Gesellschaftsform, die Aufstellung eines 3-Jahresplans und eine Übersicht über den Kapitalbedarf sowie Marktanalysen und Vertriebskonzepte. Auf diesem Wege sollten die jungen Leute erkennen, ob sich ihre Idee unter Marktbedingungen durchsetzen könnte.

Hervorgegangen ist die Idee zur Gründungswerkstatt aus der 1997 vom Magazin Stern, der Unternehmensberatung McKinsey und den Sparkassen ins Leben gerufenen Initiative "StartUp". Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hatte in seiner denkwürdigen Rede in Berlin mehr Mut zur Selbständigkeit eingefordert. Das Internet-Planspiel "StartUp-Gründungswerkstatt" hat das Ziel, nach dem bundesweit größten Gründungswettbewerb mit über 4000 Teilnehmern das unternehmerische Denken in den Schulen fördern.

Schießwettbewerb wurde fester Bestandteil im Vereinsleben

Sparkasse ehrte erfolgreiche Xantener Schützen

XANTEN. Der Schießwettbewerb der Xantener Bruderschaften und Schützengesellschaften ist über die Jahre zum festen Bestandteil im Vereinsleben der Stadt geworden. Diesmal hatte die veranstaltende Sparkasse Moers zur Siegerehrung ins Festzelt der St.-Birgitten-Bruderschaft in Marienbaum eingeladen. Der Xantener Filialdirektor der Sparkasse, Willy Deselaers, stellte wieder zahlreiche Geld- und Sachpreise zur Verfügung.

Wanderpokal und 1. Mannschaftspreis (400 Mark) nahm in der Schützenklasse, wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren, die gastgebende Bruderschaft St. Birgitten Marienbaum (897 Ringe) entgegen. Auf die Plätze zwei und drei gelangten St. Victor Xanten mit 882 Ringen (300 Mark) und St. Willibrordus Wardt mit 868 Ringen (200 Mark).

1. Dame schoß einen Ring mehr

Bei den Damenmannschaften kann sich die Vertretung von St. Helena Xanten (533 Ringe) über Wanderpokal und ersten Mannschaftspreis (250 Mark) freuen. Plätze zwei und drei: Mörmter-Ursel-Willich mit 531 Ringen (200 Mark) und St. Willibrordus Wardt mit 525 Ringen (150 Mark).

Den ersten Platz als Einzelsieger in der Kategorie Schützenklasse nahmen Hans Wenten von St. Victor Xanten, Udo van Loock, St. Birgitten Marienbaum, und Carlo Lackas, KKS Xanten, mit jeweils 94 Ringen ein. Bei den Damen ließ sich Petra Hemmers, St. Birgitten Marienbaum, den Sieg mit 95 Ringen, einem mehr als bei den Männern, nicht mehr nehmen. Agnes Sanders (Mörmter-Ursel-Willich) belegte mit 94 Ringen den zweiten, Änne Ingendahl (St. Willibrordus Wardt) mit 93 Ringen den dritten Platz.

Herzlichen Dank und Anerkennung erhielten all jene, die sich mit Organisation, Aufsicht und Auswertung beim 17. Kleinkaliber-Schießwettbewerb viel Mühe gegeben hatten.

Kirchengrund zu Bauland für junge Familien gemacht

Häuser, Preise und Beratung im Sinne des Presbyteriums

MOERS. "Die Häuser müssen bezahlbar und familienfreundlich sein." Unter dieser Voraussetzung stimmte das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Repelen zu, Kirchengrund zu Bauland zu machen. Am Hohen Weg entstehen insgesamt zwölf Doppelhaushälften. Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich: "Wir freuen uns auf die neuen Nachbarn."

Eigenleistungen

"Ein Haus zu bauen, das ist für viele Familien unerschwinglich. Uns war wichtig, daß bei den einzelnen Häusern unterschiedliche Preisgestaltungen und Eigenleistungen möglich sind", so Christina Holtwick, die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums in Repelen. Mit dem Architekten Ricardo Boksten und dem Xantener Generalbauunternehmer Schmitz fand die Gemeinde professionelle Kooperationspartner für die Umsetzung ihrer Idee.

Die Vermarktung und Beratung bei der Finanzierung vertraute das Presbyterium der Sparkasse Moers an. "Nicht wenige Familien geraten nach einer schlechten Beratung in finanzielle Schwierigkeiten, wenn die Baufördergelder nach ein paar Jahren auslaufen", so Christina Holtwick. Das wollte die Kirche den Familien, die in ihre Gemeinde ziehen werden, ersparen.

Das städtische Bauamt unterstützte die familienfreundliche Idee seinerseits durch ein zügiges Genehmigungsverfahren. Wahlweise können die Häuslebauer am Hohen Weg nun Grundstücke von 183 bis 237 Quadratmetern erwerben. Die Häuser im Landhausstil haben vier bis fünf Zimmer und bieten Wohnflächen zwischen 117 und 121 Quadratmetern. Die Preise liegen zwischen 388.000 Mark und 414.000 Mark. Weitere Informationen unter den Rufnummern 02841 / 206 - 523 oder 206 - 811.

“Größe suchen ist gut, Nähe bieten ist besser“

Sparkasse Moers zufrieden mit Geschäftsergebnis 1999

MOERS. Mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 1999 konnte die Sparkasse Moers trotz eines schärferen Wettbewerbs und niedrigen Zinsniveaus an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Der Vorstand verwies in einer Jahresbilanz- Pressekonferenz auf erneut kräftige Steigerungen im Kreditgeschäft und erfreuliche Zuwächse auf dem Wertpapiersektor.

In einer Zeit der Megafusionen diverser Großbanken und der damit verbundenden Sorge um den Abbau von Arbeitsplätzen ist an eine Minderung der Präsenz vor Ort nicht gedacht. Im Gegenteil: Kontinuierlich investiert die Sparkasse Moers in ihre 32 Geschäftsstellen. Jüngstes Beispiel ist die Geschäftsstelle Hülsdonk, die völlig umgebaut, erweitert und im neuen Kleid wiedereröffnet wurde. "Größe ist gut, Nähe bieten ist besser", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz in Anspielung auf die Bankenfusionen.

Neue Kredite: 387 Millionen DM

Die vergleichsweise geringe Steigerung der Bilanzsumme um 17 Millionen Mark auf 3,65 Milliarden DM hängt mit dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten (Interbankgeschäft) zusammen. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 2,47 Milliarden DM (Vorjahr: 2,28 Milliarden DM). Neue Kredite in Höhe von 387 Millionen DM (1998 waren es 381 Millionen) wurden vergeben.

Das Wachstum vollzog sich überwiegend im langfristigen Bereich. Die Kunden nutzten die im langjährigen Vergleich nach wie vor günstigen Konditionen und bevorzugten längere Kreditlaufzeiten, insbesondere für Baufinanzierungen.

Die Kundeneinlagen wuchsen insgesamt nur leicht um 1,4 Prozent auf 2,55 Milliarden DM. Zum einen lag das am niedrigen Zinsniveau, zum anderen ergaben sich im nicht bilanzwirksamen Wertpapier- und Investmentbereich interessante Anlagealternativen. Dementsprechend kam es zu erheblichen Umschichtungen in den Wertpapiersektor und insbesondere in Investmentfondsanteile der sparkasseneigenen Deka-Bank. Die Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, die hauptsächlich der Liquiditätssicherung dienen, konnten sich jedoch gut behaupten.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung hat sich im Geschäftsjahr 1999 im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Jahresüberschuß nach Steuern beträgt 8,6 Millionen Mark (Vorjahr 10,5 Millionen DM).

Die Zahl der Mitarbeiter bei der Sparkasse Moers, die zu den größten Arbeitgebern in der Region gehört, erhöhte sich um fünf auf 614. In der Ausbildung befanden sich im Berichtsjahr 53 junge Leute. Im laufenden Jahr 2000 werden 19 neue Auszubildende eingestellt.

Stattliche Fördermittel

Nicht nur im bankwirtschaftlichen Bereich engagierte sich das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut, sondern seinem Auftrag gemäß auch mit stattlichen Fördermitteln in den Bereichen Soziales, Sport, Kultur, Schule und Wissenschaft. Die zusätzlichen Leistungen für die Bürger insbesondere in Moers, Xanten, Sonsbeck und Alpen beziffern sich auf 549 000 DM beim Spendenaufkommen, auf 338 000 DM beim PS-Zweckertrag und auf 349 000 DM, die die Kulturstiftung zur Verfügung stellte. Dieses Engagement unterscheidet die in der Region verwurzelte Sparkasse von ihren Mitbewerbern, die gewinn- bzw. mitgliederorientiert handeln.

Kapital von 100.000 Euro erfolgreich in Wertpapieren und Fonds angelegt

87 Teilnehmer bei der Telefonbörse der Sparkasse Moers

MOERS. Der Run auf Wertpapiere als alternative Anlagefom hat sich im Zuge der Zeichnung von Infineon- und Telekom-Aktien deutlich erhöht. Das spiegelte sich auch im Interesse an der sechsten sogenannten Telefonbörse der Sparkasse Moers wieder. "Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir doppelt so viele Teilnehmer", so Christine Blanke von der Marketing-Abteilung der Sparkasse.

Zehn Wochen lang konnten die insgesamt 87 Mitspieler über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von 100.000 Euro verfügen. Ziel des Spieles war es, das Kapital mit wohlüberlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Die erfolgreichsten Hobby-Broker zeichnete die Sparkasse Moers mit echten Geld- und Sachpreisen aus.

Breite Streuung, geringes Risiko

Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die taggleiche Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach kam es darauf an, ob Bulle oder Bär, die Symbole für Gewinn oder Verlust an der Börse, das Tagesrennen machten. ( Ständig aktuelle Börsendaten: www.s-investor.de ) Wer nicht selber täglich die Ergebnisse des Börsenschlusses analysieren konnte oder wollte, überließ diese Arbeit den Frankfurter Analysten der Deka-Fonds. "Die Fonds sind aus ganz unterschiedlichen Wertpapieren zusammengemischt. Das Kapital ist breiter gestreut und das Verlustrisiko entsprechend kleiner", so Thomas Münker von der Sparkasse Moers.

Platz eins mit einem Gewinn von 12.531,90 Euro

Der erfolgreichste Teilnehmer, Gerhard Zeeüw, vermehrte sein Startkapital um stolze 12,53 Prozent auf 112.531,90 Euro. Platz zwei belegte dicht hinter ihm H. Dieter Schönborn mit 112.309,99 Euro, und Rang drei sicherte sich Ralph Waltering mit 111.328,99 Euro. Die drei Erstplazierten erhielten für ihre Ergebnisse "echte" 750, 500 und 250 Mark. Im bundesweiten Vergleich der Teilnehmer von über 500 Sparkassen belegte Zeeüw Platz 40. Der Bundessieger, betreut von der Kreissparkasse Schönebeck, erwirtschaftete einen satten Überschuß von 62.728,85 Euro.

Unter den 100 handelbaren Werten legte Alcatel während der Spielzeit mit 44 Prozent am meisten zu. Societé General stieg um 25 Prozent, Aixtron um 23 Prozent und Aventis um 22 Prozent. Zu den Verlierern zählten ConSors und Thyssen-Krupp mit jeweils -25 Prozent, die Preussag mit -18 Prozent und MobilCom mit -16 Prozent. Zu den beliebtesten Wertpapieren gehörte, wie schon im vergangenen Jahr, SAP. Mit einem Anteil von 63 Prozent nutzten die meisten Teilnehmer das Internet für ihre Orders, 25 Prozent der Aufträger wurden per Fax und 12 Prozent per Telefon erteilt.

Neubaugebiet Stockrahmsfeld bekommt eigenen Kindergarten

Erster Spatenstich in Kapellen / Für 2,4 Millionen Mark

MOERS. Im Zuge der Erschließung des 150.000 Quadratmeter großen Baugebietes Stockrahmsfeld hatte sich die "Projektbau Bauträger GmbH", vertraglich verpflichtet, einen dreizügigen Kindergarten zu finanzieren. Zum Spatenstich kam Bürgemeister Rafael Hofmann. Die Baukosten für den Kindergarten betragen 2,4 Millionen Mark.

Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 150 Millionen Mark. Die Geschäftsführer der "Projektbau", Klaus Behlke, Hans-Gerd und Oliver Hendrix, unterstreichen die Bedeutung des Baugebiets Stockrahmsfeld für die Infrastruktur der Stadt Moers. Es sei interessant insbesondere für junge Familien mit Kindern. Entsprechend wichtig sei der Kindergarten, geplant vom Essener Planungs- und Ingenieurbüro "atelier & stadt & haus”.

Später Umwandlung möglich

Auf einer Grundstücksfläche von 2000 Quadratmetern entsteht ein eingeschossiger Bau mit großzügiger Eingangshalle, drei Gruppenräumen, Neben- und Sanitärräumen, zwei Küchen, einem Säuglings- und einem Mehrzweckraum. Spielgeräte, auch Wasserspiel, werden auf der Außenfläche installiert. Die Konzeption des Kindergartens ist so angelegt, daß in späteren Jahren die Umwandlung in ein Jugend- und sogar in ein Seniorenzentrum möglich ist.

Die Wohnbebauung ist bereits weit gediehen. Etwa 250 Einfamilienhäuser sind zur Zeit im Rohbau bzw. bezugsfertig erstellt. An der Vermarktung beteiligt ist auch der Immobilien-Service der Sparkasse Moers. Zur verwirklichten Infrastruktur gehören 1,8 Kilometer Regenwasserkanalisation, 2,1 Kilometer Schmutzwasserkanalisation und 900 Meter Wall mit aufgesetzter Lärmschutzwand. Diese wird in einigen Monaten unter einer Grünbepflanzung verschwinden und sich damit sehr viel ansprechender darstellen als noch zur Zeit. Öffentliche Grünflächen und Spielplätze werden ebenfalls ab Herbst angelegt.

Ökologische Maßnahmen

Das Stockrahmsfeld ist von der Neukirchener Straße her über die neue Erschließungsstraße zu erreichen. Der Hauptinvestor "Projektbau" stellt die vielfältigen ökologische Begleitmaßnahmen heraus, zu denen auch die Art des Straßenbaus zählt: Regenwasser fließt ab in riesige Mulden, in denen das Wasser gefiltert wird, bevor es versickert. Die landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen werden ergänzt durch die Aufforstung von insgesamt 4.4 Hektar Ausgleichsfläche im Moerser Stadtgebiet.

Informationen zum Kauf oder der Finanzierung von Häusern und Eigentumswohnungen unter der Moerser Rufnummer 02841 / 206-523 (Sparkassen-Immobilienservice).

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