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Unterschiedliche Anlagestrategien, (fast) gleicher Erfolg

Invest-Master 2001:Moerser beim Börsentraining vorne

MOERS. Bei Kurs-

schwankungen einzelner Aktienwerte von über 400 Prozent erlebten Anleger in den vergangenen Monaten zum Teil erhebliche Berg- und Talfahrten ihrer Depots. Mit Interesse und der notwendigen Gelassenheit konnten dabei vor allem die Teilnehmer des diesjährigen Sparkassen-Börsenspiels "Invest-Master" die Entwicklungen an den Aktienmärkten verfolgen.

Zehn Wochen lang verfügten 41 Mitspieler aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von jeweils 100.000 Euro. Am Stichtag belegte zuletzt Jürgen Pannenbecker mit einem Endstand von 131.564, 54 Euro den ersten Platz und erhielt dafür ein Preisgeld von 1000 (echten) DM.

Bei der Preisübergabe in der Geschäftsstelle Stadtmitte an der Homberger Straße zeigte sich Pannenbecker überrascht: "Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, weil ich aus Zeitmangel nur einmal gekauft hatte." Er hatte zehn Tage nach Beginn des Spieles für den gesamten Betrag Aktien des Softwareherstellers SAP gekauft. Die sehr gute Kursentwicklung erbrachte zuletzt einen (fiktiven (Gewinn) von umgerechnet 60.000 Mark innerhalb von zehn Wochen. Pannenbecker: "Ich habe noch keinen Internetanschluß, sonst hätte ich sicher mehr gehandelt."

Breite Streuung, geringes Risiko

Ziel des insgesamt siebten Spieles (früher hieß es Telefonbörse) war es, das Kapital mit überlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die erstmals zweimal am Tag durchgeführte Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach entschieden die aktuellen Kurswerte über Gewinn oder Verlust.

Ausschließlich über das Internet erteilte Bernd Schmiedek aus Kapellen seine Orders. "Ich habe während des Spieles rund ein Dutzend verschiedener Werte gekauft und verkauft. Auch er hatte mit SAP auf die richtige Karte gesetzt und mit einem Depotstand von zuletzt 130.639,70 Euro ebenfalls einen beachtlichen Gewinn verbucht. Für seinen zweiten Platz erhielt er 750 (echte) Mark. Rang drei belegte Friedhelm Quiter mit einem Überschuß von 28.215,78 Euro. Nur sieben der 42 Teilnehmer schlossen ihr Depot mit einem Verlust ab.

Das bundesweit höchste Ergebnis erzielte ein Mitspieler aus Dillenburg mit einem Depotstand von 498.137,83 Euro. Während der turbulenten Spielzeit mußten gerade Anleger, die Werte vom sogenannten Neuen Markt ins Depot genommen hatten, kontinuierlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. So erlebte beispielsweise die Aktie der Firma Pixelpark Kursschwankungen von weit über 400 Prozent.

Obwohl Jürgen Pannenbecker und Bernd Schmiedek beide zum ersten Mal am Börsentraining der Sparkasse teilgenommen hatten, sind sie doch keine Neulinge. Pannenbecker verfolgt dabei seit fünf Jahren die gleiche Strategie: "Kaufen und halten." Während Schmiedek öfter kleinere Mengen von Werten kauft, die eine gute Kursentwicklung versprechen. Beide informieren sich regelmäßig aus der Zeitung, per Videtext oder via Internet über die einzelnen Werte und Charts. Prognosen einschlägiger Fachzeitschriften allerdings traut Jürgen Pannenbecker nicht mehr. "Das habe ich nun über Jahre verfolgt, die so oft vielgepriesenen Tips waren meistens nicht die Druckerschwärze wert."

Erfolg auf dem Platz und Spaß an “Loch 19“

Zwei Sparkassen luden zum Golfturnier ein

MOERS/N.-VLUYN. Bierernst ging es wahrhaftig nicht zu, obschon auf dem schönen Golfplatz Op de Niep Sport und Konzentration groß geschrieben wurden und beim kühlen Pils an "Loch 19" (Klubhaus) ausgezeichnete Ergebnisse und damit auch viele Handicap-Verbesserungen diskutiert werden konnten. Die beiden Sparkassen Moers und Neukirchen-Vluyn hatten über 100 Kunden und Klubmitglieder zum Turnier eingeladen. Angekündigte Gewitter blieben aus, schönes Spiel bei herrlichem Sommerwetter und freundliche Bewirtung bildeten vielmehr die besten Rahmenbedingungen.

Die ersten Flights, nach Spielstärke zusammengestellt, starteten um 9 Uhr sowohl an Tee 1 als auch an Tee 10. Auf halber Strecke warteten kühle Getränke und belegte Brötchen. Gegen 18 Uhr konnten die Direktoren Hartmut Schulz (Sparkasse Moers), Winfried Schoengraf (Neukirchen-Vluyn) und der Präsident des Golfclubs Op de Niep, Georg-Wilhelm Kolkmann-Reinhard, die Siegerehrung vornehmen. Daß sein Vorstandskollege Karl-Heinz Tenter mit 40 Stableford-Punkten zu denjenigen gehörte, die ihr Handicap verbessern konnten, erwähnte Hartmut Schulz mit ähnlichem Stolz wie der Präsident, als dieser auf 43 (!) Stableford-Punkte seiner Ehefrau Ilse einging.

Besonderer Dank galt den Marketing-Abteilungen der beiden Kreditinstitute, aber auch den fleißigen Helfern des Golfclubs Op de Niep, der sich erneut von seiner besten Seite präsentierte. Im nächsten Jahr, so versprachen Hartmut Schulz und Winfried Schoengraf, soll es wieder ein Turnier der beiden Sparkassen geben - über 18 Löcher, wie es sich gehört, und natürlich wieder mit gemütlichem Beisammensein an "Loch 19". Die Ergebnisse:

Brutto Damen: 1. Nicole Meyer, 2. Sigrid Halsband, 3. Ilse Kolkmann-Reinhard. Brutto Herren: 1. Ernst Birkenstock, 2. Oliver Hendrix, 3. Jörg Oppenberg. Netto Damen und Herren, Handicap bis 18,3 : 1. Dr. Michael Amoah, 2. Ferdinand Sauter, 3. Ulf Stienen. Netto bis Handicap 22,9 : 1. Ute Triesch, 2. Ellen Kuss, 3. Rüttger Haps. Netto bis Handicap 30: 1. Ilse Kolkmann-Reinhard, 2. Sigrid Halsband, 3. Horst Kersten. Netto bis Handicap 54: 1. Anja van Gelderen, 2. Verena Rumpf, 3. Jan-Robin Pleines.

Bei der Jugend hatte Robin Hartschen die Nase vorn. Sonderpreise ("Nearest to the Pin") gingen an Ellen Kuss, Ferdinand Sauter und Robin Hartschen sowie an Ute Triesch, Jan van Gelderen und Kersten Thomas ("Longest Drive").

Vorhang auf: Musiksommer hat begonnen

Meisterliches im Martinstift / Klassischer Sologesang

MOERS. Am Dienstag, 17. Juli, hieß es "Vorhang auf" für den Moerser Musiksommer. Die engagierten Professoren und die startbereiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie 2001 reisten am Montag an und trugen einen individuell abgestimmten Stundenplan und die richtigen Noten in der Tasche. So konnte der reibungslose Ablauf am ersten Morgen im Martinstift gelingen.

MOERS. Am Dienstag, 17. Juli, hieß es "Vorhang auf" für den Moerser Musiksommer. Die engagierten Professoren und die startbereiten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie 2001 reisten am Montag an und trugen einen individuell abgestimmten Stundenplan und die richtigen Noten in der Tasche. So konnte der reibungslose Ablauf am ersten Morgen im Martinstift gelingen.

In dem ersten von drei Meisterkursen ( bis 21. Juli) werden jetzt Vokalwerke aus der Zeit der Wiener Klassik interpretiert und unter der bewährten Anleitung von Prof. Judith Beckmann aus Hamburg gesangstechnisch verfeinert.

Gleich 20 .junge Sängerinnen und Sänger aus Freiburg, Leipzig, Hannover, Köln, Essen, Stuttgart und Weimar, die alle die Anmeldebedingungen erfüllen, kamen zu einem aufregenden internen Auswahlsingen am ersten Tag des Musiksommers zusammen. Sie müssen sechs Partien in deutscher und italienischer Sprache auswendig beherrschen.

Empfang des Bürgermeisters

Wer nicht die letzte Hürde zum Solounterricht schafft, wird im Ensemble mitwirken, denn das gemeinschaftliche Musizieren macht einen wesentlichen Teil des Berufsalltags aus. Neue Maßstäbe setzen, Vorbereitung auf die Bühnen-Praxis und Verfeierung des individuellen Könnens sind wie immer Ziele der Moerser Meisterkurse. Abends empfing Bürgermeister Rafael Hofmann die Teilnehmer im Casino der Sparkasse Moers, die den Moerser Musiksommer mit ihrer Kulturstiftung finanziell trägt.

Im Programm des Studienplanes des Moerser Musiksommers, der wieder unter der künstlerischen Leitung von Christiane Schumann steht, werden die drei Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven berücksichtigt. Beim Abschlußkonzert mit ausgefeilten Arien und Liedern am Samstag, 21. Juli, 19.30 Uhr im Martinstift, werden Koloratur- und Mezzosoprane, lyrische und jugendlich-daramtische Stimmen erklingen.

Abschluß am 3. August

Wenn die ersten Nachwuchssängerinnen abgereist sind, werden noch zwei Meisterkurse folgen. Für die nächsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer beginnt am 25. Juli mit dem Kurs bei Prof. Peter Ziethen alles von vorn. Endgültiger Abschluß des diesjährigen Musiksommers sind erst das Konzert und das Künstlergespräch mit Irwin Gage am 3. August, ebenfalls 19.30 Uhr, im Martinstift.

Der Verkauf der Eintrittskarten hat über die Stadtinformation Moers, Altes Rathaus, Tel. 201-777, und die Buchhandlungen Boeckler und Spaethe begonnen. Das Kartenangebot ist begrenzt

Vorsicht vor dubiosen Euro-Tauschern an der Haustüre

Euro-Veranstaltung in der evangelischen Altentagesstätte

MOERS. Das Ende der D-Mark rückt unaufhaltsam näher. Besonders ältere Menschen, die sich noch gut an die Währungsreform von 1948 erinnern können, haben nachhaltig große Zweifel an der Einführung des neuen gesetzlichen Zahlungsmittels Euro am 1. Januar 2002. Regelmäßig besuchen Mitarbeiter der Sparkasse Moers daher Altentagesstätten und Seniorenheime, um über die neue Währung und die Umtauschformalien zu informieren. Manfred Falz, Leiter der Marketingabteilung der Sparkasse, war jetzt zu Gast beim Seniorennachmittag im evangelischen Gemeindezentrum in Hochstraß.

"Wenn man in 30 Jahren noch DM-Scheine oder -Münzen findet, dann tauscht sie jede Sparkasse oder Bank exakt zum Kurs von 1,95583 zu eins um", so Manfred Falz. Im Zuge der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion habe man sich eben einfach auf eine neue Währung geeinigt.

Fünf Güterwaggons voll Geld

Problematisch sei also nicht die Stabilität und die Kaufkraft des Euros, sondern vielmehr die organisatorische Durchführung des Umtausches. So rechne allein die Sparkasse Moers in ihrem Geschäftsgebiet zwischen Moers und Xanten mit einem Rückfluß an Bargeld, der fünf Waggons eines Güterzuges füllen würde. Das sind 30,8 Millionen Münzen und 3,1 Millionen Scheine. Demgegenüber müsse der Transport und die Ausgabe von 17,1 Millionen Euro-Münzen und 2,8 Millionen Scheinen vorbereitet werden.

Um langes Anstehen zu Beginn des nächsten Jahres zu vermeiden, empfahl Falz, gehortete Bargeldbeträge frühzeitig auf das Girokonto einzuzahlen. "Dort passiert der Umtausch in Euro nämlich ganz automatisch." Abgesehen davon bleibt die DM noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel. Jedes Geschäft und auch Busfahrer nehmen die DM noch zwei Monate nach dem Jahreswechsel an. Danach tauscht sie jede Sparkasse und Bank ein. Falz: "Es gibt also keinen Grund, alles Geld am 1. oder 2. Januar umzutauschen.

Starterkit ab 17. Dezember 2001

Wer unbedingt mit dem Jahreswechsel auch die neue Währung in der Hand haben möchte, der kann ab dem 17. Dezember einen sogenannten Starterkit im Wert von 20 Mark, das sind 10,23 Euro, bei seiner Sparkasse bekommen. Eindringlich warte Falz davor, vorher bei dubiosen Besuchern an der Tür Euros einzutauschen. Es könne sich dabei, so der Marketing-Chef, nur um Falschgeld handeln. Hingegen hielten alle 32 Geschäftsstellen der Sparkasse Moers ab Mitte Dezember die brandneuen Münzen für den ersten Umtausch bereit. Gerade wegen der großen Betrugsgefahr im Zuge des Währungsumtausches habe sich die Bundeszentralbank entschieden, die Sicherheitsmerkmale des Euros bis kurz vor Beginn der Ausgabephase geheim zu halten.

Angeregt diskutierten die Besucher der evangelischen Altentagesstätte in Hochstraß nach dem knapp einstündigen Vortrag. Sie nutzten zudem die Gelegenheit, weitere Fragen mit dem Euro-Experten zu klären. Gemeindepfarrer Wolfgang Müller bedankte sich herzlich für den Gastvortrag. "Ich höre gerade bei Hausbesuchen sehr viele Vorbehalte gegen den Euro. Eine solche Veranstaltung trägt dazu bei, den Menschen die Ängste zu nehmen", so Müller.

Wer eine Informationsveranstaltung zum Euro in seiner Gemeinde oder seinem Verein organisieren möchte, erreicht die Marketingabteilung der Sparkasse Moers unter der Rufnummer 02841 / 206 - 387.

In die Vollen und flott abgeräumt

Seit 25 Jahren Kegelturnier der Sparkasse Moers

SONSBECK. Traditionell kürte die Sparkasse Moers die Sieger ihres Kegelturniers auf dem Keglerball im Rahmen der Kirmes. Seit 1976 findet alle zwei Jahre der beliebte Wettkampf statt, der von der örtlichen Geschäftstelle organisiert wird. Insgesamt 45 Kegelklubs aus dem Gemeindegebiet nahmen diesmal daran teil. Neben den Konkurrenzen Herren, Damen und gemischte Clubs kam erstmalig in diesem Jahr auch eine Jugendwertung hinzu. In der neuen Konkurrenz traten Kegler, die jünger als 25 Jahre alt sind, gegeneinander an.

Moderator Rolf Trost führte durch das abwechslungsreiche Programm. Die junge ortsansässige Sängerin Saskia, die das Publikum mit aktueller Popmusik begeisterte, und die Band "Moonlight" forderten das Publikum zum Tanzen auf. Mit Manfred Filter, dem "Dicken vom Rhein", trat auch ein Ex-Karnevalsprinz aus Duisburg auf. Der Humorist begeisterte mit seinen Witzen und Kalauern das gut gefüllte Kirmeszelt und entpuppte sich als wahre Stimmungskanone.

Markus Weibel und Willi Hornen von der Sonsbecker Geschäftsstelle der Sparkasse nahmen die Siegerehrungen vor. "Wie schön, dass unser kleiner Wettkampf in der grünen Perle am Niederrhein so großen Anklang findet", so Markus Weibel.

Die treffsichersten Clubs wurden mit Geldpreisen für ihre Leistungen belohnt. In diesem Jahr waren "Die Feurigen" bei den Damen, "Die flotten Abräumer" bei den gemischten Clubs und "Die Schlüpferstürmer" in der Jugendwertung nicht zu stoppen. Natürlich wurden auch die Einzelsieger gekürt. Die beste Keglerin war mit 72 Holz Daniela Hawix, bei den Herren hatte Thomas van Husen mit 88 Holz die Nase vorn.

Als beste Mannschaft schlossen "Die Sonntagskegler" ab. Mit 471 Holz schafften sie, es ihren Titel als Sonsbecks Kegelmeister erfolgreich zu verteidigen. Hans-Gerd Erdkamp, Präsident des Spitzenreiters, nahm neben 250 Mark auch den begehrten Wanderpokal entgegen. Diesen wollen "Die Sonntagskegler" in zwei Jahren erneut in Händen halten. Dann findet das nächste Kegelturnier statt.

Männer ließen sich gerne aufs Korn nehmen

Missfits beendeten ihre Tournee in Xanten

XANTEN. Der Auftritt der beiden Kabarettdamen "Missfits" im Freizeitzentrum an der Südsee war ein voller Erfolg. Mit fast 3000 Besuchern war die kleine Arena bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit ihrem Comedy-Programm "Missfits & Band - Jetzt mit noch mehr Männer" hatte es das weibliche Duo besonders auf die "Männerwelt" abgesehen. Für die musikalische Begleitung ihrer Lieder hatten die "Missfits" fünf Musiker mitgebracht, die sie auch aktiv in ihre Sketche mit einbezogen. Während der dreistündigen Veranstaltung schlüpften die beiden Komödiantinnen in zahlreiche verschiedene Rollen. Vor allem die Parodien des männlichen Geschlechts lösten Begeisterungsstürme bei den Zuschauern aus. Auch nach ihrem Programm standen die "Missfits" ihren Anhängern noch zur Verfügung. Sie verkauften Fanartikel und schrieben Autogramme.

Die Aufführung in Xanten bildet den Abschluss ihrer diesjährigen Tournee. Auf Einladung der Sparkasse Moers und des Freizeitzentrum Xanten war dies bereits der 98. Auftritt der "Missfits" mit ihrem aktuellen Bühnenprogramm.

Proben für das Konzert am Samstag laufen

Bürgermeister Hofmann begrüßte die jungen Talente

MOERS. Bei einem kleinen Empfang im Casino der Sparkasse Moers begrüßte Bürgermeister Rafael Hofmann die Teilnehmer des diesjährigen Moerser Musiksommers. Im ersten der insgesamt drei Meisterkurse proben die jungen Talente von verschiedenen Hochschulen im In- Und Ausland derzeit im Martinstift Werke der Wiener Klassik. Für das Abschlußkonzert am kommenden Samstag, 21. Juli 2001, um 19.30 gibt es noch einige Karten in der Stadtinformation im Alten Rathaus (Telefon: 201-777) oder in den Buchhandlungen Boeckler und Spaethe.

Was bedeutet die EU-Entscheidung? Interview mit Hartmut Schulz



Dieses Interview führte der leitende Regionalredakteur der Rheinischen Post, Richard Lucas-Thomas, nach der EU-Entscheidung zur Abschaffung der Gewährträgerhaftung und Einschränkung der Anstaltslast mit unserem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Schulz.:



Die Banken und die EU-Kommission haben sich durchgesetzt: Die Gewährträgerhaftung für öffentlich-rechtliche Institute, also auch für Sparkassen, endet am 18. Juli 2005. Ein Papiertiger - oder direkte Auswirkung auf die Sparkassenkunden. Mit Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, sprach Richard Lucas-Thomas.

RP: Herr Schulz, die Zwangseinigung mit Brüssel wird die Krise einer Landesbank ein Bundesland vor den finanziellen Abgrund schiebt. Das lässt sich im Kleinen auch auf eine Stadt übertragen. Wie oft mussten die an der Sparkasse beteiligten Städte schon finanziell ausgleichen?

Hartmut Schulz: In den über 150 Jahren, in denen die Sparkasse Moers und ihre Vorgängerinstitute existieren, gab es noch kein einziges Mal den Fall, dass eine Gemeinde, eine Stadt oder der Kreis finanziell in die Bresche springen musste. Wir erwarten das auch zukünftig nicht. Für uns ist die Brüsseler Entscheidung unbedeutend, sie ändern nichts an unserer verlässlichen Geschäftspolitik. Wir bleiben mit unseren Geschäftsstellen in der Region.

RP: Die Sparkasse muss ihre finanziellen Risiken jetzt selber versichern, welche Kosten entstehen und wie werden sie umgelegt?

Hartmut Schulz: Die Einlagen unserer Kunden sind bereits seit Jahrzehnten über sparkasseneigene Einlagensicherungsfonds geschützt. Nun kann man darüber nachdenken, diese Fonds aufzustocken. Ganz praktisch bedeutet das jedoch nur eine verzinsliche Kapitalanlage, die keine Mehrkosten mit sich bringt.

RP: Wenn die Sparkasse den bevorzugten Status "öffentlich-rechtlich" verliert, welche Auswirkungen hat das auf die Ausschüttungen an Städte, Vereine und auf die Kulturstiftung der Sparkasse?

Hartmut Schulz: Der öffentlich-rechtliche Status der Sparkassen ist durch die Entscheidung gar nicht berührt. Im Gegenteil: Sie unterstreicht die Unverzichtbarkeit öffentlich-rechtlicher Kreditinstitute. Die Privatisierung der Sparkassen läge ausschließlich im Interesse der Geschäftsbanken, welche die Sparkassen gerne kaufen würden, um sie für ihre Gewinnmaximierung zu missbrauchen. Unsere jährlichen Spendenausschüttungen betrifft die Neuregelung ebenso wenig wie die seit über zehn Jahren bestehende Kulturstiftung.

RP: Als nicht mehr öffentlich-rechtliches Institut entfällt auch die Verpflichtung, Pöstchen für die Politik bereitzustellen. Welche Konsequenzen hat die Zwangseinigung vor Brüssel auf den Aufsichtsrat und die Beiräte?

Hartmut Schulz: Gar keine. Die Mitwirkung der Politik in den Verwaltungsräten der Sparkassen ist überdies kein Übel, wie immer wieder unterstellt wird. Sie ist ein Segen. Wer könnte die Interessen einer Region besser vertreten als ihre demokratisch gewählten Vertreter aus den Kommunen und Kreisen. Sie stellen mit ihren geschäftspolitischen Weichenstellungen sicher, dass die Sparkassen auch zukünftig für flächendeckende Bankdienstleistungen und die finanzielle Versorgung des Mittelstandes sorgen. Denken Sie nur an England. Dort gibt es bereits ganze Landstriche ohne eine einzige Bankfiliale. Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, wie wir sie auch weiterhin haben werden, gibt es dort nicht.

RP: Löst die Brüsseler Entscheidung nicht auch einen Fusionsdruck aus, wenn ja, mit welchen Partner möchten Sie künftig zusammengehen?

Hartmut Schulz: Die Brüsseler Entscheidung ändert nichts an der Leistungsfähigkeit unserer Sparkasse. Insofern verspüren wir dadurch auch keinen Fusionsdruck. Wir warten nun gespannt auf die Reform des Sparkassengesetzes, zu der sich die Länderfinanzminister im Zuge ihrer Verhandlungen bei der EU verpflichtet haben.

Vielen Dank für das Gespräch

Freude über das Geschenk

Neue Bank für städtischen Kindergarten

MOERS. Der städtische Kindergarten im Neubaugebiet Stockrahmsfeld darf sich über eine neue Bank auf seinem Spielplatz freuen. Gespendet wurde diese von der Sparkasse Moers. Bei der Übergabe der Bank machten sich Angelika Steinhäuser und Peter Lenk von der Kapellener Geschäftsstelle des Kreditinstitutes selbst ein

Bild vom neu entstandenen Kindergarten mit Tagesstätte.

Die Erziehung wird dort modern gestaltet. "Unsere Arbeit hat sich stark verändert. Alles ist viel freier geworden", erklärt die Leiterin Ursula Kapfer. Man arbeitet gruppenübergreifend und situationsorientiert - das heißt, man richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Heute können alle Kinder basteln oder in die Turnhalle, wann immer sie Lust dazu haben.

Alexander läuft

Vier Erzieherinnen, drei Ergänzungskräfte und eine Hauswirtschaftskraft sind momentan beschäftigt. Es gilt, 50 Kindergarten- und 15 Tagesstätten-Kinder zu beaufsichtigen. Alexander ist mit acht Monaten der "Benjamin", der zur Freude aller bereits mit dem Laufen beginnt. Obwohl der Kindergarten erst wenige Monate besteht, ist die maximale Kapazität bereits erreicht. Für die neun frei werdenden Plätze liegen bereits über 40 Anfragen vor.

250 der insgesamt 320 Häuser im Stockrahmsfeld sind bezogen. Hier wohnen überwiegend Familien mit Kleinkindern. "Sie nutzen unseren Kindergarten auch, um soziale Kontakte zu knüpfen und Anschluss in der neuen Stadt zu finden", erklärt die Leiterin.

Die Einrichtung der einzelnen Räume entspricht modernen Maßstäben. In jedem Gruppenraum gibt es neben den Spielecken eine kleine Küche, wo sich die Kinder selbst ihr Frühstück zubereiten. Schließlich wurde auch auf den behindertengerechten Charakter der Einrichtung geachtet.

Auf dem großen Spielplatz im Garten können sich die Kleinen so richtig austoben. Rasen und Sträucher sind inzwischen gepflanzt. Ursula Kapfer: “Die Arbeit hier macht uns sehr viel Freude.”

Wenn die Glocke läutet, ist der Blick auf den Monitor Pflicht

Ein Besuch an der Börse Düsseldorf

DÜSSELDORF. Auf seinem Schreibtisch stehen sechs Tastaturen und manchmal, wenn ein Kollege an seinem Platz gearbeitet hat, weiß er nicht genau, zu welchem Monitor jede einzelne gehört. Marko Mikelic hat 1998 seine Ausbildung zum Bankkaufmann in unserem Haus abgeschlossen. Seit drei Jahren ist er jetzt an der Düsseldorfer Börse. Bei einem Besuch in der "Tonne" seines Arbeitgebers Spütz.Börsenservice berichtete er von einem typischen Arbeitstag.

Mitten im japanischen Viertel an der Immermannstraße in Düsseldorf steht Marko zum vereinbarten Zeitpunkt draußen vor der Tür eines der Geschäftshäuser und raucht eine Zigarette. Für die Zeit des Umbaus in der Düsseldorfer Börse ist der gesamte Troß der Händler hierher umgezogen. "Es ist alles ein wenig behelfsmäßig, aber es ist o.k.", erzählt er mir, während wir an den einzelnen Händlerbereichen vorbeigehen, die in der Tradition der Börse "Tonnen" genannt werden.

Die gesamte untere Etage des Gebäudes ist mit Hilfe von Stellwänden in einzelne Arbeitbereiche unterteilt, in jedem sitzen oder stehen Frauen oder Männer, fast alle mit mindestens einem Telefonhörer in der Hand, den Blick fest auf Monitore oder Fernsehbildschirme gerichtet. Es herrscht insgesamt reges Treiben, trotzdem lassen sich nur selten laute Stimmen vernehmen. Einige Male höre ich ansatzweisen Jubel.

"Um neun Uhr morgens wird hier von Hand die Glocke geläutet, dann beginnt der Handel", erzählt Marko. Er selber ist für gewöhnlich gegen 8.15 Uhr am Arbeitsplatz. "Als erstes fahre ich die Systeme hoch, mit denen ich im Laufe des Tages Orders empfange und ausführe." Gegen halb neun telefoniert er mit dem an der Frankfurter Börse arbeitenden Kollegen von Spütz, um sich mit ihm vor Handelsbeginn abzustimmen. Die verbleibende Zeit nutzt Marko, um in den einschlägigen Börsennachrichten den neuesten Stand der Dinge zu erfahren. Dann läutet die Glocke.

Von nun an dürfen die Monitore nie länger als zwei Minuten aus den Augen gelassen werden. "Wir sind verpflichtet, Orders innerhalb von zwei Minuten auszuführen, mögliche Verluste gehen sonst zu unseren Lasten", so Marko. Im Auftrag der Börse Düsseldorf organisiert Spütz.Börsenservice den Handel mit Optionsscheinen. "Das macht etwa 80 Prozent unseres Geschäftes aus", ergänzt die Chefin der Tonne, Katharina Schwalen. In diesem Moment läuft eine Order für 100 travel24.com-Aktien ein. Marko führt sie aus, ohne unser Gespräch dafür zu unterbrechen. Das Umsatzvolumen, so berichtet die Chefin, liege durchschnittlich bei mehreren Millionen Euro pro Tag, an manchen Tagen führt Spütz bis zu 2000 Trades aus, manchmal sind es nur 400. Die Händler behalten für ihren Service eine marktüblich Courtage ein.

Eine Mittagspause gibt es nicht, alle zwei Stunden geht Marko für acht Minuten raus, um eine Zigarette zu rauchen und dabei ein wenig mit den anderen Händlern zu reden. Feierabend ist üblicherweise um 16.45 Uhr. Marko: "Im Wechsel mit den Kollegen arbeite ich an zwei Tagen bis zum Handelsschluß um 20 Uhr." Wie schon am Morgen geht er den kurzen Weg zwischen Hauptbahnhof und Börse zu Fuß und kehrt mit dem Zug zurück nach Duisburg, wo er seit seinem Weggang aus Moers wohnt.

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