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Lesezottel macht nicht nur Kindern Lust aufs Lesen

10. Kinder und Jugendbuchwochen:

MOERS. Der Lesezottel feiert 2001 seinen zehnten Geburtstag. Dass er in den letzten Jahren alles andere als untätig war, beweist die Statistik: 27.000 Zottelfans wurden bislang bei den Moerser Kinder- und Jugendbuchwochen gezählt. Grund genug, ein besonders schönes und spannendes Programm auf die Beine zu stellen, das vor allem die Leselust wecken soll. Die Veranstaltergemeinschaft – die Buchhandlungen Böckler und Spaethe; Lingua: Zentrum zur Förderung von Lesen, (Recht)Schreiben, Sprache und Lernen; die Sparkasse Moers und die Zentralbibliothek - hat sich eine Menge einfallen lassen.

Die Eröffnungsparty für die ganze Familie am Sonntag, 23. September 2001, wartete mit vielen neuen Extras auf. Bei einem Quiz quer durch die Bibliothek konnten Pippi-Langstrumpf-Fans ihr Können unter Beweis stellen. Kuschelzelt und Malatelier luden zum Entspannen und Ausleben der Kreativität ein. Während sich die Kinder beim L'UNA-Theater und dem Kindermusical "Frau Vogelscheuche hat 'ne Meise" amüsierten, konnten die Eltern im Lesezottel-Café relaxen.

Während der Zottelzeit bis 6. Oktober stehen über 50 Veranstaltungen auf dem Programm, bei denen hochkarätige Autor/innen wie Nina Schindler, KNISTER oder Willi Fährmann den Funken der Fantasie überspringen lassen werden. Neben den Lesungen und Workshops für Schulklassen gibt es tolle Theater- und Leseveranstaltungen sowie Fortbildungs- und Kreativangebote. Die Büchernacht entführt dieses Jahr Jungastronaut/innen in die Weiten der Galaxie. Neu sind die "Lesezottelreporter": Kinder werden als Journalisten tätig. Als Geburtstagsgeschenk gibt es zum Abschluss ein Bonbon: Das Theater "Die Komödianten" hat Janoschs "Oh, wie schön ist Panama" im Gepäck.

Das vollständige Programm liegt u.a. in den Bibliotheken und Buchhandlungen aus. Dort gibt es auch Eintrittskarten. Bei Fragen hilft die Information der Kinder- und Jugendbibliothek unter Tel. 02841/201–751 weiter. Die Termine finden sich außerdem im Veranstaltungskalender im Internet:

Kreatives Potential geweckt

Hundertwasser-Schüler Kordes arbeitete mit Kindern

SONSBECK. Im Kunstunterricht hatten die Viertklässler der Grundschule Johann-Hinrich-Wichern bereits vieles von großen Künstlern gehört. "Wir haben uns mit zahlreichen berühmten Malern beschäftigt", so Lehrerin Christa Fischer. Als die Konrektorin hörte, daß Horst Kordes, Meisterschüler des Malers Friedensreich Hundertwasser, in der Nachbarschaft lebt und arbeitet, wollte sie ihn unbedingt für ein Projekt mit ihren Schülern gewinnen. Die Ergebnisse waren bis Ende September in der Geschäftsstelle der Sparkasse Moers an der Hochstraße zu sehen.

Unverwechselbarer Stil

"Ich habe da eigentlich wenig gemacht", erzählte Kordes am Rande der Ausstellungseröffnung. Er zeichnete die Linien auf einer großen Leinwand vor. Die Kinder malten sie mit leuchtenden Farben aus und klebten bunte Steine drauf. Außerdem bemalten sie nach seiner Anleitung eine lebensgroße Plastik mit sechs Armen. In Farbenpracht und Stil tragen beide Exponate den unverwechselbaren Stil des Österreichers, der seine Galerie in Niedermörmter "Traumland" nennt.

Zahlreiche Fotos von der zweitägigen Arbeit des Künstlers mit den Kindern ergänzen die Ausstellung. "Als mir Frau Fischer von dem Projekt erzählte, war ich neugierig, welches kreative Potential Herr Kordes in den Kindern wecken kann", so Geschäftsstellenleiter Werner Borchers.

Traum vom Ballon-Fahren aufs Papier gebracht

Wettbewerbe für Kinder beim Festival im Park

MOERS. Ein Festival der Heißluft-Ballons wurde vor einigen Wochen im Freizeitpark ausgerichtet. In dem Zusammenhang startete die Sparkasse Moers einen Mal- und einen Luftballonwettbewerb für Kinder. Jetzt wurden die kleinen Sieger ermittelt und im Beisein des Europameisters im Ballonfahren, Volker Kuinke, geehrt und mit schönen Sachpreisen beschenkt.

Im Casino des Kreditinstituts begrüßte Monika Pogacic von der Marketing-Abteilung neben zahlreichen Kindern, Eltern und Volker Kuinke den Mitausrichter des Festivals, Mike Franz, der gemeinsam mit den Moerser Ballonfahrern Helge Ringel und Detlef Haberkorn in den Freizeitpark eingeladen und für den schönen Sport geworben hatte. Alle Kindergarten- und Schulkinder waren zudem aufgefordert worden, mit bunten Farben ihren Traum vom Ballonfahren aufs Papier zu bringen.

Die kleinen Künstler brachten ihre Bilder mit zum Festival. Dort erhielt jedes Kind einen kleinen Gasballon, an dem eine Karte mit seiner Adresse auf die Reise ging. Wie sich nun bei der Siegerehrung im Casino herausstellte, flog der Ballon von Svenja Kretsch 160 Kilometer weit bis in die Nähe von Siegen und damit am weitesten. Auf den Plätze zwei und drei folgen Sofia Bartel und Natascha Kaiser, deren Ballons bis nach St. Vith bzw. Waimes (beide Orte in Belgien gelegen) gelangten.

Als schönste Bilder beim Malwettbewerb hatte eine Jury die Beiträge von Philipp Leger, Jana-Maria Schrötkamp und Vanessa Bahr ermittelt. - Seit Dienstag, 3. Juli, sind zahlreiche Bilder des Wettbewerbs in der Kundenhalle der Sparkassen-Hauptstelle am Ostring ausgestellt.

Kreativer Marketingchef schätzt die Teamarbeit

Manfred Falz: Dienstjubiläum und runder Geburtstag

MOERS. Die Geschäftsphilosophie der Sparkasse vertritt er uneingeschränkt, die Arbeit im Spannungsfeld zwischen betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und der kreativen Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit macht ihm Freude: Manfred Falz, Chef der großen Marketing-Abteilung bei der Sparkasse Moers, feierte am 1. Juli Dienstjubiläum (40 Jahre), zudem wurde er in diesen Tagen 60 Jahre alt.

Der aus Gumbinnen in Ostpreußen stammende Jubilar leistete ab 1961 zwölf Jahre lang aktiven Dienst bei der Bundeswehr, machte dann eine Ausbildung bei der Sparkasse Heinsberg und wechselte im April 1976 zur damaligen Kreissparkasse Moers. Nach Absolvierung des Sparkassen-Fachlehrgangs war der Weg in Führungspositionen geebnet: Manfred Falz wurde Abteilungsleiter "Service und Kassen", wechselte 1979 in die damals so genannte Informationsabteilung, avancierte 1990 zum Leiter der Marketingabteilung und 1995 zum Abteilungsdirektor.

Die Ausrichtung zahlreicher großer Veranstaltungen, vom Comedy-Arts-Festival bis zum Deutschland-Cup im Volleyball, waren und sind mit dem Namen des Jubilars untrennbar verbunden. Er holte für Auslosungen im Zusammenhang mit dem Prämiensparen Stars wie Roland Kaiser, Peter Kraus, Vicky Leandros oder Howard Carpendale nach Moers. Zahlreiche Aktionen im Jubiläumsjahr 1995 der Sparkasse Moers (150jähriges Bestehen) mit dem Höhepunkt der Feier im Kulturzentrum Rheinkamp trugen seine Handschrift.

In diesen Monaten ist der Marketingdirektor immer wieder zu Gast bei Vereinen und Verbänden im Geschäftsgebiet, um in Vorträgen auf Wünsche und Ängste der Bürger zur bevorstehenden Umstellung auf den Euro einzugehen. "Der Euro ist eine gute Sache. Die Einführung des neuen Bargelds wird reibungslos klappen und das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung stärken", sagt Geldfachmann Manfred Falz, der täglich mit Produkten, Preisen und Vertrieb zu tun hat. In allen Tätigkeitsbereichen schreibt er Teamarbeit groß.

Der Jubilar ist verheiratet und hat drei Kinder. Zu seinen Hobbys gehören Fotografieren und Bergtouren im alpinen Hochgebirge. Mit Jogging (dreimal in der Woche zehn Kilometer) und Tennis (Wunsch: hin und wieder seine gut spielende Ehefrau Ursula besiegen...) hält er sich fit

Mit Tante JU über das Neubaugebiet Stockrahmsfeld

Aus der Vogelflugperspektive erkennt man deutlich, was sich innerhalb von nur zwei Jahren auf dem 30 Fußballfelder großen Stockrahmsfeld in Kapellen getan hat.

Geschäftsidee Zuhören

Siegerehrung in der "StartUp-Gründungswerkstatt"

MOERS. An Ideen, wie Jugendliche Geld ausgeben können, fehlt es nicht. Eine allumfassende Werbung läßt da keinen Mangel aufkommen. Wie aber steht es um Einfälle, Geld zu verdienen? Am bundesweiten Wettbewerb "Start Up-Gründungswerks tatt" nahmen in diesem Jahr sechs Gruppen aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers teil.

Ein dreiköpfiges Team vom Grafschafter Gymnasium hatte am Ende die Nase vorn. Ihre Geschäftsidee formulierten Julia Brieden, Karla Kretschmer und Deniz Tuna so: "Wir können noch zuhören." Bei der Preisverleihung im Atlantis-Kino erhielten sie als Belohnung einen Scheck von 500 Mark.

Während der viermonatigen Spielphase mußten die Teilnehmer insgesamt zwölf Aufgaben lösen, die ihnen zuvor per e-mail zugegangen waren. Dabei sollten sie sich unter anderem für die passende Rechts- oder Gesellschaftsform entscheiden, einen Dreijahresplan aufstellen, eine Übersicht über den Kapitalbedarf sowie Marktanalysen erstellen und Vertriebskonzepte vorlegen. "Die Aufgaben helfen den Teilnehmern dabei, ihre Geschäftsidee auf Herz und Nieren zu prüfen", sagt Monika Pogacic von der Marketingabteilung, die das Spiel betreut hatte.

Den Juroren der Gründungswerkstatt gefiel die Unternehmensidee "CallMe" zuletzt am besten. In ihrer Abschlußbeurteilung schrieben die Experten den Oberschülern: "Sie haben bewiesen, daß Sie ein umfassendes und durchdachtes Geschäftskonzept erstellen können." Kernidee des Ganzen ist es, daß ein Beraterteam per Telefon rund um die Uhr erreichbar ist. Sei es, daß der Kunde technische Probleme mit einem Gerät hat oder er einfach einen Gesprächpartner sucht. Die Agentur "CallMe" versteht sich dabei als Vermittler mit sozialer Kompetenz.

Mit 75 Prozent der möglichen Punkte (CallMe erreichte 81 Prozent) erreichte die Gruppe "Party-People" den zweiten Platz. Die Unternehmensphilosophie hier: "Sie laden Gäste ein, wir kümmern uns um den Rest", so die Teilnehmerin Vanessa Meier. Vom Einkaufen über das Engagieren von Künstlern bis hin zur Vorbereitung eines intimen Candlelightdinners reicht dabei die Palette der Dienstleistungen. Aus Sicht der Jury hatte sich die Gruppe zuwenig Gedanken um ein erfolgreiches Marketing gemacht: "In einem gesättigten Marktsegment muß man den Kunden anlocken und neugierig machen", steht in der Abschlußbeurteilung der Gruppe.

Die Schüler Torben Sadlowski und Werner Gaulke von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule nahmen das Spiel als Vorbereitung auf einen wirklichen Markteinstieg. Sie entwickelten das Computer-Rollenspiel "Hell on Earth 3015". Über ihre eigene Domain www.hoe3015.de wollen sie das Spiel nebst anderer PC-Spiele nun vertreiben.

Hervorgegangen ist die Idee zur Gründungswerkstatt aus der 1997 vom Magazin Stern, der Unternehmensberatung McKinsey und den Sparkassen ins Leben gerufenen Initiative "StartUp". Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte in seiner denkwürdigen Rede in Berlin mehr Mut zur Selbständigkeit eingefordert. Das Internet-Planspiel "StartUp-Gründungswerkstatt" hat das Ziel, nach dem bundesweit größten Gründungswettbewerb mit über 4000 Teilnehmern das unternehmerische Denken an Schulen zu fördern.

Moerser Musiksommer:

66 junge Talente haben sich angemeldet

MOERS. "Moers rief - und alle kommen!" So freut sich Christiane Schumann, künstlerische Leiterin des Moerser Musiksommers, dessen Start am Dienstag, 17. Juli, bevorsteht. Genau gesagt heißt das: Mit 20 Kandidatinnen arbeitet Kammersängerin Judith Beckmann, mit zwölf Sängerinnen bzw. Sängern Prof. Peter Ziethen und mit 17 Paaren der angesehene Liedbegleiter Irwin Gage.

Insgesamt haben sich also 66 junge Talente für die anspruchsvollen Studientage des Musiksommers angemeldet, die die Kulturstiftung Sparkasse Moers zum 6. Mal seit 1992 anbietet. Zusätzlich wurden noch zwei Korrepetitoren engagiert, um den Musizierbedarf auf dem gewünschten Niveau zu decken. Offenbar ist die Moerser Sommerakademie sehr beliebt und in ihrer Art einzig, wie Studenten bestätigen. Dem Ansturm möchte man auch dieses Mal gewachsen sein.

Die jungen Künstlerinnen und Künstler können fast alle bei Familien in Moers untergebracht werden, darüber hinaus auch in Schaephuysen, Kamp-Lintfort und Krefeld. Der Besuch wird bei etlichen Gasteltern, die ihr Haus bereits in früheren Jahren für Teilnehmer der Sommerakademie geöffnet hatten, freudig erwartet. Manche werden sich auf Japanisch, Englisch oder Holländisch verständigen müssen. Manches Mal schon kehrten die einstigen Gäste und Kursbesucher als fertige Solisten wieder zurück und atmeten am Niederrhein private Atmosphäre.

Der Kartenverkauf für zwei Konzerte im Martinstift am 21. Juli (Kurs Judith Beckmann, "Wiener Klassik") und am 3. August ("Liedkunst - Kunstlied" mit Irwin Gage im Künstlergspräch) hat begonnen. Bei der Stadtinformation Moers (Tel. 201-777) gibt es ein begrenztes Kartenkontingent. Beginn der Konzerte ist jeweils um 19.30 Uhr.

Unterschiedliche Anlagestrategien, (fast) gleicher Erfolg

Invest-Master 2001:Moerser beim Börsentraining vorne

MOERS. Bei Kurs-

schwankungen einzelner Aktienwerte von über 400 Prozent erlebten Anleger in den vergangenen Monaten zum Teil erhebliche Berg- und Talfahrten ihrer Depots. Mit Interesse und der notwendigen Gelassenheit konnten dabei vor allem die Teilnehmer des diesjährigen Sparkassen-Börsenspiels "Invest-Master" die Entwicklungen an den Aktienmärkten verfolgen.

Zehn Wochen lang verfügten 41 Mitspieler aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von jeweils 100.000 Euro. Am Stichtag belegte zuletzt Jürgen Pannenbecker mit einem Endstand von 131.564, 54 Euro den ersten Platz und erhielt dafür ein Preisgeld von 1000 (echten) DM.

Bei der Preisübergabe in der Geschäftsstelle Stadtmitte an der Homberger Straße zeigte sich Pannenbecker überrascht: "Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, weil ich aus Zeitmangel nur einmal gekauft hatte." Er hatte zehn Tage nach Beginn des Spieles für den gesamten Betrag Aktien des Softwareherstellers SAP gekauft. Die sehr gute Kursentwicklung erbrachte zuletzt einen (fiktiven (Gewinn) von umgerechnet 60.000 Mark innerhalb von zehn Wochen. Pannenbecker: "Ich habe noch keinen Internetanschluß, sonst hätte ich sicher mehr gehandelt."

Breite Streuung, geringes Risiko

Ziel des insgesamt siebten Spieles (früher hieß es Telefonbörse) war es, das Kapital mit überlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die erstmals zweimal am Tag durchgeführte Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach entschieden die aktuellen Kurswerte über Gewinn oder Verlust.

Ausschließlich über das Internet erteilte Bernd Schmiedek aus Kapellen seine Orders. "Ich habe während des Spieles rund ein Dutzend verschiedener Werte gekauft und verkauft. Auch er hatte mit SAP auf die richtige Karte gesetzt und mit einem Depotstand von zuletzt 130.639,70 Euro ebenfalls einen beachtlichen Gewinn verbucht. Für seinen zweiten Platz erhielt er 750 (echte) Mark. Rang drei belegte Friedhelm Quiter mit einem Überschuß von 28.215,78 Euro. Nur sieben der 42 Teilnehmer schlossen ihr Depot mit einem Verlust ab.

Das bundesweit höchste Ergebnis erzielte ein Mitspieler aus Dillenburg mit einem Depotstand von 498.137,83 Euro. Während der turbulenten Spielzeit mußten gerade Anleger, die Werte vom sogenannten Neuen Markt ins Depot genommen hatten, kontinuierlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. So erlebte beispielsweise die Aktie der Firma Pixelpark Kursschwankungen von weit über 400 Prozent.

Obwohl Jürgen Pannenbecker und Bernd Schmiedek beide zum ersten Mal am Börsentraining der Sparkasse teilgenommen hatten, sind sie doch keine Neulinge. Pannenbecker verfolgt dabei seit fünf Jahren die gleiche Strategie: "Kaufen und halten." Während Schmiedek öfter kleinere Mengen von Werten kauft, die eine gute Kursentwicklung versprechen. Beide informieren sich regelmäßig aus der Zeitung, per Videtext oder via Internet über die einzelnen Werte und Charts. Prognosen einschlägiger Fachzeitschriften allerdings traut Jürgen Pannenbecker nicht mehr. "Das habe ich nun über Jahre verfolgt, die so oft vielgepriesenen Tips waren meistens nicht die Druckerschwärze wert."

Unterschiedliche Anlagestrategien, (fast) gleicher Erfolg

Invest-Master 2001:Moerser beim Börsentraining vorne

MOERS. Bei Kurs-

schwankungen einzelner Aktienwerte von über 400 Prozent erlebten Anleger in den vergangenen Monaten zum Teil erhebliche Berg- und Talfahrten ihrer Depots. Mit Interesse und der notwendigen Gelassenheit konnten dabei vor allem die Teilnehmer des diesjährigen Sparkassen-Börsenspiels "Invest-Master" die Entwicklungen an den Aktienmärkten verfolgen.

Zehn Wochen lang verfügten 41 Mitspieler aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von jeweils 100.000 Euro. Am Stichtag belegte zuletzt Jürgen Pannenbecker mit einem Endstand von 131.564, 54 Euro den ersten Platz und erhielt dafür ein Preisgeld von 1000 (echten) DM.

Bei der Preisübergabe in der Geschäftsstelle Stadtmitte an der Homberger Straße zeigte sich Pannenbecker überrascht: "Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, weil ich aus Zeitmangel nur einmal gekauft hatte." Er hatte zehn Tage nach Beginn des Spieles für den gesamten Betrag Aktien des Softwareherstellers SAP gekauft. Die sehr gute Kursentwicklung erbrachte zuletzt einen (fiktiven (Gewinn) von umgerechnet 60.000 Mark innerhalb von zehn Wochen. Pannenbecker: "Ich habe noch keinen Internetanschluß, sonst hätte ich sicher mehr gehandelt."

Breite Streuung, geringes Risiko

Ziel des insgesamt siebten Spieles (früher hieß es Telefonbörse) war es, das Kapital mit überlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die erstmals zweimal am Tag durchgeführte Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach entschieden die aktuellen Kurswerte über Gewinn oder Verlust.

Ausschließlich über das Internet erteilte Bernd Schmiedek aus Kapellen seine Orders. "Ich habe während des Spieles rund ein Dutzend verschiedener Werte gekauft und verkauft. Auch er hatte mit SAP auf die richtige Karte gesetzt und mit einem Depotstand von zuletzt 130.639,70 Euro ebenfalls einen beachtlichen Gewinn verbucht. Für seinen zweiten Platz erhielt er 750 (echte) Mark. Rang drei belegte Friedhelm Quiter mit einem Überschuß von 28.215,78 Euro. Nur sieben der 42 Teilnehmer schlossen ihr Depot mit einem Verlust ab.

Das bundesweit höchste Ergebnis erzielte ein Mitspieler aus Dillenburg mit einem Depotstand von 498.137,83 Euro. Während der turbulenten Spielzeit mußten gerade Anleger, die Werte vom sogenannten Neuen Markt ins Depot genommen hatten, kontinuierlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. So erlebte beispielsweise die Aktie der Firma Pixelpark Kursschwankungen von weit über 400 Prozent.

Obwohl Jürgen Pannenbecker und Bernd Schmiedek beide zum ersten Mal am Börsentraining der Sparkasse teilgenommen hatten, sind sie doch keine Neulinge. Pannenbecker verfolgt dabei seit fünf Jahren die gleiche Strategie: "Kaufen und halten." Während Schmiedek öfter kleinere Mengen von Werten kauft, die eine gute Kursentwicklung versprechen. Beide informieren sich regelmäßig aus der Zeitung, per Videtext oder via Internet über die einzelnen Werte und Charts. Prognosen einschlägiger Fachzeitschriften allerdings traut Jürgen Pannenbecker nicht mehr. "Das habe ich nun über Jahre verfolgt, die so oft vielgepriesenen Tips waren meistens nicht die Druckerschwärze wert."

Erfolg auf dem Platz und Spaß an “Loch 19“

Zwei Sparkassen luden zum Golfturnier ein

MOERS/N.-VLUYN. Bierernst ging es wahrhaftig nicht zu, obschon auf dem schönen Golfplatz Op de Niep Sport und Konzentration groß geschrieben wurden und beim kühlen Pils an "Loch 19" (Klubhaus) ausgezeichnete Ergebnisse und damit auch viele Handicap-Verbesserungen diskutiert werden konnten. Die beiden Sparkassen Moers und Neukirchen-Vluyn hatten über 100 Kunden und Klubmitglieder zum Turnier eingeladen. Angekündigte Gewitter blieben aus, schönes Spiel bei herrlichem Sommerwetter und freundliche Bewirtung bildeten vielmehr die besten Rahmenbedingungen.

Die ersten Flights, nach Spielstärke zusammengestellt, starteten um 9 Uhr sowohl an Tee 1 als auch an Tee 10. Auf halber Strecke warteten kühle Getränke und belegte Brötchen. Gegen 18 Uhr konnten die Direktoren Hartmut Schulz (Sparkasse Moers), Winfried Schoengraf (Neukirchen-Vluyn) und der Präsident des Golfclubs Op de Niep, Georg-Wilhelm Kolkmann-Reinhard, die Siegerehrung vornehmen. Daß sein Vorstandskollege Karl-Heinz Tenter mit 40 Stableford-Punkten zu denjenigen gehörte, die ihr Handicap verbessern konnten, erwähnte Hartmut Schulz mit ähnlichem Stolz wie der Präsident, als dieser auf 43 (!) Stableford-Punkte seiner Ehefrau Ilse einging.

Besonderer Dank galt den Marketing-Abteilungen der beiden Kreditinstitute, aber auch den fleißigen Helfern des Golfclubs Op de Niep, der sich erneut von seiner besten Seite präsentierte. Im nächsten Jahr, so versprachen Hartmut Schulz und Winfried Schoengraf, soll es wieder ein Turnier der beiden Sparkassen geben - über 18 Löcher, wie es sich gehört, und natürlich wieder mit gemütlichem Beisammensein an "Loch 19". Die Ergebnisse:

Brutto Damen: 1. Nicole Meyer, 2. Sigrid Halsband, 3. Ilse Kolkmann-Reinhard. Brutto Herren: 1. Ernst Birkenstock, 2. Oliver Hendrix, 3. Jörg Oppenberg. Netto Damen und Herren, Handicap bis 18,3 : 1. Dr. Michael Amoah, 2. Ferdinand Sauter, 3. Ulf Stienen. Netto bis Handicap 22,9 : 1. Ute Triesch, 2. Ellen Kuss, 3. Rüttger Haps. Netto bis Handicap 30: 1. Ilse Kolkmann-Reinhard, 2. Sigrid Halsband, 3. Horst Kersten. Netto bis Handicap 54: 1. Anja van Gelderen, 2. Verena Rumpf, 3. Jan-Robin Pleines.

Bei der Jugend hatte Robin Hartschen die Nase vorn. Sonderpreise ("Nearest to the Pin") gingen an Ellen Kuss, Ferdinand Sauter und Robin Hartschen sowie an Ute Triesch, Jan van Gelderen und Kersten Thomas ("Longest Drive").

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