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StartUp: Erfolgreiche Schritte in die Selbständigkeit

Existenzgründungs-Wettbewerb "Start-Up"

MOERS. Der Gründungs-Wettbewerb "Start-Up", eine bundesweite Initiative der Sparkassen, des "Stern" und der Unternehmensberatung McKinsey, erlebte eine weitere Runde. Ideenreiche Jungunternehmer hatten wieder die Möglichkeit, ihren Geschäftsplan durch eine unabhängige Expertenjury prüfen zu lassen. Der erste Schritt für Jungunternehmer in die erfolgreiche Selbständigkeit.

Überdies haben Teilnehmer die Chance, einen der Geldpreise des bundesweiten Wettbewerbs zu gewinnen, insgesamt über 2,5 Millionen Mark. Die Sparkasse Moers unterstützt den Wettbewerb und bietet Informationen an. Anmeldeschluß war der 31. Dezember 2000.

Erfolg liegt in ausgereiftem Unternehmenskonzept

Eine gute Geschäftsidee zu haben ist eine Sache - sie erfolgreich in die Praxis umzusetzen eine andere. "Zu uns kommen viele Menschen mit einer tollen Idee. Sie allein reicht aber noch nicht, um langfristig auf dem Markt zu bestehen. Basis für den Erfolg ist ein ausgereiftes Unternehmenskonzept", sagt Hartmut Schulz, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Moers.

Genau hier setzt "Start-Up" an. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die Geschäftspläne, die sich nach einer ausführlichen Anleitung im Teilnehmer-Handbuch erstellen lassen. Doch die Initiative leistet nicht nur praktische Hilfestellung bei dem ersten Schritt in die Selbständigkeit. "Start-Up will vor allem Mut machen, unternehmerische Visionen umzusetzen", so der Sparkassen-Chef.

Der Existenzgründungswettbewerb, der bereits zum vierten Mal ausgeschrieben war, mobilisierte bisher fast 5000 Jungunternehmer. Auch diesmal werden die erfolgversprechendsten Pläne auf Landes- und Bundesebene ausgezeichnet und mit Geldpreisen von bis zu 100 000 Mark prämiert. Außerdem berät die Agentur McKinsey die fünf Bundesbesten im ersten Unternehmensjahr kostenlos.

Erste Messe und Sonderkreditprogramm

Doch nicht nur die Sieger profitieren von dem Wettbewerb:Jeder Teilnehmer erhält von einem der rund 600 branchenerfahrenen Juroren ein individuelles Feedback, das die Stärken und Schwächen der Planung aufzeigt.

Sparkasse: zwei starke Plätze im Netz der Netze

Internet-Präsenz verstärkt / Online-Zeitung

KREIS WESEL. Die Sparkasse Moers hat die Pflege und die Weiterentwicklung ihres Informations- und Serviceangebots im Internet stärker in den Vordergrund gerückt. Die Darstellung ihrer Leistungen im Bankgeschäft wurde unter sparkasse-moers.de ausgeweitet.

Flankierend hat das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut den "S-Kurier" installiert, die erste Online-Zeitung unter 600 Sparkassen in Deutschland. Unter www.s-kurier.de soll insbesondere über das breite Engagement für das Gemeinwohl und über die Aktivitäten in den Bereichen regionale Wirtschaft, Soziales, Sport und Kultur aktuell informiert werden.

"Zwei starke Plätze in Netz der Netze", so lautet der neue Slogan. Die "Plätze" sind natürlich miteinander "verlinkt". Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz sprach in einer Pressekonferenz von einer ausgebauten "virtuellen Geschäftsstelle". Diese solle allerdings die vielen Geschäftsstellen vor Ort in Moers, Xanten, Sonsbeck und Alpen nicht ersetzen, wo weiterhin persönliche Betreuung gewährleistet sei, sondern deren Arbeit ergänzen.

Online-Banking

Der Internet-Nutzer findet unter sparkasse-moers.de ein attraktives Layout und ein facettenreiches, aber übersichtlich geordnetes Angebot. Es reicht von Online-Banking bis zu Informationen über An- und Verkauf von Wertpapieren. "Direkt-Brokerage" per Internet werde in Kürze möglich sein. Marketing-Chef Manfred Falz spricht vom "Internet-Auftritt als andauerndem Prozeß".

Die Zahl der internetfähigen Bildschirm-Arbeitsplätze soll kontinuierlich ausgebaut werden. Heute haben bereits 300 Mitarbeiter der Sparkasse Moers, etwa die Hälfte der Belegschaft, den Zugriff auf alle für ihre Kunden und sie wichtigen Seiten im Netz.

Über das Bankgeschäft hinaus

Ein Novum im bundesweiten Netzangebot der Sparkassen ist der "S-Kurier", der im Pressereferat täglich aktualisiert werden kann. Er verweist u.a. auf das große Spektrum der gemeinnützigen Arbeit, die über das reine Bankgeschäft hinausgeht, und liefert auch in Absprache mit den Tageszeitungen allgemeine lokale Nachrichten.

Die örtlichen Tageszeitungen waren in der Pressekonferenz vertreten und berichteten ausführlich. Der Moerser Lokalchef der Rheinischen Post, Ulli Tückmantel, zitiert in seiner Berichterstattung den Vorstandsvorsitzenden Hartmut Schulz: "Das ist eine neue Positionierung der Sparkasse Moers - im Internet." Diese Einschätzung sei "keineswegs übertrieben". Der Lokalchef würdigt u.a. die "gute Archivfunktion" des S-Kuriers und den "tollen Service" im S-Investor.

Schwungvolle Golfer vertrieben den Regen

100 Teilnehmer beim Turnier der Sparkasse Moers

MOERS/ISSUM. Knapp über 100 Teilnehmer am Turnier im Altbierdorf Issum, das in Zusammenarbeit mit dem dortigen Golfclub ausgerichtet wurde, gingen so schwungvoll zu Werke, daß sich sogar der anfängliche Regen vertreiben ließ. Kunden und Mitglieder des Clubs trafen auf eine vorzügliche Organisation

Sie revanchierten sich mit guten Ergebnissen und bester Stimmung, die auch noch lange nach der Siegerehrung im Clubhaus andauerte.

Der erste Dreier-Flight machte sich um 9 Uhr daran, die 18 Löcher der schönen Anlage zu bespielen, der letzte um 13.30 Uhr. Gegen 18.30 Uhr waren alle "durch". Zwischendurch und auch am Abend war für das leibliche Wohl gesorgt. Ein kleinerer Kreis nahm an einem "Schnupper-Kurs" teil. Präsident Günter Ache dankte später insbesondere den Mitarbeitern der Marketing-Abteilung in der Sparkasse für ihren Einsatz, während Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz versprach, sein Haus werde auch im nächsten Jahr zu einem Golfturnier in Issum einladen. Die Ergebnisse:

Brutto Damen: 1. Marion Haubrich, 2. Elke von Roon, 3. Christa Hönnscheidt. Brutto Herren: 1. Rene Lechtenböhmer, 2. Martin Schaffrath, 3. Richard Schmitz.

Netto, Klasse A (Handicap 0-18): 1. Martin Schaffrath, 2. Rene Lechtenböhmer, 3. Elke von Roon. Klasse B (19-23): 1. Hans- Reinhard Versteeg, 2. Gertrud Helbig, 3. Dr. Michael Amoah. Klasse C (24-31): 1. Heinz Dahmen, 2. Marc Zumwinkel, 3. Jutta Dammertz. Klasse D (32-54): 1. Marianne Lambrecht, 2. Hans-Jürgen Ahls, 3. Dieter Humpert.

Brutto-Sieger Jugend: 1. Stephan Neuhoff, 2. Björn Deja, 3. Max Baaken. Netto-Sieger Jugend: 1. Christoph Graßhoff, 2. Stephan Neuhoff, 3. Max Baaken.

Für alle Sieger gab es schöne Sachpreise. Sonderpreise gingen an Elke von Roon, Dr. Karl Dammertz, Günther Dickeboom und Richard von Chlingensperg ("Nearest to the Pin") sowie Simone Meyer, Matthias Hofmann und Alexander Rubach ("Longest Drive").

Übrigens hörte man Sparkassendirektor Hartmut Schulz am Abend noch länger über den im Golferkreisen wohlbekannten Begriff "Demut" philosophieren. Er selbst hatte beim Turnier nicht besonders gut abgeschnitten - werde aber noch kräftig üben...

Tim von TKKG spricht und verrät den Weg ins Ohr

Lesezottel / 9. Moerser Kinder- und Jugendbuchwochen

MOERS. Mit seinen neun Jahren hat er die Moerser Kinder- und Jugendbuchszene bereits acht Mal mächtig in Bewegung gebracht: Vom 22. Oktober bis zum 4. November lädt der blaue Lesezottel wieder zu rund 50 Veranstaltungen rund ums Lesen ein. Im neunten Jahr setzen die Veranstalter sowohl auf Bewährtes als auch auf ganz Neues.

So kümmert sich "lingua", das Zentrum zur Förderung von Lese- und Schreibschwächen, erstmals um ein Programm für "leseungewohnte oder leseunfähige Kinder", so die Sprachheilpädagogin Angelika Schindler von "lingua"..

Der "Lesezottel" ist zwar nur einer von insgesamt 14 Bausteinen im städtischen Konzept zur Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen. Doch: "Wir messen dieser beliebten Veranstaltungsreihe große Bedeutung zu. Die Erfolge lassen sich an den Ausleihzahlen direkt ablesen", sagt Gabriele Esser, die Leiterin der Zentralbibliothek. Der Zuwachs betrage jeweils zwischen zehn und zwölf Prozent.

Angebote für Eltern, Lehrer, Erzieher und Kinder

Am neugewonnenen Partner "lingua" hebt die Veranstaltergemeinschaft aus Zentralbibliothek, Sparkasse Moers sowie den Buchhändlern Böckler und Spaethe die "Kompetenz in Lern- und Lesepädagogik" hervor. Das Programmangebot von "lingua" richtet sich dabei sowohl an Eltern, Erzieher und Lehrer als auch an Kinder. Unter anderem wird es dabei am Dienstag, 31. Oktober, vier Stunden lang bis tief in die Nacht Gelegenheit geben, sich beim Zuhören, Lesen und Spielen zu gruseln.

Als kleine Sensation kündigte Wilfried Albrecht von der Buchhandlung Böckler die überraschende Teilnahme von Erfolgsautor Wolfgang Hohlbein an. Hohlbein kommt am 30. Oktober gemeinsam mit dem ehemaligen Chefredakteur der Zeitschrift "Chip", Dieter Winkler, nach Moers. Winkler hat in diesem Jahr den mit 15.000 Mark dotierten Hohlbein-Literaturpreis gewonnen. Er wird etwa über spannende Kinder-Krimis im Internet sprechen.

Neben zahlreichen Autorenlesungen und Schulveranstaltungen, zu denen es bereits über 2300 Anmeldungen gibt, betreut der Duisburger Germanistik-Student Dirk Wessels ein Hörspiel-Projekt. Eine Klasse des Gymnasiums in den Filder Benden produziert ein eigenes Krimi-Hörspiel und erhält dabei professionelle Unterstützung von Sascha Draeger. Seine Stimme ist bereits 32 Mal durch eine goldene Schallplatte für die Hörspielreihe "TKKG" veredelt worden, in der er den Tim spricht. Erster Höhepunkt und Auftakt der diesjährigen Kinder- und Jugendbuchwochen war die große Eröffnungsparty am Sonntag, 22. Oktober, in der Zentralbibliothek mit Kindertheater, Action und vielem mehr

Verwaltungsrat besuchte zwei starke Plätze im Internet

Direktor Hartmut Schulz zur Geschäftsentwicklung

MOERS. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Moers - Sparkasse des Kreises Wesel und der Stadt Moers - hörte bei seiner Sitzung im September 2000 den Bericht des Vorsitzenden des Vorstandes, Hartmut Schulz, und besuchte im Internet zwei starke Plätze.

Sparkassendirektor Schulz berichtet dem Rat über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Marketing-Chef Manfred Falz und Pressereferent Jörg Zimmer informierten den Verwaltungsrat über die verstärkte Internet-Präsenz des Hauses: die virtuelle Geschäftsstelle sowie die erste Online-Zeitung einer deutschen Sparkasse, den S-Kurier.

Laut Sparkassengesetz für das Land Nordrhein-Westfalen bestimmt der Verwaltungsrat die Richtlinien der Geschäftspolitik. Er überwacht die Geschäftsführung. Das Gremium beschließt u.a. auch über die Einrichtung von Stiftungen und die Errichtung von sparkasseneigenen Gebäuden.

Dem Verwaltungsrat gehören das vorsitzende Mitglied (Manfred Gramse) und 14 weitere Mitglieder aus den politischen Parteien sowie der Personalvertretung an. An den Sitzungen nehmen auch die Hauptverwaltungsbeamten des Kreises Wesel, Landrätin Birgit Amend-Glantschnig, der Stadt Moers, Bürgermeister Rafael Hofmann, sowie der Vorstand der Sparkasse (die Direktoren Hartmut Schulz, Karl-Heinz Tenter, Ulrich Ruthenkolk und Herbert Ackermann) teil. Der Sparkassenzweckverband des Kreises Wesel und der Stadt Moers ist Gewährträger des Kreditinstituts. - Die Sparkasse Moers ist immer für Ihre Kunden da: Per Telefon, per PC - vor allem aber persönlich.

Bezahlen im Internet, so sicher wie in Fort Knox

Eurotec: Grundstein für neues Dienstleistungscenter

MOERS. So sicher wie in Fort Knox die amerikanischen Goldreserven liegen, will die Firma Allcash demnächst Daten rund um den e-Commerce in Moers verarbeiten. Der Grundstein für das bundesweit erste "Trust & Service Center" liegt. Mitte 2001 soll das Gebäude fertig sein.

Staatssekretär Jörg Bickenbach (NRW-Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr) betonte die Bedeutung des Projektes für den Standort NRW und die Region Niederrhein. “Gerade hier, wo in den klassischen Arbeitsbereichen wie Bergbau und Stahlindustrie Arbeitsplätze verloren gegangen sind, brauchen wir Unternehmen wie Allcash, die Pionierarbeit im Bereich des e-Commerce leisten und dadurch Menschen in Brot und Arbeit bringen.” Dort, wo früher die Waschkaue der ehemaligen Zeche Rheinpreussen stand, sollen ab Mitte 2001 zunächst rund 100 qualifizierte Mitarbeiter für sicheres und weltweites Bezahlen im Internet sorgen.

Logistik und Bezahlmöglichkeit

"Im schnell wachsenden Markt des e-Commerce sind es zwei Dinge, auf die man bei aller Angebotsvielfalt nicht verzichten kann", so Allcash-Geschäftsführer Gustav A. Habenstein: "zuverlässige Logistik und sicheres Bezahlen". Genau das will Allcash von Moers aus als Dienstleistung in der ganzen Welt anbieten. Habenstein: "Wir werden unsere Belegschaft von derzeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittelfristig verdoppeln müssen".

Ein großer Teil der 2800 Quadratmeter Nutzfläche in dem neuen Verwaltungsgebäude, das die MGG, eine Tochter der RAG-Immoblien, für Allcash errichtet, ist als Hochsicherheitsbereich konzipiert. Projekt-Manager Ralf Wetter: "Die Großrechner, mit denen wir die Kundendaten empfangen, verwalten und weiterleiten, sind durch Panzerglas, Video-Überwachungsanlagen und eine Reihe weiterer modernster Sicherheitsvorkehrungen vor fremdem Zugriff geschützt."

Gesamtinvestition: 13 Millionen Mark

Insgesamt investiert die RAG-Tochter in das neue Gebäude rund acht Millionen Mark. Professor Noll: "Wir haben mit Allcash einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen." Wilfried Beimann, Vorstandsmitglied der RAG-Immobilien: "Mit der Förderung solcher Technologie- und Gewerbeansiedlungen leisten wir gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Struktur-wandel an Rhein und Ruhr.“ Heute arbeiten bereits sieben ehemalige Bergleute bei Allcash, schon bald können es deutlich mehr sein.

Die Allcash-Investitionen in die Infrastruktur des "Trust & Service Centers" betragen weitere fünf Millionen Mark. Seit 1995 arbeitet die Firma, die 1996 ihren Sitz auf das Eurotec-Gelände verlegte, als Provider und ZKA-Netzbetreiber für reibungslose elektronische Zahlungssysteme. Mehrere Tausend Bezahlterminals stehen heute in deutschen Einzelhandels-geschäften sowie in Hotels und Gastronomie. In der sogenannten physikalischen Welt und an ihrem Firmensitz Moers stützt sich Allcash dabei auf die Sparkasse Moers.

Habenstein: "Das Marktsegment 'sicheres Bezahlen im Internet', in das wir gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern in Florida bereits zu Beginn des Jahres eingestiegen sind, wird mit steigenden Käuferzahlen in der virtuellen Einkaufswelt immer größer." Seit Mai diesen Jahres ist Allcash der erste vom TÜV Secure iT zertifizierte Payment Service Provider. Das Unternehmen plant den weiteren internationalen Ausbau durch strategische Allianzen und Kooperationspartner.

Eurotec-Geschäftsführer Harald König erhofft sich von der vielversprechenden Expansion eine Signalwirkung für weitere Ansiedlungen auf dem ehemaligen Zechengelände. Mit 46 Mietern aus ganz unterschiedlichen Branchen ist die Gewerbefläche heute zu 98 Prozent ausgelastet, verfügt jedoch noch über 5,2 Hektar freie Fläche.

Weitere Informationen zu dem genannten ePayment System unter: www.allcash.de

Quibbles erreichten vierten Platz im “Quartett”

Marienbaumer tanzten um die Europameisterschaft

MARIENBAUM. Sie heißen "Quibbles". "Im Englischen heißt das soviel wie die Quirligen", sagt der Co-Trainer der Marienbaumer Rock'n'Roll-Formation, Andreas Ahls. Im Blick auf Samstag, 7. Oktober, waren die vier Tanzpaare allerdings noch unruhiger als sonst.

Zum ersten Mal traten die "Quibbles" im Rahmen einer Europameisterschaft gegen internationale Formationen an. Anläßlich ihres 20jährigen Bestehens erhielten sie vom Weltverband des Rock'n'Roll die Erlaubnis, in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle um den Titel eines Europameisters in der Quartett-Formation zu tanzen. Sie belegten den vierten Platz. Erster im “Quartett” wurde der Münchener RRC im TSV Haar.

Was 1980 mit acht Marienbaumer Jugendlichen und ihrer Hobby-Formation begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer eigenen Abteilung des SV Vynen-Marienbaum entwickelt. "Unsere Tanzsportabteilung zählt heute rund 70 Mitglieder im Alter von sieben bis 38 Jahren", sagt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Kösters. Getanzt wird Hip-Hop, Boogie-Woogie und Rock'n'Roll. Kösters war gemeinsam mit zahlreichen Schlachtenbummlern am Samstag dabei, als die "Quibbles" die Beine für Meisterschaftspunkte fliegen ließen.

Nur wenige Wochen vor dem großen Termin wurde das Training nocheinmal richtig spannend. Die Sparkasse Moers hatte der Formation anläßlich ihres Jubiläums und der Teilnahme an der Europameisterschaft neue Trikots im Wert von 2300 Mark spendiert. "Die Trikots sind superschön, aber viel glatter als unsere alten", so Silke Nyhuis. Da hieß es aufpassen bei so gefährlichen Figuren wie dem Todessturz, bei dem die Tänzerin von ihrem Partner hoch in die Luft geworfen wird und kopfüber hinter seinem Rücken zu Boden saust.

Nach dem fünften Platz beim Großen Preis von Deutschland und dem sechsten bei der Deutschen Meisterschaft erhofften sich die "Quibbles" einen der vorderen Plätze bei der Europameisterschaft.

Virtuose Skulpturen und Objekte mit persönlicher Aussage liegen vorne

Kunstpreis / Hochkarätige Jury sichtete 93 Einsendungen

MOERS. Überrascht zeigte sich die hochkarätige Jury, die über die Jahresausstellung 2000 der Region Niederrhein sowie über die Vergabe des Moerser Kunstpreises entscheiden mußte. Bei ihrem ersten Treffen im Gebäude der Volkshochschule sichteten die fünf anerkannten Kunstsachverständigen insgesamt 93 Bewerbungen zum Thema "Bildhauerei und Objektkunst".

Dr. Christoph Brockhaus, Direktor des Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museums: "Die Fotos der eingesandten Arbeiten spiegeln eine große Bandbreite im Bereich von Skulptur und Objektkunst wieder."Gleichzeitig stellte die in Abstimmung mit dem NRW-Kulturministerium berufene Jury "einen deutlichen Qualitätsunterschied" im Blick auf die Bewerber und ihre Werke fest.

Überraschend viele Berwerbungen

Auffallend sei, so Brockhaus, "daß sich kaum arrivierte Künstler um einen solchen Preis bewerben". Frank van de Schoor, Kurator für moderne Kunst des Museums Het Valkhof in Nijmegen: "Die Zurückhaltung der Großen dieses Genres läßt Raum für Aktualität und gibt dem nicht so bekannten Nachwuchs eine Chance." Gemeinsam mit den drei anderen Jurymitgliedern Fritz-Theo Mennicken, Stiftung Kunst und Kultur, Düsseldorf, Dr. Hannelore Kersting, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach, und Dr. Uwe Rüth vom Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl betonten Brockhaus und van de Schoor, daß zudem die hohe Zahl der Bewerbungen eine Überraschung sei.

Wonach suchen nun fünf bekannte Kenner und kritische Sachverständige, wenn sie sich den auf langen Tischen angeordneten Fotos nähern, die Werke von zum Teil unbekannten Künstlern zeigen. Dr. Brockhaus: "Ich suche nach der persönlichen Aussage, nach Authentizität." Frank van de Schoor: "Es ist nicht die Suche nach einem bestimmten Aspekt." Dafür sei der künstlerische Bereich von Skulptur und Objekt viel zu weit gefächert. Stil und Inhalt, so van de Schoor, lägen zum Teil weit auseinander.

So lobten die Jurymitglieder beispielsweise den vituosen Umgang zahlreicher Künstler vom Niederrhein mit unterschiedlichen Materialien. Dr. Uwe Rüth: "Hier sind zum Teil ganz unterschiedliche Medien miteinander gemischt worden." Einigkeit herrschte darüber, daß "über das solide Handwerk hinaus erst künstlerische Kreativität und Individualität einem Werk Klasse verleihen".

Bei ihrem ersten Treffen wählte die Jury insgesamt 26 Einsendungen aus. Die Jahresausstellung 2000 mit den von der Jury ausgewählten Objekten wurde am 12. November 2000 eröffnet. Am gleichen Tag erhielt der Preisträger des Moerser Kunstpreises 2000.,Oscar Prinsen, seine Urkunde. Er erhielt von der Kulturstiftung Sparkasse Moers 10.000 Mark.

Xantenerin war meisterlich in ihrer ersten “Hosenrolle“

"Orpheus und Eurydike" im Kulturzentrum Rheinkamp

MOERS. Großer Beifall für die Mitwirkenden in der konzertanten Aufführung der Gluck-Oper "Orpheus und Eurydike" im gut besuchten Kulturzentrum Rheinkamp. Besonders gefiel die Xantenerin Dorothe Ingenfeld, die in ihrer ersten Hosenrolle die Solo-Rolle des Orpheus übernommen hatte und erfrischende Akzente setzte.

Die Leitung des großen Projektes, einem Sonderkonzert der Kulturstiftung Sparkasse Moers, lag in Händen von Christiane Schumann, versierter Dirigent war der Moerser Bernd Hänschke.

Über 40 Opern

Mehr als 40 Opern hat Christoph Willibald von Gluck (1714 - 1787) geschaffen. Vor allem die italienische Urfassung der 1762 in Wien herausgebrachten Oper "Orfeo et Euridice" und deren 1774 für Paris abgeänderte Fassung des bekannten antiken Sagenstoffes hat sich über die Jahrhunderte erfolgreich im Repertoire gehalten. Auf beide Partituren greift die - für die Aufführung in Moers verwendete - Vorlage zurück, die von Alfred Dörffel bearbeitet wurde.

Auch die sichere Intonation von Kerstin Maria Wüller (Eurydike) wurde vom Publikum honoriert; als Amor präsentierte sich in der dritten Solo-Rolle die Sopranistin Konstanze Ruttloff.

Die feine Begleitung besorgte die Orpheus-Sinfonietta, während die Kantorei der Friedenskirche Oestrum sehr angemessen die Chorpartien darbot. Karl-Heinz Tenter, Vorstandsmitglied der Sparkasse, formulierte vor dem Publikum die Intention der Kulturstiftung seines Hause: Bereicherung der Moerser Kulturszene. Der Beifall der Zuhörer war später die beste Bestätigung dafür, daß das gesteckte Ziel erreicht wurde.

Sieben junge Talente führen musikalisch durch Europa

Kulturstiftung bietet ein Podium im Martinstift

MOERS. In der Reihe der städtischen Kammerkonzerte stellte die Kulturstiftung der Sparkasse Moers am Freitag, 27. Oktober 2000, sieben junge Talente vor, die mit romantischer Musik des 19. Jahrhunderts musikalisch durch Europa führten. Die Zuhörer im Martinstift erlebten eine Klangwelt voller stilistischer Abwechslung.

Da standen italienische Arien neben spanischen Tänzen, im romantischer Grundstimmung erklang Schuberts einziges Duo für Cello und Klavier, da brillierten Klaviermusik des Polen Chopin vor volkstümlichen Brahms-Liedern.

Werdegang ebnen

Die jungen Künstler des Konzertabends stammten entweder direkt aus der Region Niederrhein oder hatten zuvor an der Sommerakademie der Kulturstiftung in Moers teilgenommen. Ihnen ein Podium zu bieten, ist das Anliegen der Kulturstiftung, die somit einerseits den künstlerischen Werdegang der vorgestellten Talente ebnen hilft und andererseits den Gedanken der Nachwuchsförderung sinnvoll in die Praxis umsetzt.

Mit Claudia Hetzner (25, Sopran) und Robert Toth (23, Bariton) waren vielversprechende Gesangsstudenten zu hören, die 1999 an dem Meisterkurs von Prof. Walter Berry in Moers erfolgreich teilgenommen hatten und schon erste Bühnenerfahrungen sammelten. Der gebürtige Ungar Attila Kuti (21, Klavier), wie die Solisten ebenfalls in Ausbildung an der Musikhochschule Detmold, begleitete die jungen Sänger in bekannten Opern-Arien u.a. aus dem "Wildschütz" (Lortzing) sowie in romantischen Liedern.

Eine temperamentvolle Note erhielt der Abend mit Musik des 19. Jahrhunderts durch spanische Klänge von Pablo de Sarasate und Manuel de Falla, die Jennifer Lorenz (17, Violine) als Jüngste in diesem Kreise und Pavel Haitov (27, Klavier) darboten. Die Moerser Geigerin nahm nach erstem Unterricht in der Grafenstadt ihr Studium an der Folkwangschule Essen auf

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