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“Größe suchen ist gut, Nähe bieten ist besser“

Sparkasse Moers zufrieden mit Geschäftsergebnis 1999

MOERS. Mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 1999 konnte die Sparkasse Moers trotz eines schärferen Wettbewerbs und niedrigen Zinsniveaus an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Der Vorstand verwies in einer Jahresbilanz- Pressekonferenz auf erneut kräftige Steigerungen im Kreditgeschäft und erfreuliche Zuwächse auf dem Wertpapiersektor.

In einer Zeit der Megafusionen diverser Großbanken und der damit verbundenden Sorge um den Abbau von Arbeitsplätzen ist an eine Minderung der Präsenz vor Ort nicht gedacht. Im Gegenteil: Kontinuierlich investiert die Sparkasse Moers in ihre 32 Geschäftsstellen. Jüngstes Beispiel ist die Geschäftsstelle Hülsdonk, die völlig umgebaut, erweitert und im neuen Kleid wiedereröffnet wurde. "Größe ist gut, Nähe bieten ist besser", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz in Anspielung auf die Bankenfusionen.

Neue Kredite: 387 Millionen DM

Die vergleichsweise geringe Steigerung der Bilanzsumme um 17 Millionen Mark auf 3,65 Milliarden DM hängt mit dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten (Interbankgeschäft) zusammen. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 2,47 Milliarden DM (Vorjahr: 2,28 Milliarden DM). Neue Kredite in Höhe von 387 Millionen DM (1998 waren es 381 Millionen) wurden vergeben.

Das Wachstum vollzog sich überwiegend im langfristigen Bereich. Die Kunden nutzten die im langjährigen Vergleich nach wie vor günstigen Konditionen und bevorzugten längere Kreditlaufzeiten, insbesondere für Baufinanzierungen.

Die Kundeneinlagen wuchsen insgesamt nur leicht um 1,4 Prozent auf 2,55 Milliarden DM. Zum einen lag das am niedrigen Zinsniveau, zum anderen ergaben sich im nicht bilanzwirksamen Wertpapier- und Investmentbereich interessante Anlagealternativen. Dementsprechend kam es zu erheblichen Umschichtungen in den Wertpapiersektor und insbesondere in Investmentfondsanteile der sparkasseneigenen Deka-Bank. Die Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, die hauptsächlich der Liquiditätssicherung dienen, konnten sich jedoch gut behaupten.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung hat sich im Geschäftsjahr 1999 im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Jahresüberschuß nach Steuern beträgt 8,6 Millionen Mark (Vorjahr 10,5 Millionen DM).

Die Zahl der Mitarbeiter bei der Sparkasse Moers, die zu den größten Arbeitgebern in der Region gehört, erhöhte sich um fünf auf 614. In der Ausbildung befanden sich im Berichtsjahr 53 junge Leute. Im laufenden Jahr 2000 werden 19 neue Auszubildende eingestellt.

Stattliche Fördermittel

Nicht nur im bankwirtschaftlichen Bereich engagierte sich das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut, sondern seinem Auftrag gemäß auch mit stattlichen Fördermitteln in den Bereichen Soziales, Sport, Kultur, Schule und Wissenschaft. Die zusätzlichen Leistungen für die Bürger insbesondere in Moers, Xanten, Sonsbeck und Alpen beziffern sich auf 549 000 DM beim Spendenaufkommen, auf 338 000 DM beim PS-Zweckertrag und auf 349 000 DM, die die Kulturstiftung zur Verfügung stellte. Dieses Engagement unterscheidet die in der Region verwurzelte Sparkasse von ihren Mitbewerbern, die gewinn- bzw. mitgliederorientiert handeln.

Kapital von 100.000 Euro erfolgreich in Wertpapieren und Fonds angelegt

87 Teilnehmer bei der Telefonbörse der Sparkasse Moers

MOERS. Der Run auf Wertpapiere als alternative Anlagefom hat sich im Zuge der Zeichnung von Infineon- und Telekom-Aktien deutlich erhöht. Das spiegelte sich auch im Interesse an der sechsten sogenannten Telefonbörse der Sparkasse Moers wieder. "Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir doppelt so viele Teilnehmer", so Christine Blanke von der Marketing-Abteilung der Sparkasse.

Zehn Wochen lang konnten die insgesamt 87 Mitspieler über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von 100.000 Euro verfügen. Ziel des Spieles war es, das Kapital mit wohlüberlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Die erfolgreichsten Hobby-Broker zeichnete die Sparkasse Moers mit echten Geld- und Sachpreisen aus.

Breite Streuung, geringes Risiko

Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die taggleiche Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach kam es darauf an, ob Bulle oder Bär, die Symbole für Gewinn oder Verlust an der Börse, das Tagesrennen machten. ( Ständig aktuelle Börsendaten: www.s-investor.de ) Wer nicht selber täglich die Ergebnisse des Börsenschlusses analysieren konnte oder wollte, überließ diese Arbeit den Frankfurter Analysten der Deka-Fonds. "Die Fonds sind aus ganz unterschiedlichen Wertpapieren zusammengemischt. Das Kapital ist breiter gestreut und das Verlustrisiko entsprechend kleiner", so Thomas Münker von der Sparkasse Moers.

Platz eins mit einem Gewinn von 12.531,90 Euro

Der erfolgreichste Teilnehmer, Gerhard Zeeüw, vermehrte sein Startkapital um stolze 12,53 Prozent auf 112.531,90 Euro. Platz zwei belegte dicht hinter ihm H. Dieter Schönborn mit 112.309,99 Euro, und Rang drei sicherte sich Ralph Waltering mit 111.328,99 Euro. Die drei Erstplazierten erhielten für ihre Ergebnisse "echte" 750, 500 und 250 Mark. Im bundesweiten Vergleich der Teilnehmer von über 500 Sparkassen belegte Zeeüw Platz 40. Der Bundessieger, betreut von der Kreissparkasse Schönebeck, erwirtschaftete einen satten Überschuß von 62.728,85 Euro.

Unter den 100 handelbaren Werten legte Alcatel während der Spielzeit mit 44 Prozent am meisten zu. Societé General stieg um 25 Prozent, Aixtron um 23 Prozent und Aventis um 22 Prozent. Zu den Verlierern zählten ConSors und Thyssen-Krupp mit jeweils -25 Prozent, die Preussag mit -18 Prozent und MobilCom mit -16 Prozent. Zu den beliebtesten Wertpapieren gehörte, wie schon im vergangenen Jahr, SAP. Mit einem Anteil von 63 Prozent nutzten die meisten Teilnehmer das Internet für ihre Orders, 25 Prozent der Aufträger wurden per Fax und 12 Prozent per Telefon erteilt.

Neubaugebiet Stockrahmsfeld bekommt eigenen Kindergarten

Erster Spatenstich in Kapellen / Für 2,4 Millionen Mark

MOERS. Im Zuge der Erschließung des 150.000 Quadratmeter großen Baugebietes Stockrahmsfeld hatte sich die "Projektbau Bauträger GmbH", vertraglich verpflichtet, einen dreizügigen Kindergarten zu finanzieren. Zum Spatenstich kam Bürgemeister Rafael Hofmann. Die Baukosten für den Kindergarten betragen 2,4 Millionen Mark.

Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 150 Millionen Mark. Die Geschäftsführer der "Projektbau", Klaus Behlke, Hans-Gerd und Oliver Hendrix, unterstreichen die Bedeutung des Baugebiets Stockrahmsfeld für die Infrastruktur der Stadt Moers. Es sei interessant insbesondere für junge Familien mit Kindern. Entsprechend wichtig sei der Kindergarten, geplant vom Essener Planungs- und Ingenieurbüro "atelier & stadt & haus”.

Später Umwandlung möglich

Auf einer Grundstücksfläche von 2000 Quadratmetern entsteht ein eingeschossiger Bau mit großzügiger Eingangshalle, drei Gruppenräumen, Neben- und Sanitärräumen, zwei Küchen, einem Säuglings- und einem Mehrzweckraum. Spielgeräte, auch Wasserspiel, werden auf der Außenfläche installiert. Die Konzeption des Kindergartens ist so angelegt, daß in späteren Jahren die Umwandlung in ein Jugend- und sogar in ein Seniorenzentrum möglich ist.

Die Wohnbebauung ist bereits weit gediehen. Etwa 250 Einfamilienhäuser sind zur Zeit im Rohbau bzw. bezugsfertig erstellt. An der Vermarktung beteiligt ist auch der Immobilien-Service der Sparkasse Moers. Zur verwirklichten Infrastruktur gehören 1,8 Kilometer Regenwasserkanalisation, 2,1 Kilometer Schmutzwasserkanalisation und 900 Meter Wall mit aufgesetzter Lärmschutzwand. Diese wird in einigen Monaten unter einer Grünbepflanzung verschwinden und sich damit sehr viel ansprechender darstellen als noch zur Zeit. Öffentliche Grünflächen und Spielplätze werden ebenfalls ab Herbst angelegt.

Ökologische Maßnahmen

Das Stockrahmsfeld ist von der Neukirchener Straße her über die neue Erschließungsstraße zu erreichen. Der Hauptinvestor "Projektbau" stellt die vielfältigen ökologische Begleitmaßnahmen heraus, zu denen auch die Art des Straßenbaus zählt: Regenwasser fließt ab in riesige Mulden, in denen das Wasser gefiltert wird, bevor es versickert. Die landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen werden ergänzt durch die Aufforstung von insgesamt 4.4 Hektar Ausgleichsfläche im Moerser Stadtgebiet.

Informationen zum Kauf oder der Finanzierung von Häusern und Eigentumswohnungen unter der Moerser Rufnummer 02841 / 206-523 (Sparkassen-Immobilienservice).

Kontoauszüge und Geld rund um die Uhr

Neuer SB-Service der Sparkasse Moers in Hamb

HAMB. In Hamb richtete die Sparkasse Moers eine Automaten-Geschäftsstelle ein. Sie ist in einem rund 43 Quadratmeter großen Ladenlokal an der Hülsstraße 48a untergebracht. Damit stehen den Hambern nun rund um die Uhr ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker zur Verfügung.

Auch die Geldkarte kann in der Automatenstelle nachgeladen werden. Die Kosten für den Ausbau des Ladenlokals und die technischen Einrichtungen liegen nach Auskunft des Leiters der Organisationsabteilung, Günther Rosendahl (im Bild ganz rechts), bei 155 000 Mark.

Bürgermeister vor Ort

Bürgermeister Leo Giesbers, Ortsvorsteherin Christel Hawix und Beiratsmitglied Werner Kröger aus Hamb überzeugten sich bereits von der Funktionalität der neuen Einrichtung. Ulrich Ruthenkolk, Vorstandsmitglied der Sparkasse Moers (2.von links), und der Sonsbecker Geschäftsstellenleiter Werner Borchers stellten heraus, daß ihr Haus flächendeckenden Service pflege und noch ausbaue.

Das Kreditinstitut erhöhte die Zahl seiner Geldautomaten mit der Einrichtung in Hamb auf insgesamt 32. Dieses Angebot für die Kunden erfreut sich wachsender Akzeptanz, wie die Statistik der beiden vergangenen Jahre ausweist. 1999 wurden die Geldautomaten der Sparkasse Moers in 1,35 Millionen Fällen (1998: 1,23 Millionen mal) genutzt. Rund 3700 Verfügungen pro Tag (1998: 3400) mit einer Durchschnittssumme von 290 Mark wurden im vergangenen Jahr gezählt. Insgesamt entnahmen die Nutzer 1999 den Geldautomaten 391 Millionen Mark (1998: 362 Millionen).

Der Weg zum Banker führt durch Grube und Theater

Erster Blick auf neuen Arbeitsplatz: Sparkassen-Azubis

MOERS. Ihr Vertrag beginnt im August. Vorab besuchten die 21 neuen Azubis der Sparkasse Moers mit ihren Eltern den zukünftigen Arbeitsplatz. Eine Gelegenheit, vor dem neuen Lebensabschnitt wichtige Fragen zu klären.

"Vor dem Wechsel von der Schule in den Beruf ergeben sich viele Fragen. Die jungen Leute sollen wissen, daß wir Ihnen bereits jetzt gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen", so Jutta Treichel, die Ausbildungsleiterin der Sparkasse. Vorstand und Personaldezernent Ulrich Ruthenkolk begrüßte die neuen Kolleginnen und Kollegen und betonte, "daß gut ausgebildete Mitarbeiter in einem dichten Netz von Zweigstellen unser wichtigstes Kapital sind".

Grubenfahrt und Besuch in Weimar

Ausbilderin Jutta Rütjes berichtete, was außer den fachlichen Inhalten auf dem Weg zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann auf dem Stundenplan der zweieinhalbjährigen Ausbildung steht: "Wir unternehmen eine Studienfahrt nach Weimar, fahren in die Grube der Zeche Friedrich-Heinrich ein und gehen gemeinsam ins Theater." Außerdem erfuhren die jungen Leute, in welcher Geschäftsstelle sie ab August eingesetzt sind, bevor sie den ersten von fünf sechswöchigen Unterrichtsblöcken an der Berufsschule absolvieren. Druckfrisch und als besondere Überraschung erhielten die neuen Azubis beim Elternabend im Casino der Sparkasse persönliche Visitenkarten und ihre Namensschilder.

Unternehmensnachfolger dachten sich erfolgreiches Konzept aus

Moerser Unternehmen gewinnt StartUp-Sonderpreis

MOERS. Gewinner des Sonderpreises für die "Nachfolge in einem Unternehmen" im Rahmen des Existenzgründungs-Wettbewerbs StartUp sind die Geschwister Barbara und Axel Reißmann. Ihr Konzept zur Übernahme der Kammgarnweberei Albin Reißmann überzeugte die StartUp-Jury. Dafür erhielten sie in Frankfurt 20.000 Mark

StartUp ist eine Initiative des stern, der Sparkassen und McKinsey & Company und motiviert und unterstützt seit 1997 durch einen jährlichen Wettbewerb Existenzgründer in allen Branchen. Der Vorstand der Sparkasse Moers würdigte den Erfolg des Moerser Unternehmens durch einen Empfang. Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Vorstandskollegen Karl-Heinz Tenter und Herbert Ackermann zu gratulieren. In einer kurzen Ansprache würdigte er das überzeugende Nachfolgekonzept: "Natürlich freut uns besonders, daß ein Moerser Familienunternehmen den Preis gewonnen hat, zu dem wir schon eine jahrzehntelange positive Geschäftsbeziehung pflegen."

Keine Nachfolger

Das Thema fehlender Firmennachfolger ist ein drängendes Problem in der Wirtschaft. Allein in den nächsten fünf Jahren steht in über 300.000 Betrieben bundesweit ein Eigentümerwechsel an. Für die rund vier Millionen betroffenen Arbeitnehmer dieser Firmen ist eine rechtzeitige Nachfolge besonders wichtig. StartUp vergab in diesem Jahr erstmalig den Sonderpreis für den besten eingereichten Nachfolgeplan. Denn auch für Betriebsübernehmer ist eine solide Planung der Schlüssel zum Erfolg.

Die ALBIN REIßMANN KAMMGARNWEBEREI feiert die geglückte Übergabe an die nun vierte Unternehmergeneration. Seit dem 1. Januar 1999 weht frischer Wind in dem traditionsreichen Familienunternehmen: Durch gezielte Kundenansprache und eine veränderte Marketingstrategie erschließen die jungen Nachfolger neue Märkte. Neben den bestehenden Kunden des Meterwareneinzelhandels sollen verstärkt Kunden aus dem Bereich Corporate Fashion, Kleinkonfektionäre, Theaterausstatter, Großhändler und Versender angesprochen werden.

Schon die Gründung der Firma war ein Beispiel für eine gelungene Firmennachfolge - in diesem Fall einer Fremdnachfolge. Gegründet wurde das Unternehmen in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts im thüringischen Greiz von A. Winterer. 1904 stieg Albin Reißmann in das Unternehmen ein und bewirkte die erste Namensänderung: A, Winterer & Co.

Laudatio von Angela Merkel

Nach dem Ausscheiden des Firmengründers erfolgte in den 20er Jahren schließlich die zweite Namensänderung, die Umbenennung in ALBIN REIßMANN KAMMGARNWEBEREI. Seine Söhne Fritz und Ernst haben das Unternehmen in zweiter Generation fortgeführt. Unter ihrer Ägide erfolgte der wesentliche Einschnitt in der Firmengeschichte: Die Flucht an den Niederrhein in die ehemalige Grafenstadt Moers. Seit dem Jahre 1953 hat die Firma infolgedessen keine eigenen Webmaschinen mehr und arbeitet mit Lohnwebereien zusammen. Dieter Reißmann ist 1964 als Kommanditist in das Unternehmen eingestiegen und hat es 1987 vollständig erworben.

Mit Blick auf eine spätere Übernahme haben die Nachfolger Barbara und Axel Reißmann ihre Ausbildung entsprechend ausgerichtet. Barbara Reißmann studierte im Anschluß an die Ausbildung zur Industriekauffrau Textiltechnik und arbeitete in internationalen Spinnereien und Färbereien. Der zweite Geschäftsführer, Axel Reißmann, stieg nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und später zum Handelsfachwirt schon 1990 in die Kammgarnweberei ein. Die hohe Identifikation der beiden Gesellschafter mit dem Unternehmen , sowie die langfristig geplante Nachfolge trugen wesentlich zur erfolgreichen Übernahme des Familienbetriebes bei.

Das junge Team verspricht für die Zukunft eine überzeugende Kombination von Tradition und Innovation. Ohne die klassischen Qualitäten zu verdrängen, soll der modische Bereich ausgeweitet werden. Gleichzeitig will man die bewährte persönliche Kundenbindung beibehalten und den individuellen Service weitergewährleisten. "Wir sehen uns mindestens ebensosehr als Dienstleister wie als Produzent", vertritt Barbara Reißmann die Firmenphilosophie.

Natürlich erhoffen sich Barbara und Axel Reißmann jetzt auch einen Impuls durch die zusätzliche Öffentlichkeit, die immer mit solch einem Preis verbunden ist, für ihr Unternehmen. "Es würde unsere Arbeit sehr erleichtern, wenn nicht nur wir neue Kunden finden müssen, sondern diese uns von sich aus finden können."

Die Übergabe des Preises erfolgte in der Frankfurter Paulskirche durch Thomas Mang, Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Axel Reißmann zeigte sich vor allem von der Laudatio der CDU-Parteivorsitzenden Angela Merkel begeistert.

Model sein bringt Spaß, ist aber auch echt anstrengend

Jugendliche beim Fototermin für Sparkassenwerbung

MOERS. Es ist halb zwei mittags: In einem Kleinbus starten Felix Neu (16), Heike Hohenstein (18), Paulina Landes (18) und Martin Fuhrmann (18) in Richtung Düsseldorf. Der renommierte Fotograf Frank Schemmann erwartet sie dort für Werbeaunahmen. Mit dem besten Foto wollen die Sparkassen am Niederrhein für kostenlose Jugend-Girokonten werben.

"Wir haben die Jugendlichen in unseren Geschäftsstellen angesprochen, ob sie Lust zu der Werbeaktion hätten", so Monika Pogacic von der Marketingabteilung der Sparkasse Moers. Bereits im vergangenen Jahr lichtete Fotograf Schemmann Jugendliche vom Niederrhein für die Plakate der Sparkassen ab.

Puder und Haarwachs

Im Studio gibt's erst ‘mal Kaffee und dann Kostümproben. Von jedem Model werden Probeaufnahmen in verschiedenen Kostümen gemacht. Eine Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit einer Spezial-Polaroidkamera in der Hand versucht Schemmann, die Jugendlichen in die besten Posen zu bringen. Für die jungen Leute ist das spannend, für den Fotografen Routine. Noch ein wenig Puder, Lidschatten und Haarwachs. Lisa, die Visagistin in Schemmanns Team, hat vor einer Woche noch Tote-Hosen-Star Campino für "Wetten Dass" kameratauglich gemacht.

"Die Schminke verändert Dein Auftreten nicht, aber sie unterstreicht es", sagt Paulina Landes. Die 18jährige Moerserin versucht ihre Nervosität zu verbergen. Immer wieder prüfende Blicke in den Spiegel. Den drei anderen Darstellern geht's kaum anders. Martin Fuhrmann sitzt mit Klämmerchen im Haar auf dem Schminkstuhl. So hat der Moerser Schüler sich noch nie gesehen. "Aus Martin wird Martina", lacht Lisa.

Dann geht's in den Ring, beleuchtet von Scheinwerfern und Stativen. "Felix hockt sich auf den Hocker, ihr noch was enger aneinander!" Der Fotograf gibt Anweisungen. Gebückt, die Kamera vor sich haltend, ein Schuss nach dem anderen. Und wieder: Klick. Blitz. Kurz aufatmen. Die Prozedur wiederholt sich mehrfach. Für Felix Neu, den 16jährigen aus Dinslaken, wird es anstrengend. Immer noch hockt er zusammengekauert auf dem umfunktionierten Barhocker. Spätestens jetzt wird den Models klar, was Professionalität in der Fotografie bedeutet: Spaß, aber auch Anstrengung.

20.30 Uhr: “Schluss! Wir müssten alles im Kasten haben." Frank Schemmann legt die Kamera weg. Während er nach dem langen Arbeitstag recht müde wirkt, sprühen die Jugendlichen noch geradezu vor Energie. Das Modeldasein hat ihnen Spaß gemacht und sie aufgekratzt. "Ich würde jetzt am liebsten bis morgen früh feiern gehen", meint Paulina Landes. Sie blickt in den Spiegel und lacht: "Vor allem in der Aufmachung!"

Kunstwerk erzählt Szenen aus dem Leben Siegfrieds

Nibelungen-Relief an der Wallmauer angebracht

XANTEN. Im Nibelungenlied, einem der bedeutendsten literarischen Werke des Mittelalters, wird Xanten als Geburtsort Siegfrieds genannt. Doch während man in der Stadt auf viele Denkmäler römischer Geschichte trifft, war bislang eine "greifbare" Erinnerung an die Nibelungen-Sage und an Siegfried nicht vorhanden.

"Möge das Kunstwerk hier in der Fremdenverkehrsstadt Xanten den Betrachtern Erinnerung und Anregung sein", sagte Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, bei der Übergabe eines Bronze-Reliefs. Für dessen Verwirklichung hatte die Kulturstiftung Sparkasse Moers 65.000 Mark zur Verfügung gestellt. An der Wallmauer, im unmittelbaren Bereich der Kriemhildmühle, erzählt es nun einige Szenen rund um Siegfried, Kriemhild, Hagen und die Königsfamilie aus Worms.

Erika Rutert hebt in dem als Triptychon gestalteten Kunstwerk entscheidende Szenen aus dem Nibelungenlied hervor: den Aufbruch Siegfrieds von Xanten nach Worms, den Streit der Königinnen auf den Stufen des Wormser Domes und, als zentrale Szene, Siegfrieds Ermordung durch Hagen. Zwei Schriftbänder begrenzen das Relief oben und unten; sie enthalten in mittelhochdeutscher Sprache zwei Strophen, die von der Herkunft Siegfrieds und von seinem Tode berichten.

Dr. Hans-Georg Schmitz, Vorsitzender des Sparkassen-Beirats, sprach neben Hartmut Schulz ein Grußwort. Der stellvertretende Bürgermeister Alfred Melters erläuterte Einzelheiten zum Relief und zum historischen Hintergrund. Melters und der frühere Stadtdirektor Heinz Trauten gehörten u.a. zu den Initiatoren des Nibelungenreliefs. Inzwischen ist im Verkehrsbüro des Rathauses ein Heft erhältlich, das eine Beschreibung des Kunstwerks und Betrachungen zur Nibelungensage enthält. Auflage: 5000 Stück

Nachwuchs übt sich im journalistischen Handwerk

Wettbewerb / 13 Schülerzeitungen ausgezeichnet

MOERS. Die unermüdliche Recherche nach Themen aus der Schule und ihrem Umfeld hat sich für 13 Redaktionen von Schülerzeitungen aus Moers, Alpen und Xanten ausgezahlt. Ein Bericht von der Preisverleihung im Casino der Sparkasse.

Zum Abschluß des 19. Wettbewerbs für Schülerzeitungen, den die rheinischen Sparkassen in jedem Jahr ausrichten, erhielten die teilnehmenden Teams aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers für ihre Beiträge jetzt Geldpreise zwischen 1500 und 150 Mark. Monika Pogacic von der Marketing-

Abteilung zeichnete die jungen Journalisten von fünf weiterführenden, fünf Grund- und drei Sonderschulen im Casino der Sparkasse aus.

234 Redaktionen nahmen teil

In Zusammenarbeit mit acht großen Tageszeitungen nahmen die Preisrichter insgesamt 234 Schülerzeitungen unter die Lupe. Sie bewerteten dabei sowohl formale Kriterien wie Gesamteindruck, Umfang und Layout als auch inhaltliche Aspekte wie Verständlichkeit, Service und Themenvielfalt. In der Einzelbewertung umfangreicher Artikel konnten die Schüler überregional mit Plausibilität, Logik und angemessener Sprache glänzen. Das Moerser Redaktionsteam vom Grafschafter Gymnasium erhielt für seinen "Seitenriss", der überregional auf Platz vier landete, einen Sonderpreis von 1500 Mark. Im regionalen Hauptwettbewerb belegten die Grafschafter, wie schon im vergangenen Jahr, den ersten Platz.

Die Plätze zwei bis fünf belegten die Redaktionen der Schülerzeitungen "Pennorama", Gymnasium Adolfinum, "Pupille", Walter-Bader-Realschule, Xanten, "Marienkäfer", Marienschule Xanten und "Hot Pens", Justus-von-Liebig-Schule, Moers.

Einen tollen Erfolg erzielten die Jungredakteure der Albert-Schweitzer-Schule. Im Regionalwettbewerb der Sonderschulen, an dem sich im Gebiet des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes insgesamt 30 Schulen beteiligt hatten, landeten die Moerser mit ihrem "tintenklecks" auf Platz 5. Im hiesigen Vergleich belegten sie den ersten Platz gefolgt vom "Tintenfleck" der Alpener Bönninghardt-Schule und von "Wir unter dem Regenbogen" der Hilda-Heinemann-Schule aus Moers.

"Eicki", die Schülerzeitung der Grundschule in Eick-West, errang den ersten Platz. "Die kunterbunte Schülerzeitung", das Organ der Waldschule, plazierte sich gleich hinter den Eickern. Die Plätze drei bis fünf: "Der Uhrzeiger", Uhrschule Meerbeck, "Schüler-Express", Grundschule Scherpenberg und "Der Schulplappagei" der Robinson-Schule in Moers.

Vereine wollen viele Facetten des Breitensports präsentieren

In Planung: großes Spiel- und Sportfest in Sonsbeck

SONSBECK. Ein großes Spiel- und Sportfest soll es werden, mit dessen Planung ein 15-köpfiges Organisationsteam eben begonnen hat. Am letzten Tag der Sommerferien, Sonntag, 13. August, werden, so der Vorsitzende des S.V. Sonsbeck, Willy Lemkens, "zwischen 2000 und 3000 Besucher zu unserem Fest kommen". Geplant ist ein ein umfassendes Breitensportangebot.

“Wir laden alle Vereine, Kegelclubs und andere Gruppen aus Sonsbeck herzlich ein, an dem Fest mitzuwirken", so Werner Borchers, der die Anmeldungen koordinieren wird.

In einer Reihe von Wettbewerben sollen sich Vereine und Kegelclubs vor zahlreichem Publikum miteinander messen. Geplant sind bislang ein Fußballtennis- und ein Streetsoccer-Turnier. Die Mannschaften sollen aus drei bis sechs Spielern bestehen. Ausdrücklich betont Koordinator Bochers: "Bei allen Wettbewerben steht nicht die Leistung, sondern der Spaß an der sportlichen Bewegung im Vordergrund." Einzelne Vorführungen, die eine Facette des Sonsbecker Breitensportes widerspiegeln, sind dem Organisationsteam herzlich willkommen. Fragen und Anmeldungen unter den Rufnummern 02838 / 3949 oder 02823 / 913127.

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