
MOERS. Golfschläger sind für Leo Bassi Massenvernichtungswaffen. Das klingt zunächst wie ein schlechter Scherz. Doch wer Leo Bassi kennt, der weiß: Bassi macht keine schlechten Scherze. Und wenn er von Vernichtung spricht, dann kann es auf der Bühne mitunter ziemlich exzessiv werden. Zum Abschluß des 27. Comedy Arts Festivals zeigte der Altmeister der konstruktiven Zerstörungswut den rund 1500 Zuschauern in der Sparkassen-Arena, daß er es mit seinem Humor sehr ernst meint. Zum Beweis aß er eine Hand voll Kuhmist. „Ich tue das symbolisch für alle, die jeden Tag so etwas hinunterschlucken, wenn sie zum Beispiel einen tyrannischen Chef haben, aber nichts gegen ihn unternehmen.“

MOERS. Einen kleinen Auszug aus dem Programm des dreitägigen Comedy Arts Festivals genossen rund 800 Vertreter von 365 Moerser Vereinen, Verbänden und Institutionen in der Sparkassen-Arena des Comedy Arts Festivals. Vorstand und Verwaltungsrat des öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes hatten erstmals nach Jahren wieder zum Vereinsfrühschoppen anläßlich der Vergabe von Spenden aus dem laufenden Haushalt sowie des PS-Zweckertrages eingeladen. „Wir verstehen diese Einladung als Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen in Moers“, sagte Sparkassenvorstand Karl-Heinz Tenter.

MOERS. Die unfaßbare Mischung aus einem Känguruh und Ulrich Wickert hat einen Namen: Rob Spence. Man könnte auch glauben, der smarte Australier sei eine kultivierte Power-Version von Crocodile Dundee. Tanz, Pantomime, Wortwitz, Improvisation – Rob Spence, der Mann mit den ultralangen Unterarmen und einer herausnehmbaren Wirbelsäule war der Ayers Rock des Comedysamstags. Als Fels in der Brandung eines äußerst wechselvollen, acht Stunden (!) langen Programmbogens feierten die rund 1800 Zuschauer in der Sparkassen-Arena den Moderator des Abends als Attraktion und bestaunten ihn mitunter wie ein physiologisches Wunder.

SONSBECK. Eingebettet ins traditionelle Bergfest der Sonsbecker Landjugend war am Sonntag, 17. August, das Familienfest der Sparkasse Moers, das auf eine tolle Resonanz stieß. 52 Vereine, Verbände und Organisationen im Geschäftsgebiet Sonsbeck kommen in diesem Jahr in den Genuß von finanziellen Zuwendungen, die das Kreditinstitut aus den Töpfen „Spenden“ und „PS-Zweckertrag“ zur Verfügung stellt. Insgesamt sind das 23.800 Euro.

MOERS. Es kommt natürlich immer darauf an, wo man seine Späße treibt. „Wenn ich das, was ich hier auf der Bühne mache, beispielsweise in der U-Bahn erzählen würde, würden mich alle für total bescheuert halten.“ Vince Ebert, der Eisbrecher des 27. Comedy Arts Festivals kennt das Geschäft. Der 35jährige hat gerade den Bayrischen Kabarettpreis gewonnen und weiß, daß Humor eine ernste Sache ist. Seinen vergleichsweise schweren Job, als erster von 18 Programmpunkten das Festival-Publikum in positive Schwingung zu bringen, meisterte er entsprechend problemlos. Und auch als Moderator des Abends zeigte Vince Ebert, daß man ihn für Stand-Up-Comedy nachts wecken kann.

MOERS. Im knappen Jeans-Anzug mit rotem Einstecktuch stand er um Punkt zwei Minuten nach acht auf der Bühne. Länger hätten seine Fans wohl auch nicht mehr ruhig abgewartet. In den vorderen Reihen der beinahe vollbesetzten Sparkassen-Arena begann es bereits zu rumoren. Vergleichsweise unspektakulär trat Helge Schneider plötzlich aus dem Off hervor und begann mit seinem ersten Lied: „Fitze, Fitze, Fatze“, in dem er die Welt ein Jammertal nennt und dazu Xylophon spielt. „Verzeih mir, Baby“ heißt Helges neues Programm, für das er am Vorabend des Comedy Arts Festivals alte und neue Lieder, erstklassigen Jazz und Blues und dazu haarsträubende bis abstruse Geschichten mit nach Moers brachte.