Peschkenhaus: Sparkasse fördert die Reihe ‚Moers Kunst‘
Stellten die Ausstellung „Nachbarn“ im Peschkenhaus vor (v.l.n.r.): Giovanni Malaponti, Barbara Deblitz, Vera Herzogenrath, Fee Brandenburg, André Schweers, Elisabeth Höller und Friederike Huft.
MOERS. Erstmals schaut der Kunstverein Peschkenhaus in seiner Reihe „Moers Kunst“ über die Stadtgrenzen hinaus. 15 der rund 20 Künstlerinnen und Künstler, die dem Duisburger Künstlerbund angehören, zeigen in der Ausstellung „Nachbarn“ bis zum 15. November ausgewählte Werke. Die von der Sparkasse am Niederrhein finanziell geförderte Reihe „Moers Kunst“, die es seit 2022 gibt, möchte möglichst vielfältig sein. „Ziel ist, dass die Menschen einfach Lust haben, das Peschkenhaus zu besuchen, um die Vielfalt der Kunst am Niederrhein zu erleben“, sagt Sparkassen-Chef Giovanni Malaponti.
In vier großen Ausstellungsräumen erwarten die Besucher Zeichnungen, gegenständliche Kunst, Malerei und mehr. So findet Barbara Deblitz immer wieder handgeschriebene Notizen und Briefe, die sie einrahmt und zum Gegenstand der Betrachtung und des Nachdenkens macht. „Fundstücke“ nennt sie ihre so entstandenen Collagen. Ebenfalls im ersten Raum des Erdgeschosses hängt eine betont politische Arbeit von Friederike Huft. „Ich mache mir über den Rechtsruck in unserer Gesellschaft sorgen. Das bringe ich in dieser großen Zeichnung mit dem Titel ‚Gib fein Acht‘ zum Ausdruck“, sagt die Duisburgerin.
Elisabeth Höller zeigt in der ersten Etage eine Videoinstallation mit Fotos von Türen, die sie auf einer Radtour durch Duisburg fotografiert hat. Fee Brandenburg thematisiert in kleinen Skulpturen, die sie zu einem großen Ensemble zusammengestellt hat, ihre Erlebnisse mit Nachbarn sowie deren Eigenheiten und Hunden. Und Vera Herzogenrath lässt sich von Spaziergängen durch Parks und Wälder inspirieren und macht daraus mit Kunstharz und Pigmenten leuchtend grüne Bilder. „Das ist eine kleine, feine, wunderbare Ausstellung“, sagt Kurator André Schweers.
Am letzten Tag der Ausstellung, Sonntag, 15. November, lädt der Kunstverein Peschkenhaus zu einem interessanten Vortrag ein. Der Moerser Rezitator und Literaturwissenschaftler Dr. Jörg Zimmer liest aus den Briefen zur ästhetischen Erziehung des Menschen von Friedrich von Schiller. Schiller entwickelt in den Briefen die Idee, dass der Weg zur politischen Freiheit durch die Kunst führt. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten des Peschkenhauses an der Meerstraße 1 sind Mittwoch, Freitag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr sowie Donnerstag von 18 bis 20 Uhr oder nach Vereinbarung. Der Eintritt in die Ausstellung kostet vier und ermäßigt zwei Euro. Weitere Informationen unter www.peschkenhaus.de.
12. Oktober 2026


