Hilda-Heinemann-Schule weihte Rollstuhlkarussell ein

Das neue Rollstuhlkarussell an der Hilda-Heinemann-Schule ist sehr beliebt. Darauf können zwei Schüler in Rollstühlen sowie sechs weitere Kinder mitfahren. Das 20.000 Euro teure Spielgerät wurde mit Spendengeldern von der Michael-Gardemann-Stiftung, vom Förderverein der Schule und von der Sparkasse am Niederrhein finanziert. Der Kreis Wesel übernimmt die zukünftigen Wartungskosten. Vorne drehen sich die Kinder im Kreis, die erwachsenen Besucher schauen zu: Erika Buchholz, Manfred Gardemann, Sonderschulrektor Ulrich Eversmann, Valerie Kasper vom Förderverein, stellvertretende Schulleiterin Birgit Boch, Stiftungsvorstand Wilhelm van gen Hassend, Birgit Terhardt vom Schulverwaltungsamt und Stiftungsvorstand Bernhard Uppenkamp (v.l.n.r.).

MOERS. „Das neue Rollstuhlkarussell ist der Renner“, sagt Ulrich Eversmann. „In jeder Pause belagern die Schülerinnen und Schüler das Spielgerät, um ein paar Runden drehen zu können“, so der Rektor der Hilda-Heinemann-Schule. Das Karussell bietet Platz für zwei Rollstuhlfahrer sowie sechs weitere Kinder. Das Prinzip ist einfach und funktioniert reibungslos: „Bügel hoch, Rollstuhl rein, Bügel runter und los.“ Doch damit die Schüler sicher mitfahren können, verfügt das Gerät über eine ausgeklügelte Bauweise und eine besondere Bremstechnik. Aus diesem Grund ist ein Rollstuhlkarussell sehr teuer. Zum Glück fanden sich drei Förderer, die ihr Spendengeld zusammenlegten.

Die Michael-Gardemann-Stiftung des Moerser Kaufmanns Manfred Gardemann gab 12.000 Euro, der Förderverein der Schule beteiligte sich mit 4.500 Euro und die Sparkasse am Niederrhein steuerte 3.500 Euro bei. „Das erste Angebot einer Spezialfirma lag sogar bei sage und schreibe 30.000 Euro“, berichtet Manfred Gardemann, doch nach eifrigen Recherchen und beharrlichen Verhandlungen fand das Förderteam einen Anbieter, der das Spielgerät für 20.000 Euro aufbaute. Für den Rollrasen drumherum und einen Pflasterweg zum Karussell sorgte das Schulamt des Kreises Wesel.

Die Moerser Hilda-Heinemann-Schule besuchen aktuell über 200 Kinder und Jugendliche, die unterschiedlich schwer körperlich und geistig behindert sind. Die Jüngsten sind 6, die Ältesten 23 Jahre alt. „Das sind unsere Berufsschüler“, so die stellvertretende Schulleiterin Birgit Boch. Die Michael-Gardemann-Stiftung besteht seit rund sechs Jahren. Manfred Gardemann vertraute sein Stiftungskapital der Stiftung Niederrheinischer Bürger an. Unter ihrem Dach bildete er einen eigenen Stiftungsfonds, der nun zuverlässig Gewinne abwirft. „Jeder Cent kommt an, weil wir uns um die bürokratischen Angelegenheiten kümmern“, versichern die Stiftungsvorstände Bernhard Uppenkamp und Wilhelm van gen Hassend: „Kosten für Verwaltung oder Bearbeitung entstehen keine.“

Genauere Informationen über die Möglichkeiten der Bürgerstiftung enthält ein Flyer. Das Faltblatt kann telefonisch unter 02841 / 206-2212 angefordert werden.

19.11.2012

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