Auszubildende der Sparkasse besuchten Asdonkshof
Auszubildende der Sparkasse am Niederrhein beim Besuch der Müllverbrennungsanlage Asdonkshof mit ihrem 200 Meter hohen Schornstein. Ganz links: Harald Schlenger, Prokurist und kaufmännischer Leiter der Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA), und ganz rechts seine Kollegin Cornelia Bothen, die Leiterin der Kommunikation.
NIEDERRHEIN. Kurz vor ihrer Abschlussprüfung besuchten Auszubildende der Sparkasse am Niederrhein jetzt das Abfall- und Energiezentrum Asdonkshof. „Wir sind sehr froh, dass unsere angehenden Bankkaufleute einmal mehr hinter die Kulissen eines bedeutenden Unternehmens bei uns am Niederrhein schauen durften“, sagte Personalchef Jürgen Renner nach dem rund zweieinhalbstündigen Rundgang. Harald Schlenger, Prokurist und kaufmännischer Bereichsleiter der Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA), und seine Kollegin Cornelia Bothen, die Leiterin der Kommunikation, beantworteten viele interessierte Fragen.
Unter den insgesamt 97 Müllverbrennungsanlagen (MVA) in Deutschland liegt die MVA Asdonkshof mit 260.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll, die sie in jedem Jahr verbrennt, im Mittelfeld. „Große Anlage haben eine Kapazität von bis zu 750.000 Tonnen“, so Harald Schlenger. Zugleich sei die Anlagenkombination am Abfall- und Energiezentrum, das vor 30 Jahren in Betrieb ging, heute in Deutschland annähernd einzigartig.
„Am Asdonkshof wird nicht nur Müll verbrannt. Wir erzeugen Energie aus dem Abfall und gewinnen wertvolle Rohstoffe wie Metalle, Holz oder Kunststoffe zurück – und das alles unter hohen Umweltstandards an einem einzigen Standort. Unsere MVA verbraucht ein Drittel des eigenen Stromes selbst und ist damit autark, den Rest speisen wir ins Netz. Zudem heizen viele Haushalte in Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn mit unserer Fernwärme“, sagt Cornelia Bothen.
Auf die Frage der Azubis, warum Gebühren für den Hausmüll von Kommune zu Kommune unterschiedlich seien, antwortet Harald Schlenger: „Die Entsorgungspreise werden in Form von Gebühren vom Kreis Wesel, dem wir zu 99,8 Prozent gehören, erhoben.“ Die unterschiedlichen Kosten ergäben sich daraus, dass die Städte und Gemeinden die Logistik und Entsorgung rund um den Abfall höchst individuell organisieren und sich daraus unterschiedliche Preise ergeben. Anders, als bis heute viele glaubten, liefern die rund 200 LKWs pro Tag keine Inhalte aus der gelben Tonne an. Harald Schlenger: „Die Kosten für die Sammlung und Trennung dieser Wertstoffe bezahlen wir alle schon beim Einkauf mit.“
29. Januar 2026



