Ortrud Hein stellt an der Burgstraße aus

Ausstellung in der Geschäftsstelle Alpen der Sparkasse am Niederrhein. In der Mitte die Künstlerin, Ortrud Hein, links neben ihr Vorstand Bernhard Uppenkamp. Ganz links Geschäftsstellenleiterin Maria Deselaers und ganz rechts ihr Kollege Swen Hoogen.

NIEDERRHEIN. Seidenmalerei, sogenannte Buckelbilder, Leidenschaft für die Architektur – die Alpener Künstlerin Ortrud Hein ist in vielen Techniken zuhause. Einen Einblick in die breite Palette ihres Schaffens vermittelt sie in einer Ausstellung, die noch bis zum 3. Juli 2005 in der Geschäftsstelle Alpen der Sparkasse am Niederrhein zu sehen ist.

Die gebürtige Moerserin, die in den achtziger Jahren zwei Seidenmalstudios in der Grafenstadt führte und ab1990 für fünf Jahre das Studio „Art & Silk“ in Schwafheim unterhielt, zog vor zehn Jahren nach Alpen. Sie ist auf zahlreichen Kunstmessen zu Gast. Ihre große Liebe gilt vornehmlich der Seidenmalerei, die in Deutschland, so bedauert Ortrud Hein, inzwischen „ein bisschen out“ sei. Sie sieht das Malen auf Seide, dem edelsten Textilrohstoff, wegen des sehr schnellen Farbverlaufs als große Herausforderung an: „Nur die sichere Kontrolle über Strich und Form verspricht ein gutes Ergebnis. In dieser Art der Malerei habe ich eine Ausdrucksform gefunden, welche meine Neigung zu schönen Farben und Stoffen in idealer Weise verbindet.“ Die Unikate, neben Bildern auch Kleider, entstehen meist aus einer Stimmung heraus und spiegeln Gefühle und Intentionen der Künstlerin wider.

Die sogenannten Buckelbilder Ortrud Heins sind weder der Malerei noch der Plastik zuzuordnen. Sie sind im doppelten Sinne begreifbar, fühlbar, und deshalb von besonderem Reiz. Als „konstruktive Bilder“ bezeichnet die Alpenerin Werke, die durch Aufbringen phantasievoller geometrischer Figuren auf einen Untergrund entstehen, gemalt oder gezeichnet und solange verändert und variiert werden, bis zusammenhängende Gebilde entstehen.

Als nächstens Ziel hat sich Ortrud Hein die Herstellung hochwertiger Kleidung in Zusammenarbeit mit einer Modedesignerin vorgenommen. Ihr Part dabei: Das Bemalen von Seide, die dann – in Kombination mit anderen hochwertigen Stoffen –zu einzigartigen Modeschöpfungen kreiert werden. - Die Ausstellung in der Sparkasse an der Burgstraße kann zu den üblichen Geschäftszeiten besucht werden.

13.6.05