Ausstellung in der Sparkasse an der Bahnhofstraße

RHEINBERG. Wer einmal eine Reise mit der Zeitmaschine machen möchte, der möge einfach in die Sparkasse an der Bahnhofstraße gehen und sich umschauen. Ganz einfach ist’s, so scheint es, in die Steinzeit, ins Mittelalter oder gar auf einen anderen Planeten zu gelangen. „Die Kinder machen es uns mit Ihrer Phantasie vor“, sagt Bernard Bauguitte vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises. Bauguitte, Heinz Drobner vom Jugendamt der Stadt und Direktor Frank-Rainer Laake eröffneten jetzt in der Geschäftsstelle des Kreditinstitus eine bunte Ausstellung, die Geschichten aus einer virtuellen Welt erzählt.

Ungewöhnliche Bastelarbeiten sind zu bewundern, die allesamt Kindern der städtischen Begegnungsstätte in der Reichelsiedlung zu danken sind. Nicht weniger als 140 Kinder, u.a. aus Sri Lanka, Bosnien, Rußland, Polen, Kurdistan und Irak, hatten sich eine Woche lang einem „spontanen Theater“ verschrieben und ihren Wünschen und Träumen, Ängsten und Ideen Gestalt verliehen. „Die Zeitmaschine selbst sieht wie ein trojanisches Pferd aus“, interpretierte Bauguitte.

Die Rheinberger Begegnungsstätte steht angesichts des hohen Ausländeranteils in der Reichselsiedlung im Zeichen der Integration. Die Stadt Rheinberg, das Diakonische Werk und der Ausländerbeirat hatten bereits im Herbst ein erfolgreiches Fest der Völker mit Musik und buntem Spektakel ausgerichtet. Die Sparkasse half ideell und finanziell. Bei diesem Fest standen die Kinder im Mittelpunkt, und auch die Ausstellung in der Geschäftsstelle soll deutlich machen, „daß Integration ganz früh beginnen muß, wenn sie gelingen soll“, so Heinz Drobner.

Wer nun in diesen Tagen in der Sparkassen-Geschäftsstelle seinen Geldgeschäften nachgeht, der gerät zudem in „3000 Jahre Geschichte der Kindheit“ und taucht in eine Welt ein, die mit der der nüchternen Zahlen eher weniger zu tun hat. Bis zum 17. Dezember ist noch Gelegenheit dazu. Einfach in die Zeitmaschine einsteigen – und in Sekundenschnelle ist man in der Sparkasse!

6.12.04