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Bessere Waschmaschinen dank kleiner Technik-Zwerge

Regierungspräsident bei den Universitätswochen

MOERS. Fachwissen, Leidenschaft und Witz prägte die Podiumsdiskussion zum Abschluß der 13. Universitätswochen in der Kundenhalle der Sparkasse Moers. Auch bei dieser Gelegenheit fand das sehr speziell klingende Thema "Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik" eine sehr anschauliche Auflösung.

Regierungspräsident Jürgen Büssow unterstrich vor über 200 Zuhörern, man rede über Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Es gebe bereits 83 namhafte Firmen im Regierungsbezirk, die Produkte auf der Basis von Nanotechnologie - winzigsten Materialien, die bis zu eine Million mal kleiner sind als ein Millimeter - herstellten.

Milchstraßen im Kleinsten

Von "Zwergenwelt" und "Milchstraßen im Kleinsten" war die Rede, von revolutionären industriellen Nutzanwendungen, aber auch von günstigen Rahmenbedingungen, die die Politik für innovative mittelständische Unternehmen schaffen müsse. Dafür wolle er sich einsetzen, so der Regierungspräsident, der bereits vor einigen Jahren eine Nanotechnologie-Initiative unter dem Titel "Nannoguide" ins Leben gerufen hat, zu der es in Duisburg regelmäßig eine Veranstaltungsreihe gibt.

Zum "Nano-Papst" wollte sich Büssow von Moderator Rüdiger Oppers (WDR) nicht machen lassen. Gleichwohl könne er sich für den Transfer Hochschule/Wirtschaft stark machen und für eine bessere schulische Ausbildung im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Dr. Arne Claussen vom Wissenschaftszentrum NRW verwies auf sogenannte "Kompetenzzentren" u.a. in Aachen und Münster. Deutschland spiele in der Erforschung von Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik "noch" eine führende Rolle, in den USA aber würden schwindelerregend höhere Summen in die Förderung dieser Zukunftstechnologien investiert.

Professor Paul Roth von der Universität Duisburg machte beispielhaft auf die schwierige Herstellung von besonders haltbaren Keramik-Ventilen für Motoren auf der Basis der interdisziplinären Nanotechnologie aufmerksam, aber auch auf die Grenzen, die die Ökonomie der Forschung immer wieder setze. "Wie teuer ist das überhaupt in der Herstellung?"

Das war das Stichwort für einen "Visionär aus dem Ruhrpott", wie sich der Dortmunder Unternehmer Hanns Rump selbst bezeichnete. Wissenschaft alleine sei Luxus. Es sei die Pflicht der Wirtschaft, Geld zu verdienen. In der Tat macht Rump mit der "Nano-Zwergenwelt" (Oppers) Millionenumsätze. "Wir stellen Sensoren her, die Klimaanlagen in Autos steuern. Früher war das die Domäne der Japaner." Und warum Waschmaschinen heute besser waschen als früher? Rump: "Da sind die kleinen Zwerge drin."

Ritt auf dem Tiger

Der Dortmunder Unternehmer forderte leidenschaftlich von Bänkern, Behörden und der Politik mehr Risikobereitschaft, Zukunftstechnologien zu fördern. "Wir brauchen Visionen, notfalls den Ritt auf dem Tiger - sonst können wir uns nicht vorwärts bewegen!"

Viele Fragen aus dem Zuhörerkreis schlossen sich noch an. Der Rektor der Uni Duisburg machte dem Moerser Publikum ein großes Kompliment: "Solche Diskussionsfreude hätten wir öfter gerne auch in der Universität." Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, lud bereits zu den 14. Moerser Universitätswochen im Oktober 2001 ein. "Diese Erfolgsstory verlangt nach weiteren Kapiteln!"

Virtuose Skulpturen und Objekte mit persönlicher Aussage liegen vorne

Kunstpreis / Hochkarätige Jury sichtete 93 Einsendungen

MOERS. Überrascht zeigte sich die hochkarätige Jury, die über die Jahresausstellung 2000 der Region Niederrhein sowie über die Vergabe des Moerser Kunstpreises entscheiden mußte. Bei ihrem ersten Treffen im Gebäude der Volkshochschule sichteten die fünf anerkannten Kunstsachverständigen insgesamt 93 Bewerbungen zum Thema "Bildhauerei und Objektkunst".

Dr. Christoph Brockhaus, Direktor des Duisburger Wilhelm-Lehmbruck-Museums: "Die Fotos der eingesandten Arbeiten spiegeln eine große Bandbreite im Bereich von Skulptur und Objektkunst wieder."Gleichzeitig stellte die in Abstimmung mit dem NRW-Kulturministerium berufene Jury "einen deutlichen Qualitätsunterschied" im Blick auf die Bewerber und ihre Werke fest.

Überraschend viele Berwerbungen

Auffallend sei, so Brockhaus, "daß sich kaum arrivierte Künstler um einen solchen Preis bewerben". Frank van de Schoor, Kurator für moderne Kunst des Museums Het Valkhof in Nijmegen: "Die Zurückhaltung der Großen dieses Genres läßt Raum für Aktualität und gibt dem nicht so bekannten Nachwuchs eine Chance." Gemeinsam mit den drei anderen Jurymitgliedern Fritz-Theo Mennicken, Stiftung Kunst und Kultur, Düsseldorf, Dr. Hannelore Kersting, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach, und Dr. Uwe Rüth vom Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl betonten Brockhaus und van de Schoor, daß zudem die hohe Zahl der Bewerbungen eine Überraschung sei.

Wonach suchen nun fünf bekannte Kenner und kritische Sachverständige, wenn sie sich den auf langen Tischen angeordneten Fotos nähern, die Werke von zum Teil unbekannten Künstlern zeigen. Dr. Brockhaus: "Ich suche nach der persönlichen Aussage, nach Authentizität." Frank van de Schoor: "Es ist nicht die Suche nach einem bestimmten Aspekt." Dafür sei der künstlerische Bereich von Skulptur und Objekt viel zu weit gefächert. Stil und Inhalt, so van de Schoor, lägen zum Teil weit auseinander.

So lobten die Jurymitglieder beispielsweise den vituosen Umgang zahlreicher Künstler vom Niederrhein mit unterschiedlichen Materialien. Dr. Uwe Rüth: "Hier sind zum Teil ganz unterschiedliche Medien miteinander gemischt worden." Einigkeit herrschte darüber, daß "über das solide Handwerk hinaus erst künstlerische Kreativität und Individualität einem Werk Klasse verleihen".

Bei ihrem ersten Treffen wählte die Jury insgesamt 26 Einsendungen aus. Die Jahresausstellung 2000 mit den von der Jury ausgewählten Objekten wurde am 12. November 2000 eröffnet. Am gleichen Tag erhielt der Preisträger des Moerser Kunstpreises 2000.,Oscar Prinsen, seine Urkunde. Er erhielt von der Kulturstiftung Sparkasse Moers 10.000 Mark.

Sieben junge Talente führen musikalisch durch Europa

Kulturstiftung bietet ein Podium im Martinstift

MOERS. In der Reihe der städtischen Kammerkonzerte stellte die Kulturstiftung der Sparkasse Moers am Freitag, 27. Oktober 2000, sieben junge Talente vor, die mit romantischer Musik des 19. Jahrhunderts musikalisch durch Europa führten. Die Zuhörer im Martinstift erlebten eine Klangwelt voller stilistischer Abwechslung.

Da standen italienische Arien neben spanischen Tänzen, im romantischer Grundstimmung erklang Schuberts einziges Duo für Cello und Klavier, da brillierten Klaviermusik des Polen Chopin vor volkstümlichen Brahms-Liedern.

Werdegang ebnen

Die jungen Künstler des Konzertabends stammten entweder direkt aus der Region Niederrhein oder hatten zuvor an der Sommerakademie der Kulturstiftung in Moers teilgenommen. Ihnen ein Podium zu bieten, ist das Anliegen der Kulturstiftung, die somit einerseits den künstlerischen Werdegang der vorgestellten Talente ebnen hilft und andererseits den Gedanken der Nachwuchsförderung sinnvoll in die Praxis umsetzt.

Mit Claudia Hetzner (25, Sopran) und Robert Toth (23, Bariton) waren vielversprechende Gesangsstudenten zu hören, die 1999 an dem Meisterkurs von Prof. Walter Berry in Moers erfolgreich teilgenommen hatten und schon erste Bühnenerfahrungen sammelten. Der gebürtige Ungar Attila Kuti (21, Klavier), wie die Solisten ebenfalls in Ausbildung an der Musikhochschule Detmold, begleitete die jungen Sänger in bekannten Opern-Arien u.a. aus dem "Wildschütz" (Lortzing) sowie in romantischen Liedern.

Eine temperamentvolle Note erhielt der Abend mit Musik des 19. Jahrhunderts durch spanische Klänge von Pablo de Sarasate und Manuel de Falla, die Jennifer Lorenz (17, Violine) als Jüngste in diesem Kreise und Pavel Haitov (27, Klavier) darboten. Die Moerser Geigerin nahm nach erstem Unterricht in der Grafenstadt ihr Studium an der Folkwangschule Essen auf

Xantenerin war meisterlich in ihrer ersten “Hosenrolle“

"Orpheus und Eurydike" im Kulturzentrum Rheinkamp

MOERS. Großer Beifall für die Mitwirkenden in der konzertanten Aufführung der Gluck-Oper "Orpheus und Eurydike" im gut besuchten Kulturzentrum Rheinkamp. Besonders gefiel die Xantenerin Dorothe Ingenfeld, die in ihrer ersten Hosenrolle die Solo-Rolle des Orpheus übernommen hatte und erfrischende Akzente setzte.

Die Leitung des großen Projektes, einem Sonderkonzert der Kulturstiftung Sparkasse Moers, lag in Händen von Christiane Schumann, versierter Dirigent war der Moerser Bernd Hänschke.

Über 40 Opern

Mehr als 40 Opern hat Christoph Willibald von Gluck (1714 - 1787) geschaffen. Vor allem die italienische Urfassung der 1762 in Wien herausgebrachten Oper "Orfeo et Euridice" und deren 1774 für Paris abgeänderte Fassung des bekannten antiken Sagenstoffes hat sich über die Jahrhunderte erfolgreich im Repertoire gehalten. Auf beide Partituren greift die - für die Aufführung in Moers verwendete - Vorlage zurück, die von Alfred Dörffel bearbeitet wurde.

Auch die sichere Intonation von Kerstin Maria Wüller (Eurydike) wurde vom Publikum honoriert; als Amor präsentierte sich in der dritten Solo-Rolle die Sopranistin Konstanze Ruttloff.

Die feine Begleitung besorgte die Orpheus-Sinfonietta, während die Kantorei der Friedenskirche Oestrum sehr angemessen die Chorpartien darbot. Karl-Heinz Tenter, Vorstandsmitglied der Sparkasse, formulierte vor dem Publikum die Intention der Kulturstiftung seines Hause: Bereicherung der Moerser Kulturszene. Der Beifall der Zuhörer war später die beste Bestätigung dafür, daß das gesteckte Ziel erreicht wurde.

Intergalaktische Ausflüge, kleine Stars und Mungo

Herbstfest in Meerbeck vom 15. bis 17. September 2000

MOERS. Meerbeck ist klar zum Start. Anläßlich ihres 20jährigen Bestehens lädt die örtliche Werbegemeinschaft diesmal zu einem Herbstfest mit intergalaktischen Ausflügen ein. Vorstandsmitglied Noerbert Loeb: "Als Attraktion wird ein Raumgleiter in Meerbeck landen, der je 20 Leute mit auf einen simulierten Flug nehmen kann." Stargast des diesjährigen Meerbecker Herbstfestes ist Mungo Jerry, Interpret des weltbekannten Hits "In the Summertime".

Die Werbegemeinschaft erwartet von Freitag, 15. September, bis Sonntag, 17. September, wieder mehr als 20.000 Besucher in Meerbeck.

Stars für Mini-Playback-Show gesucht

Gesucht werden noch kleine Stars, die am Sonntag in der Mini-Playback-Show auftreten wollen. Anmeldungen sind bis Donnerstag, 14. September, unter der Rufnummer 02841 / 52149 möglich. Ein großes Publikum auf der Bühne vor der Sparkasse an der Zwickauer Straße ist garantiert. Und tolle Preise gibt es außerdem zu gewinnen. Apropós Preise: Abweichend zu den Vorjahren wird es bei der großen Tombola, deren Lose ab sofort überall in Meerbeck erhältlich sind, keine Trostpreise geben. Unter anderem zu gewinnen: ein Computer und 20 Handys.

Mit Hits der 50er, 60er und 70er Jahre geht's am Freitag abend los. Die Band "Livin' Sixties" spielt ab 20 Uhr auf der Diebels Party an der Zwickauer Straße, die eigens für das Herbstfest geschlossen wird. Ein erster Höhepunkt erwartete die Besucher dort gegen 22 Uhr. Die Gruppe "Cacau do Brasil" steht für eine farbenprächtige Night Show.

Mehr als 200 Musiker hat die Werbegemeinschaft Meerbeck für ein buntes Potpourri mit dem Titel "Musik liegt in der Luft" eingeladen. Am Samstag treten dafür ab 14 Uhr unter vielen anderen ein Marine-Tambour-Corps, das Jugendblasorchester Drevenack und verschiedene Moerser Musikgruppen auf.

Die Oldie Night ab 20 Uhr steht seit Monaten fest im Terminkalender von Mungo Jerry. Innerhalb von zehn Minuten, so beschreibt er selbst, habe er 1970 den Mega-Hit "In the Summertime" geschrieben. In den vergangenen 30 Jahren entwickelte sich der geniale Wurf zu einem immergrünen Ohrwurm. Weltweit fand die Single bis heute mehr als 25 Millionen Käufer.

Nach der Mini-Playback-Show am Sonntag steht die Ziehung der Hauptpreise aus der öffentlichen Tombola auf dem Programm. Wer ein Los gekauft hat, aber nicht bei der Ziehung dabei sein kann, braucht sich keine Gedanken zu machen. Margot Klein, die Vorsitzende der Werbegemeinschaft: "Die Gewinner können ihre Preise auch nach dem Fest noch bei uns abholen." Mit Spannung erwartet die Werbegemeinschaft nun die Ankuft des großen Flugsimulators. Norbert Loeb: "Die Kapsel sieht aus wie ein Space shuttle ohne Flügel." Sie wird extra für das Meerbecker Herbstfest aus dem CentrO. von Oberhausen nach Moers gebracht.

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