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Sein feiner Strich gehört zum Frühstück mit dazu

Ausstellung mit Karikaturen Thomas Plaßmanns

XANTEN. Thomas Plaßmann gilt als einer der gefragtesten Karikaturisten der deutschen Zeitungslandschaft. Regelmäßig erscheinen seine gezeichneten Kommentare in der NRZ und in anderen Tageszeitungen. Anläßlich der Eröffnung zweier NRZ-Redaktionen sowie einer neuen Geschäftsstelle in der Domstadt stellte das Essener Verlagshaus eine Auswahl der Karikaturen Plaßmanns in die Geschäftsstelle der Sparkasse Moers an der Xantener Bahnhofstraße aus.

Mit NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer und Chefredakteur Dr. Richard Kiessler war die Eröffnungsveranstaltung prominent besetzt. Meyer kommentierte den Umzug der Niederrheinredaktion von Wesel nach Xanten und die Schaffung neuer Redaktionsräume so: "Im Blick auf die demographische Entwicklung am linken Niederrhein sehen wir hier ein gutes Wachstumspotential." Auf vier bis zehn lokalen und regionalen Seiten wird die NRZ zukünftig aus dem Gebiet zwischen Moers und Xanten berichten.

Chefredakteur Dr. Kiessler lenkte den Blick der Gäste auf die vielfältige deutsche Zeitungslandschaft. "Die in Deutschland erscheinenden Titel erreichen 80 Prozent der Menschen. In ihrem Urteil sind wir das glaubwürdigste Medium." Sowohl bei der überregionalen wie auch bei der regionalen und lokalen Berichterstattung stehe die NRZ in einer Tradition der Unabhängigkeit. Mit Carmen Friemond habe die NRZ-Chefredaktion einer Kollegin die Verantwortung für die neue Lokalredaktion übertragen, die als geborene Duisburgerin bereits seit 1992 für die Neue Rhein Zeitung schreibe, so Kiessler.

Gastgeber Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, begrüßte die NRZ mit ihren neuen Redaktionen im Geschäftsgebiet seines Hauses. Schulz: "Es dürfte unbestritten sein, daß Konkurrenz das Geschäft belebt, und daß verstärkte Berichterstattung aus unterschiedlichem Blickwinkel im Interesse der Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger liegt!" Thomas Plaßmann sei ihm, obwohl man sich nicht persönlich kenne, durch seine Karikaturen sehr vertraut, so Schulz. "Sie gehören mit feinem Strich sozusagen zum Frühstück und zur allmorgendlichen Zeitungslektüre."

Alte und neue Musik mit Flöte und Piano

Sonderkonzert der Kulturstiftung im Martinstift

MOERS. Ein Sonderkonzert mit Flöte und Klavier präsentiert die Kulturstiftung Sparkasse Moers am Samstag, 17. November 2001, im Martinstift. Der Flötist Peter-Lukas Graf und der Pianist Ulrich Hofmann spielen in der Reihe der städtischen Konzerte Werke von Bach, Mozart, Schubert und Martin. Der aus der Schweiz stammende Peter-Lukas Graf ist in der Musikwelt als virtuoser Soloflötist und international erfolgreicher Dirigent bekannt. Bereits 1953 wurde er als erster Preisträger eines ARD-Wettbewerbsin München ausgezeichnet. Zahlreiche Auftritte und Tonaufnahmen begründeten seinen internationalen Ruf als gefragter Interpret von Kompositionen des Barock bis hin zu zeitgenössischer Musik. Graf wird im Moerser Musiksommer 2003 einen der Meisterkurse leiten.

Der Pianist Ulrich Hofmann dürfte dem Moerser Publikum noch aus dem Musiksommer diesen Jahres bekannt sein. Hier wirkte er als Korrepetitor einer Meisterklasse mit. Hofmann tritt regelmäßig als Solist in der Philharmonie Berlin oder der Münchener Residenz auf. Zudem lehrt er als Dozent an der Folkwanghochschule in Essen.

Die beiden Künstler spielen im Sonderkonzert der Kulturstiftung Bachs "Partita a-Moll" und mit der "Sonate C-Dur" ein Jugendwerk Mozarts. Ausgereifte Kammermusik des 20. Jahrhunderts steht mit einer Ballade des Schweizer Komponisten Frank Martin auf dem Programm. Variationen über Lieder aus dem Zyklus "Die schöne Müllerin" von Franz Schubert runden den Abend im Martinstift ab. Der Beginn ist um 19.30 Uhr.

Karten für 16 Mark, ermäßigt acht Mark, gibt es im Vorverkauf in der Stadtinformatin im Alten Rathaus, Telefon: 02841 / 201-777, sowie in den Buchhandlungen Spaethe und Böckler.

Die Welt in der Miniatur entdecken

Buchvorstellung: "Am Niederrhein ist immer Sommer"

MOERS. Mit Phantasie und Großobjektiv taucht der Niederrheinpoet und Fotograf Christian Behrens regelmäßig in die Welt der Käfer, Frösche und Schmetterlinge ein. Was er dort im Laufe der letzten Jahre entdeckte, behielt er glücklicherweise nicht für sich. In öffentlichen Auftritten und bislang zwei Büchern preist Behrens in Gedichten, Liedern und Bildern seine "Kleinen Welten am Niederrhein". Am Mittwoch, 17. Oktober 2001, stellten Christian Behrens und der Pianist Thomas Hunsmann nun das insgesamt dritte Buch vor. Zur Buchpremiere in der Kundenhalle der Sparkasse Moers am Ostring präsentierten die beiden ab 19.30 Uhr einen Kleinkunstabend unter dem Titel "Am Niederrhein ist immer Sommer".

Die einzig wahre Jahreszeit

Wie macht man "Kartoffeln und Endivien durcheinander"? Wie schöpft ein kleiner Frosch königliche Weisheiten aus dem niederrheinischen Sumpf? Und wie erkennt man hinter dichten Nebelschleiern die in Wahrheit einzige Jahreszeit im flachen Land? Diese und viele andere Fragen beantworten die beiden Freunde Christian Behrens und Thomas Hunsmann im neuen Buch "Am Niederrhein ist immer Sommer", das eben im Verlag Edition Aragon erschienen ist. Wie schon in den Büchern "Kleine Welten am Niederrhein" und "Neues aus den kleinen Welten" sind es wieder die Kleinigkeiten, die Miniaturen, in denen sich Hörer und Betrachter mit eigenen Gedanken zum Lauf der Welt wiederfinden.

Ebenso wie die beiden ersten Bücher und ein Kalender mit Texten und Fotos erscheint Behrens' drittes Buch mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Moers. Marketingdirektor Manfred Falz: "Wir sind mit Hanns Dieter Hüsch der Überzeugung, daß die niederrheinische Poesie lebt." Das Buch kostet 24,80 Mark und lag auf einem Büchertisch für die Besucher des Kleinkunstabends in der Sparkassen-Hauptstelle bereit.

Energieversorgung zwischen Ölpreisschock und Ökosteuer

Start der 14. Universitätswochen in Moers

MOERS. "Stellen Sie sich vor, Benzin-, Öl- und Gasversorgung brechen zusammen, oder: die Energiepreise verdoppeln sich. Stellen Sie sich vor , die Versorgung Ihres Haushalts mit elektrischer Energie fällt plötzlich für mehrere Tage aus..." Solche Visionen zeichnet das Vorwort des Programmheftes für die 14. Universitätswochen in Moers.

In der Kundenhalle

Die Universität Duisburg und die Sparkasse laden ein. Zum Thema "Energieversorgung zwischen Ölpreisschock und Ökosteuer" werden fachkundige, teils sehr bekannte Referenten und Diskussionsteilnehmer in der Kundenhalle des Kreditinstituts erwartet.

Auftakt ist am Donnerstag, 11. Oktober. Dr.-Ing. Jürgen Roes von der Uni Duisburg spricht zum Thema "Die Brennstoffzelle - ein universeller Energiewandler der Zukunft?" Die Gerhard-Mercator-Universität stellt mit einem "Zentrum für Brennstoffzellen-Technologien" einen gewichtigen, vom Land intensiv geförderten Akzent im Bereich der Energieforschung.

Buchautor Dr. Franz Alt

Der Fernsehjournalist und Buchautor Dr. Franz Alt, renommierter Beobachter der Wissenschaftsszene, stellt am Donnerstag, 18. Oktober, fest: "Die Sonne schickt uns keine Rechnung - die Energiewende ist möglich." Er zeichnet ein kritisches Bild der Energieversorgung wie auch -verschwendung und setzt besondere Akzente bei den alternativen Energien.

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr, so auch die abschießende Podiumsdiskussion am Donnerstag, 25. Oktober. Unter der Leitung von Bernd Müller (WDR) diskutieren zum Thema der Universitätswochen Staatssekretär Jörg Hennekes, Dr. Kora Kristof (Wissenschaftszentrum NRW), Dr. Gerd Jäger (Vorstand RWE Power AG) und Prof. Dr. Angelika Heinzel (Uni Duisburg).

Wunder der Elektrochemie könnte Energieprobleme der Zukunft lösen

Auftakt zu den 14. Universitätswochen

MOERS. Sie gilt als Wunder der Elektrochemie und bietet möglicherweise die Grundlage zukünftiger Energieversorgung: die Brennstoffzelle. Rund 300 Zuhörer waren zum Auftakt der 14. Universitätswochen der Sparkasse Moers und der Duisburger Gerhard- Mercator-Universität gekommen, um aus erster Hand Einzelheiten über die vielversprechende Technologie zu erfahren.

Frau Professorin Angelika Heinzel, die ursprünglich den Vortrag halten sollte, war auf Wunsch von Ministerpräsident Wolfgang Clement kurzfristig mit ihm nach Stockholm gereist. In Vertretung brachte ihr Forschungskollege am kürzlich gegründeten "Zentrum für Brennstoffzellen-Technologie" an der Duisburger Universität, Dr. Jürgen Roes, dem Auditorium das Kraftpaket und seine Zukunftsaussichten näher.

Knallgas

Roes erinnerte an Knallgas-Versuche in der Schule. "Im Grunde passiert in der Brennstoffzelle das gleiche, nur daß die Elektronen kontrolliert abgeführt und die frei werdende Energie genutzt werden kann." Herzstück jeder Brennstoffzelle ist eine Elektrolytmembran. Auf der einen Seite wird Wasserstoff, auf der anderen Sauerstoff zugeführt. Die beiden treten miteinander in Reaktion, Strom und Wärme werden frei. Die Einsatzmöglichkeiten des innovativen Energielieferanten sind vielseitig: Die Technik funktioniert in tragbarer Ausführung für Laptops oder Videokameras, als kleines Kraftwerk zur Strom- und Wärmeversorgung von Häusern oder als kompakter Energielieferant für ganze Stadtteile.

Allein, auch hier haben die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. "Noch ist die Brennstoffzelle gegenüber konventionellen Technologien, die sich auf fossile Energieträger stützen, nicht konkurrenzfähig", so Roes. Das liegt vor allem daran, daß zur Herstellung des Wasserstoffs bislang Gas, Kohle oder Öl eingesetzt werden müssen. In der Energiebilanz bleibt unterm Stich zuletzt zwar ein Plus an effektiverer Ausnutzung. Roes: "Mit bis zu 20 Prozent weniger Verbrauch fossiler Brennstoffe ist die gleiche Menge an Energie zu erreichen." Doch noch liegen die Kosten für die komplexe und noch nicht ausgereifte Technik weit über dem herkömmlicher Strom- und Wärmelieferanten.

Hohe Erwartungen

Trotzdem setzen Energiekonzerne, Autohersteller, Industrie und Regierung hohe Erwartungen in die Brennstoffzelle. Roes berichtete von Forschungsergebnissen bei Mercedes und Opel, die bereits leistungsfähige Prototypen entwickelt haben. "Opel geht davon aus, bis 2004 eine Million Fahrzeuge mit dieser Technologie auf den Markt bringen zu können." Ebenso hohe Erwartungen haben Hersteller von Haustechnik. So forsche die Firma Vaillant bereits seit Jahren an kleinen Kraftwerken für den Hausgebrauch. Und bei den portablen Geräten, die mit Solarenergie betrieben werden können, habe das Fraunhofer-Institut bereits bemerkenswerte Ergebnisse zu Tage gebracht.

Die NRW-Landesregierung förderte das Duisburger Forschungszentrum mit bislang 30 Millionen Mark. Sie investiert damit in die Chancen, die die Brennstoffzelle für Strukturwandel, Beschäftigung und Energieversorgung der Zukunft verspricht. Professor Ingo Wolff, der Rektor der Duisburger Universität, und Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, nahmen den guten Besuch und die intensive Diskussion im Anschluß an den Vortrag als Bestätigung dafür, für die 14. Universitätswochen wiederum ein interessantes Thema gewählt zu haben: “Unsere Energieversorgung - zwischen Ölpreisschock und Ökosteuer”

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