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Bezahlen im Internet, so sicher wie in Fort Knox

Eurotec: Grundstein für neues Dienstleistungscenter

MOERS. So sicher wie in Fort Knox die amerikanischen Goldreserven liegen, will die Firma Allcash demnächst Daten rund um den e-Commerce in Moers verarbeiten. Der Grundstein für das bundesweit erste "Trust & Service Center" liegt. Mitte 2001 soll das Gebäude fertig sein.

Staatssekretär Jörg Bickenbach (NRW-Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr) betonte die Bedeutung des Projektes für den Standort NRW und die Region Niederrhein. “Gerade hier, wo in den klassischen Arbeitsbereichen wie Bergbau und Stahlindustrie Arbeitsplätze verloren gegangen sind, brauchen wir Unternehmen wie Allcash, die Pionierarbeit im Bereich des e-Commerce leisten und dadurch Menschen in Brot und Arbeit bringen.” Dort, wo früher die Waschkaue der ehemaligen Zeche Rheinpreussen stand, sollen ab Mitte 2001 zunächst rund 100 qualifizierte Mitarbeiter für sicheres und weltweites Bezahlen im Internet sorgen.

Logistik und Bezahlmöglichkeit

"Im schnell wachsenden Markt des e-Commerce sind es zwei Dinge, auf die man bei aller Angebotsvielfalt nicht verzichten kann", so Allcash-Geschäftsführer Gustav A. Habenstein: "zuverlässige Logistik und sicheres Bezahlen". Genau das will Allcash von Moers aus als Dienstleistung in der ganzen Welt anbieten. Habenstein: "Wir werden unsere Belegschaft von derzeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittelfristig verdoppeln müssen".

Ein großer Teil der 2800 Quadratmeter Nutzfläche in dem neuen Verwaltungsgebäude, das die MGG, eine Tochter der RAG-Immoblien, für Allcash errichtet, ist als Hochsicherheitsbereich konzipiert. Projekt-Manager Ralf Wetter: "Die Großrechner, mit denen wir die Kundendaten empfangen, verwalten und weiterleiten, sind durch Panzerglas, Video-Überwachungsanlagen und eine Reihe weiterer modernster Sicherheitsvorkehrungen vor fremdem Zugriff geschützt."

Gesamtinvestition: 13 Millionen Mark

Insgesamt investiert die RAG-Tochter in das neue Gebäude rund acht Millionen Mark. Professor Noll: "Wir haben mit Allcash einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen." Wilfried Beimann, Vorstandsmitglied der RAG-Immobilien: "Mit der Förderung solcher Technologie- und Gewerbeansiedlungen leisten wir gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Struktur-wandel an Rhein und Ruhr.“ Heute arbeiten bereits sieben ehemalige Bergleute bei Allcash, schon bald können es deutlich mehr sein.

Die Allcash-Investitionen in die Infrastruktur des "Trust & Service Centers" betragen weitere fünf Millionen Mark. Seit 1995 arbeitet die Firma, die 1996 ihren Sitz auf das Eurotec-Gelände verlegte, als Provider und ZKA-Netzbetreiber für reibungslose elektronische Zahlungssysteme. Mehrere Tausend Bezahlterminals stehen heute in deutschen Einzelhandels-geschäften sowie in Hotels und Gastronomie. In der sogenannten physikalischen Welt und an ihrem Firmensitz Moers stützt sich Allcash dabei auf die Sparkasse Moers.

Habenstein: "Das Marktsegment 'sicheres Bezahlen im Internet', in das wir gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern in Florida bereits zu Beginn des Jahres eingestiegen sind, wird mit steigenden Käuferzahlen in der virtuellen Einkaufswelt immer größer." Seit Mai diesen Jahres ist Allcash der erste vom TÜV Secure iT zertifizierte Payment Service Provider. Das Unternehmen plant den weiteren internationalen Ausbau durch strategische Allianzen und Kooperationspartner.

Eurotec-Geschäftsführer Harald König erhofft sich von der vielversprechenden Expansion eine Signalwirkung für weitere Ansiedlungen auf dem ehemaligen Zechengelände. Mit 46 Mietern aus ganz unterschiedlichen Branchen ist die Gewerbefläche heute zu 98 Prozent ausgelastet, verfügt jedoch noch über 5,2 Hektar freie Fläche.

Weitere Informationen zu dem genannten ePayment System unter: www.allcash.de

Quibbles erreichten vierten Platz im “Quartett”

Marienbaumer tanzten um die Europameisterschaft

MARIENBAUM. Sie heißen "Quibbles". "Im Englischen heißt das soviel wie die Quirligen", sagt der Co-Trainer der Marienbaumer Rock'n'Roll-Formation, Andreas Ahls. Im Blick auf Samstag, 7. Oktober, waren die vier Tanzpaare allerdings noch unruhiger als sonst.

Zum ersten Mal traten die "Quibbles" im Rahmen einer Europameisterschaft gegen internationale Formationen an. Anläßlich ihres 20jährigen Bestehens erhielten sie vom Weltverband des Rock'n'Roll die Erlaubnis, in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle um den Titel eines Europameisters in der Quartett-Formation zu tanzen. Sie belegten den vierten Platz. Erster im “Quartett” wurde der Münchener RRC im TSV Haar.

Was 1980 mit acht Marienbaumer Jugendlichen und ihrer Hobby-Formation begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer eigenen Abteilung des SV Vynen-Marienbaum entwickelt. "Unsere Tanzsportabteilung zählt heute rund 70 Mitglieder im Alter von sieben bis 38 Jahren", sagt der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Kösters. Getanzt wird Hip-Hop, Boogie-Woogie und Rock'n'Roll. Kösters war gemeinsam mit zahlreichen Schlachtenbummlern am Samstag dabei, als die "Quibbles" die Beine für Meisterschaftspunkte fliegen ließen.

Nur wenige Wochen vor dem großen Termin wurde das Training nocheinmal richtig spannend. Die Sparkasse Moers hatte der Formation anläßlich ihres Jubiläums und der Teilnahme an der Europameisterschaft neue Trikots im Wert von 2300 Mark spendiert. "Die Trikots sind superschön, aber viel glatter als unsere alten", so Silke Nyhuis. Da hieß es aufpassen bei so gefährlichen Figuren wie dem Todessturz, bei dem die Tänzerin von ihrem Partner hoch in die Luft geworfen wird und kopfüber hinter seinem Rücken zu Boden saust.

Nach dem fünften Platz beim Großen Preis von Deutschland und dem sechsten bei der Deutschen Meisterschaft erhofften sich die "Quibbles" einen der vorderen Plätze bei der Europameisterschaft.

Mit Zauberei, Spielmobil und Hüpfburg für die Kinder

Ein Jahr Stockrahmsfeld: großes Familienfest

MOERS. Vor einem Jahr begannen die Baumaßnahmen für einen neuen "Stadtteil" in Moers: das Stockrahmsfeld in Kapellen, 150 000 Quadratmeter oder 30 Fußballfelder groß. Anläßlich des Startschusses vor zwölf Monaten laden drei Bauträger sowie die Sparkasse Moers zu einem großen Familienfest ein.

Am Sonntag, 27. August, 11 bis 16 Uhr, warten auf alle, die sich vergnügen oder auch informieren wollen, zahlreiche Attraktionen. Von Zauberer und Märchenerzähler Willi Schmitz bis zum Spielmobil des Kreises Wesel, von Getränke- und Imbißständen bis zu einer Hüpfburg für die Kinder reichen die Angebote. Familien, die bereits im Stockrahmsfeld wohnen, können sich näher kennenlernen, und solche, die Interesse an dem Wohngebiet haben, können sich über den Stand der Dinge unterrichten lassen. Die im Stockrahmsfeld kooperierenden Firmen Projektbau, Scheuwo-Wohnungsbau und SWF-Projektbau haben das Fest gemeinsam organisiert.

Endausbau der Straßen

Von über 300 geplanten Wohneinheiten sind bereits 140 verkauft. 40 Häuser im mittleren Bereich des Stockrahmsfeldes sind bezogen. Der Endausbau der Straßen beginnt im November. Öffentliche Grünanlagen werden ab Herbst angelegt. Ebenso erfolgt dann die Begrünung der Lärmschutzwand, die völlig unter Büschen und Pflanzen verschwinden wird.

Drei Kinderspielplätze werden angelegt. Die Planung wird zur Zeit mit der Stadt Moers abgestimmt. Am 31. August ist Richtfest für den neuen Kindergarten, dessen Finanzierung (2,4 Millionen Mark) von der Projektbau geleistet wird. Die Stadt wird Träger des Kindergartens sein, für den eine Grundstücksfläche von rund 2000 Quadratmetern zur Verfügung steht. Der eingeschossige Bau erhält eine großzügige Eingangshalle, drei Gruppenräume, Neben- und Sanitärräume, zwei Küchen, einen Säuglings- und einen Mehrzweckraum. Spielgeräte, auch Wasserspiel, werden auf der Außenfläche installiert.

Kinder haben Vorfahrt

"Kinder und Jugendliche sind Könige im Stockrahmsfeld", unterstreicht Michael Finkeldey, Mitarbeiter beim Immobilien-Service der Sparkasse (darüber werden vier Fünftel den Wohneinheiten vermarktet). Finkeldey und Klaus Behlke, Geschäftsführer der Projektbau, verweisen darauf, daß alle Straßen im neuen Wohngebiet Spielstraßen mit "Tempo 7" sind. Sie sind überwiegend gepflastert, für Inline-Skater aber in einigen Bereich bewußt asphaltiert. "Kinder haben Vorfahrt", sagt Behlke.

Solo-Rollen für junge Künstler in “Orpheus und Eurydike“

Sonderkonzert der Kulturstiftung Sparkasse Moers

MOERS. Junge Künstler, die sich schon früher beim traditionellen Moerser Musiksommer bewährt hatten, sangen die Solo-Rollen in einer konzertanten Aufführung der Oper "Orpheus und Eurydike" am Samstag, 26. August, im Kulturzentrum Rheinkamp. Dirigent bei diesem Sonderkonzert der Kulturstiftung Sparkasse Moers war der Moerser Bernd Hänschke. Die Projektleitung lag in Händen von Christiane Schumann.

Künstler aus der Region

Mehr als 40 Opern hat Christoph Willibald von Gluck (1714 -1787) im Laufe seiner Karriere geschaffen. Vor allem die italienische Urfassung der 1762 in Wien herausgebrachten Oper "Orfeo et Euridice" und deren 1774 für Paris abgeänderte Fassung des bekannten antiken Sagenstoffes hat sich über die Jahrhunderte erfolgreich im Repertoire gehalten. Die von Alfred Dörffel bearbeitete - für die Aufführung verwendete - Vorlage greift auf beide Partituren zurück.

Mitwirkende des großen Projekts waren die Kantorei der Friedenskirche Oestrum (Chorpartien) und das Orchester Orpheus-Sinfonietta. Als Solisten traten Dorothe Ingenfeld (Orpheus), Kerstin Maria Wüller (Eurydike) und Konstanze Ruttloff (Amor) vor das Publikum.

Dorothe Ingenfeld begann ihr Gesangsstudium 1993 in Berlin und wechselte 1997 auf die Guildhall School of Music and Drama nach London über, wo sie im Sommer 2000 ihren Studienabschluß anstrebt. In Meisterkursen erweiterte die Mezzo-Sopranistin ihre künsterischen Erfahrungen, die sie in Konzerten (Weihnachtsoratorium, Messias) unter Beweis stellte. Erste Opernauftritte folgten 1997 als Mutter in Stravinskys "Mavra" in einer Inszenierung der Musikhochschule Berlin und im Juli 2000 als Cherubino in Mozarts "Figaro" in Frankreich.

Kerstin Maria Wüller schloß ihre Gesangsausbildung 1996 mit der künstlerischen Reifeprüfung und 1999 mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. 1996 gewann sie beim Deutschen Musikwettbewerb und wurde in die Bundesauswahl "Konzerte junger Künstler" aufgenommen. Sie erhielt Förderpreise und Stipendien und errang 1997 einen ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in Rom. Die Sopranistin gastierte auch an der Berliner Kammeroper und dem Theatre la Vilette in Paris.

Konstanze Ruttloff studiert seit 1995 im Hauptfach Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und erlangte 1999 nach der künstlerischen Abschlußprüfung die Zulassung zum Konzertexamen. Die ausgebildete Kirchenmusikerin ist seit 1998 als Kantorin in Angermund tätig und hat sich in Meisterkursen weiterbilden können. Die lyrische Sopranistin ist außerdem Stipendiatin der Neuen Opernschule in Zürich. Beim Moerser Musiksommer 1999 erhielt sie den Preis für Liedinterpretation; sie war mehrfach Preisträgerin nationaler Wettbewerbe.

“Woanders ist das der ganze Betrieb“

Auftakt für 20 neue Auszubildende

MOERS. Für 20 neue Auszubildende begann im August 2000 bei der Sparkasse Moers "eine wichtige Etappe und eine spannende Zeit", wie Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz bei der Begrüßung in der Abteilung "Aus- und Fortbildung" formulierte. Schulz betonte die hohe Zahl der jungen Leute "Woanders ist das der ganze Betrieb!"

Das Kreditinstitut gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region. Die "Neuen" können auch davon ausgehen, daß sie nach zweieinhalb Jahren - wenn das Ziel Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann erreicht ist - übernommen werden. Entsprechende Leistungen werden natürlich vorausgesetzt.

Ohne Mobilität, so unterstrich der Vorstandsvorsitzende, würden den Auszubildenden keine Chancen erwachsen. "Mobiliät ist das Zauberwort für Sie wie für die Sparkasse." Auch das Internet stelle das Haus vor neue Herausforderungen. Und: "Nach der Aus- folgt die Fortbildung." Schulz forderte Teamgeist ein und meinte, Betriebsklima werde nicht von den Vorgesetzten geschaffen, sondern von allen.

Am Beginn stand ein dreitägiges Einführungsseminar. Dann folgten Tätigkeitsfelder in den Geschäftsstellen der Sparkasse. An der Berufsschule sind fünf sechswöchige Unterichtsblöcke zu absolvieren. Aber auch eine Studienfahrt nach Weimar, eine Grubenfahrt auf Friedrich Heinrich und ein gemeinsamer Theaterbesuch stehen auf dem breitgefächerten Programm. - Betriebsratsvorsitzender Heiner Rütjes: Schön, daß Sie bei uns sind!"

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