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VOM ANLAGEMARKT

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Jörg Pöhler ist Anlageexperte bei der Sparkasse am Niederrhein.

NIEDERRHEIN. Auch wenn der Euro historisch betrachtet immer noch auf einem niedrigen Niveau handelt, so legte er pünktlich zur Urlaubssaison doch etwas zu und schont damit ein wenig die Urlaubskasse. Den Grund dafür sehen Analysten der Landesbank Baden-Württemberg in Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi zur Geldpolitik, die zumindest in Teilen vom Markt so gedeutet wurde, dass die EZB möglicherweise gewillt sei, die Tür für einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zu öffnen. Unabhängig davon, wie Draghis Worte nun interpretiert werden, steht fest: Wer jetzt Länder außerhalb der Eurozone bereist, kann sich darüber freuen, dass sein kühles Getränk ein paar Prozent günstiger geworden ist.

 

Das gilt für einen USA-Trip nur bedingt, weil dort die Wirtschaftsentwicklung deutlich besser ist. Während die Konjunktur in Europa nur langsam auf die Beine kommt, herrscht in den USA praktisch Vollbeschäftigung. Das vergrößert den Zinsvorsprung des US-Dollars und die relativ attraktiven Zinsen führen dazu, dass der Dollar hoch bewertet ist. Mit einem preiswerteren Urlaub in den Staaten wird es wohl erst dann etwas, wenn der Greenback gegenüber dem Euro abwertet. Das wird wohl aber erst dann der Fall sein, wenn sich die europäische Konjunktur weiter erholt sowie die EZB-Geldpolitik tatsächlich weniger locker ausfällt.

Innerhalb Europas gilt das altbekannte Bild: In Skandinavien und in der Schweiz ist es teuer, im Süden lebt es sich günstiger. Aktuell notiert die Norwegische Krone gegenüber dem Euro erfreulich schwach. Das macht einen Urlaub dort natürlich immer noch nicht zum Schnäppchen, aber der Zeitpunkt für einen Besuch Norwegens ist günstig. Auch Schweden sollte man lieber früher als später bereisen, denn angesichts der anhaltend starken Wirtschaftsentwicklung wird die Schwedische Krone wohl bald teurer.

Für die Hochpreisinsel Schweiz liegt der Fall hingegen deutlich anders. Trotz einer leichten Abwertung in den letzten Wochen und Monaten handelt der Schweizer Franken noch immer etwa 50 Prozent teurer als vor zehn Jahren. Auf längere Sicht wird sich daran wenig ändern. – Wo auch immer Ihre Reise hingeht, ich wünsche Ihnen einen erholsamen Urlaub.

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19.7.2017

 

 

 

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