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Junge Kreative erprobten ihre Ideen zu einem eigenen Unternehmen

Schüler erfolgreich in der "StartUp-Gründungswerkstatt"

MOERS. Die Erfolgsgeschichten junger Menschen, die von der Schulbank herunter gleich in den Chefsessel der eigenen Firma wechseln, sind so selten nicht mehr. Junge Kreative aus Moers hatten vier Monate lang Gelegenheit, ihre innovativen Ideen zu erproben.

Die Sparkasse Moers hatte Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren anläßlich der bundesweiten Initiative "StartUp-Gründungswerkstatt" eingeladen, ihre Unternehmensidee auf den Prüfstand zu stellen. Drei Gruppen berichteten zum Abschluß der Spielphase von ihren Erfahrungen und erhielten Geldpreise

Hotelkette und Internet

Zwei der Gründungsideen drehten sich mit speziell zugeschnittenen Dienst- und Serviceleistungen um die Möglichkeiten von Computer und Internet. Das Team des Grafschafter Gymnasiums surfte mit seinem Angebot "www.mond24.de" sowohl regional als auch überregional auf der Siegerwelle. "24 steht für rund um die Uhr und meint, daß unsere Firma die Angebote vieler Internetanbieter sichtet und wir damit unseren Kunden die Auswahl erleichtern", so Christina Hörz. Für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Gründungswerkstatt erhielten Christina und ihre Teamkollegen Julia Brieden, Lukas Kretschmer und Tim Pulina vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband 1000 Mark und von der Sparkasse Moers weitere 500 Mark

Ganz aus dem Erfahrungsbereich vieler Schulen entwickelten Christian Gubensek, Daniel van Soest, Marius Fiebig und Marcus in het Panhuis ihre Gründeridee. Die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule entwickelten ein Gesamtkonzept, um Schulen aus einer Hand einen Computer- und Internetservice anzubieten. "Kurzfristig muß das Ziel erreicht werden, mittels geeigneter Hard- und Software im Internet zu verkehren", so die Jungunternehmer. Auch sie erhielten für ihre überregionale Platzierung 1000 Mark und für den regional errungenen zweiten Platz 500 Mark.

Eine fünfköpfige Gruppe der Anne-Frank-Gesamtschule konzeptionierte eine ganze Hotelkette. Der Clou: "Jedes Haus ist ganz unterschiedlich eingerichtet, etwa im Stil der Formel eins oder der 70er Jahre", so Stefanie Jelenz aus der Jahrgangsstufe 12. Die Gäste der neuen Hotels sollen jeweils in andere Traumwelten eintauchen können. Als Unternehmerpaten, den die Spielregeln der Gründerwerkstatt fordern, konnten die Schüler den Repelener Hotelier Elmar Welling gewinnen.

Kapitalbedarf und Marktanalysen

Insgesamt zwölf Aufgaben mußten die Gruppen während der gesamten Spieldauer lösen, die ihnen zuvor per E-Mail zugestellt wurden. Dabei ging es unter anderem um die Entscheidung für die passende Rechts- oder Gesellschaftsform, die Aufstellung eines 3-Jahresplans und eine Übersicht über den Kapitalbedarf sowie Marktanalysen und Vertriebskonzepte. Auf diesem Wege sollten die jungen Leute erkennen, ob sich ihre Idee unter Marktbedingungen durchsetzen könnte.

Hervorgegangen ist die Idee zur Gründungswerkstatt aus der 1997 vom Magazin Stern, der Unternehmensberatung McKinsey und den Sparkassen ins Leben gerufenen Initiative "StartUp". Der damalige Bundespräsident Roman Herzog hatte in seiner denkwürdigen Rede in Berlin mehr Mut zur Selbständigkeit eingefordert. Das Internet-Planspiel "StartUp-Gründungswerkstatt" hat das Ziel, nach dem bundesweit größten Gründungswettbewerb mit über 4000 Teilnehmern das unternehmerische Denken in den Schulen fördern.

Schießwettbewerb wurde fester Bestandteil im Vereinsleben

Sparkasse ehrte erfolgreiche Xantener Schützen

XANTEN. Der Schießwettbewerb der Xantener Bruderschaften und Schützengesellschaften ist über die Jahre zum festen Bestandteil im Vereinsleben der Stadt geworden. Diesmal hatte die veranstaltende Sparkasse Moers zur Siegerehrung ins Festzelt der St.-Birgitten-Bruderschaft in Marienbaum eingeladen. Der Xantener Filialdirektor der Sparkasse, Willy Deselaers, stellte wieder zahlreiche Geld- und Sachpreise zur Verfügung.

Wanderpokal und 1. Mannschaftspreis (400 Mark) nahm in der Schützenklasse, wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren, die gastgebende Bruderschaft St. Birgitten Marienbaum (897 Ringe) entgegen. Auf die Plätze zwei und drei gelangten St. Victor Xanten mit 882 Ringen (300 Mark) und St. Willibrordus Wardt mit 868 Ringen (200 Mark).

1. Dame schoß einen Ring mehr

Bei den Damenmannschaften kann sich die Vertretung von St. Helena Xanten (533 Ringe) über Wanderpokal und ersten Mannschaftspreis (250 Mark) freuen. Plätze zwei und drei: Mörmter-Ursel-Willich mit 531 Ringen (200 Mark) und St. Willibrordus Wardt mit 525 Ringen (150 Mark).

Den ersten Platz als Einzelsieger in der Kategorie Schützenklasse nahmen Hans Wenten von St. Victor Xanten, Udo van Loock, St. Birgitten Marienbaum, und Carlo Lackas, KKS Xanten, mit jeweils 94 Ringen ein. Bei den Damen ließ sich Petra Hemmers, St. Birgitten Marienbaum, den Sieg mit 95 Ringen, einem mehr als bei den Männern, nicht mehr nehmen. Agnes Sanders (Mörmter-Ursel-Willich) belegte mit 94 Ringen den zweiten, Änne Ingendahl (St. Willibrordus Wardt) mit 93 Ringen den dritten Platz.

Herzlichen Dank und Anerkennung erhielten all jene, die sich mit Organisation, Aufsicht und Auswertung beim 17. Kleinkaliber-Schießwettbewerb viel Mühe gegeben hatten.

Kirchengrund zu Bauland für junge Familien gemacht

Häuser, Preise und Beratung im Sinne des Presbyteriums

MOERS. "Die Häuser müssen bezahlbar und familienfreundlich sein." Unter dieser Voraussetzung stimmte das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Repelen zu, Kirchengrund zu Bauland zu machen. Am Hohen Weg entstehen insgesamt zwölf Doppelhaushälften. Pfarrer Uwe-Jens Bratkus-Fünderich: "Wir freuen uns auf die neuen Nachbarn."

Eigenleistungen

"Ein Haus zu bauen, das ist für viele Familien unerschwinglich. Uns war wichtig, daß bei den einzelnen Häusern unterschiedliche Preisgestaltungen und Eigenleistungen möglich sind", so Christina Holtwick, die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums in Repelen. Mit dem Architekten Ricardo Boksten und dem Xantener Generalbauunternehmer Schmitz fand die Gemeinde professionelle Kooperationspartner für die Umsetzung ihrer Idee.

Die Vermarktung und Beratung bei der Finanzierung vertraute das Presbyterium der Sparkasse Moers an. "Nicht wenige Familien geraten nach einer schlechten Beratung in finanzielle Schwierigkeiten, wenn die Baufördergelder nach ein paar Jahren auslaufen", so Christina Holtwick. Das wollte die Kirche den Familien, die in ihre Gemeinde ziehen werden, ersparen.

Das städtische Bauamt unterstützte die familienfreundliche Idee seinerseits durch ein zügiges Genehmigungsverfahren. Wahlweise können die Häuslebauer am Hohen Weg nun Grundstücke von 183 bis 237 Quadratmetern erwerben. Die Häuser im Landhausstil haben vier bis fünf Zimmer und bieten Wohnflächen zwischen 117 und 121 Quadratmetern. Die Preise liegen zwischen 388.000 Mark und 414.000 Mark. Weitere Informationen unter den Rufnummern 02841 / 206 - 523 oder 206 - 811.

“Größe suchen ist gut, Nähe bieten ist besser“

Sparkasse Moers zufrieden mit Geschäftsergebnis 1999

MOERS. Mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 1999 konnte die Sparkasse Moers trotz eines schärferen Wettbewerbs und niedrigen Zinsniveaus an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Der Vorstand verwies in einer Jahresbilanz- Pressekonferenz auf erneut kräftige Steigerungen im Kreditgeschäft und erfreuliche Zuwächse auf dem Wertpapiersektor.

In einer Zeit der Megafusionen diverser Großbanken und der damit verbundenden Sorge um den Abbau von Arbeitsplätzen ist an eine Minderung der Präsenz vor Ort nicht gedacht. Im Gegenteil: Kontinuierlich investiert die Sparkasse Moers in ihre 32 Geschäftsstellen. Jüngstes Beispiel ist die Geschäftsstelle Hülsdonk, die völlig umgebaut, erweitert und im neuen Kleid wiedereröffnet wurde. "Größe ist gut, Nähe bieten ist besser", sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz in Anspielung auf die Bankenfusionen.

Neue Kredite: 387 Millionen DM

Die vergleichsweise geringe Steigerung der Bilanzsumme um 17 Millionen Mark auf 3,65 Milliarden DM hängt mit dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten (Interbankgeschäft) zusammen. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 2,47 Milliarden DM (Vorjahr: 2,28 Milliarden DM). Neue Kredite in Höhe von 387 Millionen DM (1998 waren es 381 Millionen) wurden vergeben.

Das Wachstum vollzog sich überwiegend im langfristigen Bereich. Die Kunden nutzten die im langjährigen Vergleich nach wie vor günstigen Konditionen und bevorzugten längere Kreditlaufzeiten, insbesondere für Baufinanzierungen.

Die Kundeneinlagen wuchsen insgesamt nur leicht um 1,4 Prozent auf 2,55 Milliarden DM. Zum einen lag das am niedrigen Zinsniveau, zum anderen ergaben sich im nicht bilanzwirksamen Wertpapier- und Investmentbereich interessante Anlagealternativen. Dementsprechend kam es zu erheblichen Umschichtungen in den Wertpapiersektor und insbesondere in Investmentfondsanteile der sparkasseneigenen Deka-Bank. Die Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, die hauptsächlich der Liquiditätssicherung dienen, konnten sich jedoch gut behaupten.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung hat sich im Geschäftsjahr 1999 im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Jahresüberschuß nach Steuern beträgt 8,6 Millionen Mark (Vorjahr 10,5 Millionen DM).

Die Zahl der Mitarbeiter bei der Sparkasse Moers, die zu den größten Arbeitgebern in der Region gehört, erhöhte sich um fünf auf 614. In der Ausbildung befanden sich im Berichtsjahr 53 junge Leute. Im laufenden Jahr 2000 werden 19 neue Auszubildende eingestellt.

Stattliche Fördermittel

Nicht nur im bankwirtschaftlichen Bereich engagierte sich das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut, sondern seinem Auftrag gemäß auch mit stattlichen Fördermitteln in den Bereichen Soziales, Sport, Kultur, Schule und Wissenschaft. Die zusätzlichen Leistungen für die Bürger insbesondere in Moers, Xanten, Sonsbeck und Alpen beziffern sich auf 549 000 DM beim Spendenaufkommen, auf 338 000 DM beim PS-Zweckertrag und auf 349 000 DM, die die Kulturstiftung zur Verfügung stellte. Dieses Engagement unterscheidet die in der Region verwurzelte Sparkasse von ihren Mitbewerbern, die gewinn- bzw. mitgliederorientiert handeln.

Kapital von 100.000 Euro erfolgreich in Wertpapieren und Fonds angelegt

87 Teilnehmer bei der Telefonbörse der Sparkasse Moers

MOERS. Der Run auf Wertpapiere als alternative Anlagefom hat sich im Zuge der Zeichnung von Infineon- und Telekom-Aktien deutlich erhöht. Das spiegelte sich auch im Interesse an der sechsten sogenannten Telefonbörse der Sparkasse Moers wieder. "Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir doppelt so viele Teilnehmer", so Christine Blanke von der Marketing-Abteilung der Sparkasse.

Zehn Wochen lang konnten die insgesamt 87 Mitspieler über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von 100.000 Euro verfügen. Ziel des Spieles war es, das Kapital mit wohlüberlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Die erfolgreichsten Hobby-Broker zeichnete die Sparkasse Moers mit echten Geld- und Sachpreisen aus.

Breite Streuung, geringes Risiko

Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die taggleiche Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach kam es darauf an, ob Bulle oder Bär, die Symbole für Gewinn oder Verlust an der Börse, das Tagesrennen machten. ( Ständig aktuelle Börsendaten: www.s-investor.de ) Wer nicht selber täglich die Ergebnisse des Börsenschlusses analysieren konnte oder wollte, überließ diese Arbeit den Frankfurter Analysten der Deka-Fonds. "Die Fonds sind aus ganz unterschiedlichen Wertpapieren zusammengemischt. Das Kapital ist breiter gestreut und das Verlustrisiko entsprechend kleiner", so Thomas Münker von der Sparkasse Moers.

Platz eins mit einem Gewinn von 12.531,90 Euro

Der erfolgreichste Teilnehmer, Gerhard Zeeüw, vermehrte sein Startkapital um stolze 12,53 Prozent auf 112.531,90 Euro. Platz zwei belegte dicht hinter ihm H. Dieter Schönborn mit 112.309,99 Euro, und Rang drei sicherte sich Ralph Waltering mit 111.328,99 Euro. Die drei Erstplazierten erhielten für ihre Ergebnisse "echte" 750, 500 und 250 Mark. Im bundesweiten Vergleich der Teilnehmer von über 500 Sparkassen belegte Zeeüw Platz 40. Der Bundessieger, betreut von der Kreissparkasse Schönebeck, erwirtschaftete einen satten Überschuß von 62.728,85 Euro.

Unter den 100 handelbaren Werten legte Alcatel während der Spielzeit mit 44 Prozent am meisten zu. Societé General stieg um 25 Prozent, Aixtron um 23 Prozent und Aventis um 22 Prozent. Zu den Verlierern zählten ConSors und Thyssen-Krupp mit jeweils -25 Prozent, die Preussag mit -18 Prozent und MobilCom mit -16 Prozent. Zu den beliebtesten Wertpapieren gehörte, wie schon im vergangenen Jahr, SAP. Mit einem Anteil von 63 Prozent nutzten die meisten Teilnehmer das Internet für ihre Orders, 25 Prozent der Aufträger wurden per Fax und 12 Prozent per Telefon erteilt.

Neubaugebiet Stockrahmsfeld bekommt eigenen Kindergarten

Erster Spatenstich in Kapellen / Für 2,4 Millionen Mark

MOERS. Im Zuge der Erschließung des 150.000 Quadratmeter großen Baugebietes Stockrahmsfeld hatte sich die "Projektbau Bauträger GmbH", vertraglich verpflichtet, einen dreizügigen Kindergarten zu finanzieren. Zum Spatenstich kam Bürgemeister Rafael Hofmann. Die Baukosten für den Kindergarten betragen 2,4 Millionen Mark.

Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 150 Millionen Mark. Die Geschäftsführer der "Projektbau", Klaus Behlke, Hans-Gerd und Oliver Hendrix, unterstreichen die Bedeutung des Baugebiets Stockrahmsfeld für die Infrastruktur der Stadt Moers. Es sei interessant insbesondere für junge Familien mit Kindern. Entsprechend wichtig sei der Kindergarten, geplant vom Essener Planungs- und Ingenieurbüro "atelier & stadt & haus”.

Später Umwandlung möglich

Auf einer Grundstücksfläche von 2000 Quadratmetern entsteht ein eingeschossiger Bau mit großzügiger Eingangshalle, drei Gruppenräumen, Neben- und Sanitärräumen, zwei Küchen, einem Säuglings- und einem Mehrzweckraum. Spielgeräte, auch Wasserspiel, werden auf der Außenfläche installiert. Die Konzeption des Kindergartens ist so angelegt, daß in späteren Jahren die Umwandlung in ein Jugend- und sogar in ein Seniorenzentrum möglich ist.

Die Wohnbebauung ist bereits weit gediehen. Etwa 250 Einfamilienhäuser sind zur Zeit im Rohbau bzw. bezugsfertig erstellt. An der Vermarktung beteiligt ist auch der Immobilien-Service der Sparkasse Moers. Zur verwirklichten Infrastruktur gehören 1,8 Kilometer Regenwasserkanalisation, 2,1 Kilometer Schmutzwasserkanalisation und 900 Meter Wall mit aufgesetzter Lärmschutzwand. Diese wird in einigen Monaten unter einer Grünbepflanzung verschwinden und sich damit sehr viel ansprechender darstellen als noch zur Zeit. Öffentliche Grünflächen und Spielplätze werden ebenfalls ab Herbst angelegt.

Ökologische Maßnahmen

Das Stockrahmsfeld ist von der Neukirchener Straße her über die neue Erschließungsstraße zu erreichen. Der Hauptinvestor "Projektbau" stellt die vielfältigen ökologische Begleitmaßnahmen heraus, zu denen auch die Art des Straßenbaus zählt: Regenwasser fließt ab in riesige Mulden, in denen das Wasser gefiltert wird, bevor es versickert. Die landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen werden ergänzt durch die Aufforstung von insgesamt 4.4 Hektar Ausgleichsfläche im Moerser Stadtgebiet.

Informationen zum Kauf oder der Finanzierung von Häusern und Eigentumswohnungen unter der Moerser Rufnummer 02841 / 206-523 (Sparkassen-Immobilienservice).

Kontoauszüge und Geld rund um die Uhr

Neuer SB-Service der Sparkasse Moers in Hamb

HAMB. In Hamb richtete die Sparkasse Moers eine Automaten-Geschäftsstelle ein. Sie ist in einem rund 43 Quadratmeter großen Ladenlokal an der Hülsstraße 48a untergebracht. Damit stehen den Hambern nun rund um die Uhr ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker zur Verfügung.

Auch die Geldkarte kann in der Automatenstelle nachgeladen werden. Die Kosten für den Ausbau des Ladenlokals und die technischen Einrichtungen liegen nach Auskunft des Leiters der Organisationsabteilung, Günther Rosendahl (im Bild ganz rechts), bei 155 000 Mark.

Bürgermeister vor Ort

Bürgermeister Leo Giesbers, Ortsvorsteherin Christel Hawix und Beiratsmitglied Werner Kröger aus Hamb überzeugten sich bereits von der Funktionalität der neuen Einrichtung. Ulrich Ruthenkolk, Vorstandsmitglied der Sparkasse Moers (2.von links), und der Sonsbecker Geschäftsstellenleiter Werner Borchers stellten heraus, daß ihr Haus flächendeckenden Service pflege und noch ausbaue.

Das Kreditinstitut erhöhte die Zahl seiner Geldautomaten mit der Einrichtung in Hamb auf insgesamt 32. Dieses Angebot für die Kunden erfreut sich wachsender Akzeptanz, wie die Statistik der beiden vergangenen Jahre ausweist. 1999 wurden die Geldautomaten der Sparkasse Moers in 1,35 Millionen Fällen (1998: 1,23 Millionen mal) genutzt. Rund 3700 Verfügungen pro Tag (1998: 3400) mit einer Durchschnittssumme von 290 Mark wurden im vergangenen Jahr gezählt. Insgesamt entnahmen die Nutzer 1999 den Geldautomaten 391 Millionen Mark (1998: 362 Millionen).

Der Weg zum Banker führt durch Grube und Theater

Erster Blick auf neuen Arbeitsplatz: Sparkassen-Azubis

MOERS. Ihr Vertrag beginnt im August. Vorab besuchten die 21 neuen Azubis der Sparkasse Moers mit ihren Eltern den zukünftigen Arbeitsplatz. Eine Gelegenheit, vor dem neuen Lebensabschnitt wichtige Fragen zu klären.

"Vor dem Wechsel von der Schule in den Beruf ergeben sich viele Fragen. Die jungen Leute sollen wissen, daß wir Ihnen bereits jetzt gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen", so Jutta Treichel, die Ausbildungsleiterin der Sparkasse. Vorstand und Personaldezernent Ulrich Ruthenkolk begrüßte die neuen Kolleginnen und Kollegen und betonte, "daß gut ausgebildete Mitarbeiter in einem dichten Netz von Zweigstellen unser wichtigstes Kapital sind".

Grubenfahrt und Besuch in Weimar

Ausbilderin Jutta Rütjes berichtete, was außer den fachlichen Inhalten auf dem Weg zur Bankkauffrau und zum Bankkaufmann auf dem Stundenplan der zweieinhalbjährigen Ausbildung steht: "Wir unternehmen eine Studienfahrt nach Weimar, fahren in die Grube der Zeche Friedrich-Heinrich ein und gehen gemeinsam ins Theater." Außerdem erfuhren die jungen Leute, in welcher Geschäftsstelle sie ab August eingesetzt sind, bevor sie den ersten von fünf sechswöchigen Unterrichtsblöcken an der Berufsschule absolvieren. Druckfrisch und als besondere Überraschung erhielten die neuen Azubis beim Elternabend im Casino der Sparkasse persönliche Visitenkarten und ihre Namensschilder.

Unternehmensnachfolger dachten sich erfolgreiches Konzept aus

Moerser Unternehmen gewinnt StartUp-Sonderpreis

MOERS. Gewinner des Sonderpreises für die "Nachfolge in einem Unternehmen" im Rahmen des Existenzgründungs-Wettbewerbs StartUp sind die Geschwister Barbara und Axel Reißmann. Ihr Konzept zur Übernahme der Kammgarnweberei Albin Reißmann überzeugte die StartUp-Jury. Dafür erhielten sie in Frankfurt 20.000 Mark

StartUp ist eine Initiative des stern, der Sparkassen und McKinsey & Company und motiviert und unterstützt seit 1997 durch einen jährlichen Wettbewerb Existenzgründer in allen Branchen. Der Vorstand der Sparkasse Moers würdigte den Erfolg des Moerser Unternehmens durch einen Empfang. Vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Vorstandskollegen Karl-Heinz Tenter und Herbert Ackermann zu gratulieren. In einer kurzen Ansprache würdigte er das überzeugende Nachfolgekonzept: "Natürlich freut uns besonders, daß ein Moerser Familienunternehmen den Preis gewonnen hat, zu dem wir schon eine jahrzehntelange positive Geschäftsbeziehung pflegen."

Keine Nachfolger

Das Thema fehlender Firmennachfolger ist ein drängendes Problem in der Wirtschaft. Allein in den nächsten fünf Jahren steht in über 300.000 Betrieben bundesweit ein Eigentümerwechsel an. Für die rund vier Millionen betroffenen Arbeitnehmer dieser Firmen ist eine rechtzeitige Nachfolge besonders wichtig. StartUp vergab in diesem Jahr erstmalig den Sonderpreis für den besten eingereichten Nachfolgeplan. Denn auch für Betriebsübernehmer ist eine solide Planung der Schlüssel zum Erfolg.

Die ALBIN REIßMANN KAMMGARNWEBEREI feiert die geglückte Übergabe an die nun vierte Unternehmergeneration. Seit dem 1. Januar 1999 weht frischer Wind in dem traditionsreichen Familienunternehmen: Durch gezielte Kundenansprache und eine veränderte Marketingstrategie erschließen die jungen Nachfolger neue Märkte. Neben den bestehenden Kunden des Meterwareneinzelhandels sollen verstärkt Kunden aus dem Bereich Corporate Fashion, Kleinkonfektionäre, Theaterausstatter, Großhändler und Versender angesprochen werden.

Schon die Gründung der Firma war ein Beispiel für eine gelungene Firmennachfolge - in diesem Fall einer Fremdnachfolge. Gegründet wurde das Unternehmen in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts im thüringischen Greiz von A. Winterer. 1904 stieg Albin Reißmann in das Unternehmen ein und bewirkte die erste Namensänderung: A, Winterer & Co.

Laudatio von Angela Merkel

Nach dem Ausscheiden des Firmengründers erfolgte in den 20er Jahren schließlich die zweite Namensänderung, die Umbenennung in ALBIN REIßMANN KAMMGARNWEBEREI. Seine Söhne Fritz und Ernst haben das Unternehmen in zweiter Generation fortgeführt. Unter ihrer Ägide erfolgte der wesentliche Einschnitt in der Firmengeschichte: Die Flucht an den Niederrhein in die ehemalige Grafenstadt Moers. Seit dem Jahre 1953 hat die Firma infolgedessen keine eigenen Webmaschinen mehr und arbeitet mit Lohnwebereien zusammen. Dieter Reißmann ist 1964 als Kommanditist in das Unternehmen eingestiegen und hat es 1987 vollständig erworben.

Mit Blick auf eine spätere Übernahme haben die Nachfolger Barbara und Axel Reißmann ihre Ausbildung entsprechend ausgerichtet. Barbara Reißmann studierte im Anschluß an die Ausbildung zur Industriekauffrau Textiltechnik und arbeitete in internationalen Spinnereien und Färbereien. Der zweite Geschäftsführer, Axel Reißmann, stieg nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und später zum Handelsfachwirt schon 1990 in die Kammgarnweberei ein. Die hohe Identifikation der beiden Gesellschafter mit dem Unternehmen , sowie die langfristig geplante Nachfolge trugen wesentlich zur erfolgreichen Übernahme des Familienbetriebes bei.

Das junge Team verspricht für die Zukunft eine überzeugende Kombination von Tradition und Innovation. Ohne die klassischen Qualitäten zu verdrängen, soll der modische Bereich ausgeweitet werden. Gleichzeitig will man die bewährte persönliche Kundenbindung beibehalten und den individuellen Service weitergewährleisten. "Wir sehen uns mindestens ebensosehr als Dienstleister wie als Produzent", vertritt Barbara Reißmann die Firmenphilosophie.

Natürlich erhoffen sich Barbara und Axel Reißmann jetzt auch einen Impuls durch die zusätzliche Öffentlichkeit, die immer mit solch einem Preis verbunden ist, für ihr Unternehmen. "Es würde unsere Arbeit sehr erleichtern, wenn nicht nur wir neue Kunden finden müssen, sondern diese uns von sich aus finden können."

Die Übergabe des Preises erfolgte in der Frankfurter Paulskirche durch Thomas Mang, Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Axel Reißmann zeigte sich vor allem von der Laudatio der CDU-Parteivorsitzenden Angela Merkel begeistert.

Model sein bringt Spaß, ist aber auch echt anstrengend

Jugendliche beim Fototermin für Sparkassenwerbung

MOERS. Es ist halb zwei mittags: In einem Kleinbus starten Felix Neu (16), Heike Hohenstein (18), Paulina Landes (18) und Martin Fuhrmann (18) in Richtung Düsseldorf. Der renommierte Fotograf Frank Schemmann erwartet sie dort für Werbeaunahmen. Mit dem besten Foto wollen die Sparkassen am Niederrhein für kostenlose Jugend-Girokonten werben.

"Wir haben die Jugendlichen in unseren Geschäftsstellen angesprochen, ob sie Lust zu der Werbeaktion hätten", so Monika Pogacic von der Marketingabteilung der Sparkasse Moers. Bereits im vergangenen Jahr lichtete Fotograf Schemmann Jugendliche vom Niederrhein für die Plakate der Sparkassen ab.

Puder und Haarwachs

Im Studio gibt's erst ‘mal Kaffee und dann Kostümproben. Von jedem Model werden Probeaufnahmen in verschiedenen Kostümen gemacht. Eine Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit einer Spezial-Polaroidkamera in der Hand versucht Schemmann, die Jugendlichen in die besten Posen zu bringen. Für die jungen Leute ist das spannend, für den Fotografen Routine. Noch ein wenig Puder, Lidschatten und Haarwachs. Lisa, die Visagistin in Schemmanns Team, hat vor einer Woche noch Tote-Hosen-Star Campino für "Wetten Dass" kameratauglich gemacht.

"Die Schminke verändert Dein Auftreten nicht, aber sie unterstreicht es", sagt Paulina Landes. Die 18jährige Moerserin versucht ihre Nervosität zu verbergen. Immer wieder prüfende Blicke in den Spiegel. Den drei anderen Darstellern geht's kaum anders. Martin Fuhrmann sitzt mit Klämmerchen im Haar auf dem Schminkstuhl. So hat der Moerser Schüler sich noch nie gesehen. "Aus Martin wird Martina", lacht Lisa.

Dann geht's in den Ring, beleuchtet von Scheinwerfern und Stativen. "Felix hockt sich auf den Hocker, ihr noch was enger aneinander!" Der Fotograf gibt Anweisungen. Gebückt, die Kamera vor sich haltend, ein Schuss nach dem anderen. Und wieder: Klick. Blitz. Kurz aufatmen. Die Prozedur wiederholt sich mehrfach. Für Felix Neu, den 16jährigen aus Dinslaken, wird es anstrengend. Immer noch hockt er zusammengekauert auf dem umfunktionierten Barhocker. Spätestens jetzt wird den Models klar, was Professionalität in der Fotografie bedeutet: Spaß, aber auch Anstrengung.

20.30 Uhr: “Schluss! Wir müssten alles im Kasten haben." Frank Schemmann legt die Kamera weg. Während er nach dem langen Arbeitstag recht müde wirkt, sprühen die Jugendlichen noch geradezu vor Energie. Das Modeldasein hat ihnen Spaß gemacht und sie aufgekratzt. "Ich würde jetzt am liebsten bis morgen früh feiern gehen", meint Paulina Landes. Sie blickt in den Spiegel und lacht: "Vor allem in der Aufmachung!"

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