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Schülerinnen spekulierten auf Handy- und Fast-Food-Werte

Mädchengruppe der Marienschule beim Planspiel Börse

XANTEN. Neben Politik und Religion beschäftigte sich die Klasse 9a der Marienschule acht Wochen lang mit dem Geschehen an der Börse. Die 32 Mädchen hatten sich in sechs Gruppen aufgeteilt und nahmen am Planspiel Börse der Sparkasse Moers teil. Die Depotstände deuteten kurz vor Ende des Spieles darauf hin, daß die jungen Börsianerinnen bei ihren Käufen und Verkäufen gute Entscheidungen getroffen haben. Bei einem Besuch in der Religionsstunde bei Lehrer Heinz-Gerd Schmitz berichteten die Marienschülerinnen von ihren Erfahrungen und Anlagestrategien.

Auf die Frage, welche Aktie ihren Depots die größten Gewinne gebracht habe, tönt es wie aus einem Mund: "Telekom". Gleich nach den Herbstferien hatten die Mädchen einen guten Teil ihres fiktiven Startkapitals von 50.000 Euro in den Telekommunikationswert angelegt. Sie kauften bei 40 Euro und verkauften, als das Papier den Stand von 47 Euro erreicht hatte. Lehrer Schmitz: "Ginge es um wirkliches Geld, hätte ich den Mädchen geraten, an der Börse längerfristig zu investieren, denn es geht schließlich nicht ums Zocken." Doch sei das Planspiel Börse eben ein Spiel und seine Schülerinnen wollten auch etwas gewinnen. Allein im Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers nahmen im Jahr 2000 wieder rund 500 Schüler aus 20 weiterführenden Schulen teil.

Ihre Informationen über die 120 zur Auswahl stehenden Werte bezogen die Marienschülerinnen hauptsächlich aus der Tageszeitung und dem Fernsehen. Manche der Mädchen besprachen ihre Pläne zum Kauf oder Verkauf auch zu Hause. Yvonne Ziebells Vater hatte beispielsweise geraten, Aktien der Firma Cisco zu kaufen. "Meine Mitspielerinnen waren aber anderer Meinung und wir haben uns dann für Nokia und McDonalds entschieden", so Yvonne. Handys und Fast Food hätten eben Konjunktur.

Anders als viele Gruppen erteilten die Schülerinnen der Marienschule ihre Orders noch per Papier. Jeweils nach Schulschluß sammelte Andrea Bucksteegen die Orders ein und brachte sie verläßlich zur Sparkasse. Lehrer Schmitz: ”Beim nächsten Mal wollen wir das Internet einbinden." Ob einer der Geldpreise von 1500, 1000 und 750 Mark für die drei Erstplazierten des Planspiels Börse an eine der Mädchengruppen geht, wird die Endabrechnung zeigen.

Depots sind sicherer, aber wir wollen auch was gewinnen

Schüler erfahren spielerisch die Welt der Börse

MOERS. Die Turbulenzen bei der Daimler-Chrysler AG gefielen dem 15jährigen Thomas Bönisch gar nicht. "Ich hab das nachmittags in der Zeitung gelesen und die Wertpapiere dann gleich verkauft", sagt Thomas, der die neunte Klasse an der Geschwister-Scholl-Gesamt schule besucht. Einmal in der Woche traf sich der Jungbörsianer mit anderen Teilnehmern des Planspiels Börse der Sparkasse Moers im Büro von Lehrer Otto Laakmann. "Seit 15 Jahren schon führen wir die Schüler hier mit Hilfe des Planspiels an wirtschaftliche Themen rund um Börse und Wertpapiere heran", so der Pädagoge.

Zeitlich konkurrieren zwar regelmäßig die Mofa und die Planspiel AG der Schule. "Das Interesse und die Motivation bei den Schülern sind trotzdem hoch", so Laakmann, der diesmal fünf Gruppen aus den Klassen 8 bis 13 betreute. Die Spielgruppe der "Geier" mit Fabian Reuschel (13), Bennet Linden (13) und Marc Vopel (14) machte zum ersten Mal mit. Bennet: "Wir haben zuerst SAP gekauft, weil sich das Papier im vergangenen Jahr gut entwickelt hat." Und während sich diese Entscheidung während der acht Wochen Spieldauer durch eine positive Kursentwicklung bestätigte, haben sich andere Käufe als nachteilig erwiesen.

"Ergo habe ich, als der Kurs drastisch zu fallen drohte, sofort verkauft", so Fabian. Die Wertpapiere der Versicherungsgruppe seien letztlich nur gefallen, es habe überhaupt keinen Sinn gehabt, sie im Depot zu halten. Trotz mancher Rückschläge verzeichneten die Jungen knapp zehn Tage vor Beendigung des Planspiels einen Gewinn. Aus den 50.000 Euro Startkapital erwirtschafteten sie einen Überschuß von etwas mehr als 1700 Euro. In echtem Geld wären das ein 1000-Mark-Schein pro Nase zu Weihnachten", so Bennet. Klar, Wertpapier-Depots seien sicherer und die würde er auch wählen, ginge es um sein echtes Geld. Bennet: "Aber schließlich ist das ein Spiel, bei dem wir auch etwas gewinnen wollen."

Die Informationen über die Kursentwicklungen zogen die Schüler aus den Tageszeitungen und aus dem Internet. Ihre Orders erteilten sie ausschließlich übers Netz. "Schnell und bequem", sagt Marc. Zu Hause hat er zwar noch keinen Internetanschluß an seinem Computer, deshalb nutzt er wie die anderen gerne den Internetraum der Schule. Insgesamt beteiligten sich im Jahr 2000 rund 500 Schüler aus 20 weiterführenden Schulen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers am Planspiel Börse . Den drei Erstplazierten winken nach der Endabrechnung Gewinne in "echtem" Geld: 1500, 1000 und 750 Mark.

In “Op de Koth“ ist Platz für 70 Eigenheime

Sparkasse informiert über Neubaugebiet in Marienbaum

MARIENBAUM. Eingebettet in den Wallfahrtsort Marienbaum liegt das Neubaugebiet "Op de Koth". Auf 70 Einzelgrundstücken zwischen 264 und 954 Quadratmetern Größe sollen demnächst freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften entstehen.

Der Preis pro Quadratmeter erschlossenem Bauland liegt derzeit bei 160 Mark. "Auf dem gesamten Gelände ist freie Bauweise möglich, interessierte Bauherren sind an keine vorhandenen Pläne gebunden", sagt Martin Ophey, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Moers in Marienbaum.

In der Woche vom 9. bis zum 13. Oktober fanden in der Sparkassen-Geschäftsstelle an der Kalkarer Straße 72 Beratungstage zum Neubaugebiet "Op de Koth" statt. Neben Einzelheiten zu dem Bauprojekt informierten Martin Ophey und sein Team über verschiedene Finanzierungsmodelle für die eigenen vier Wände.

Ophey: "Es sind ganz unterschiedliche Finanzierungen möglich." Die Palette reicht dabei von Kombinationen aus Darlehen, Lebensversicherung und Bausparvertrag bis hin zur Beantragung öffentlicher Baufördermittel. Die monatliche Belastung für ein 370.000 Mark teures Eigenheim kann dann beispielsweise bei einem Eigenkapitalanteil von 50.000 Mark zwischen 2054,87 und 1687,20 Mark schwanken.

Nähere Informationen und einen Termin für eine persönliche Beratung unter der Rufnummer 02804 / 9138-0.

Schenkung ermöglicht neuen Blick ins All

Moerser Astronomische Organisation erhielt Sternwarte

MOERS. Im Mai 2000 erhielt die Moerser Astronomische Organisation (MAO) als Schenkung die Sternwarte des Max-Planck-Institutes für Kohleforschung in Mülheim an der Ruhr. Erbaut hatte sie der Nobelpreisträger Dr. Karl Ziegler, ist jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Wert der gesamten Einrichtung, so der MAO-Vorsitzende Helmut Gröll, "liegt im sechstelligen Bereich".

Während die Vereinsmitglieder derzeit schon das Teleskop demontieren, werden die schweren Teile, wie beispielsweise die Kuppel mit einem Durchmesser von fünf Metern, erst in den nächsten Wochen mit Hilfe eines 120-Tonnen-Krans vom Dach des Institutes gehoben. Ziel der MAO ist es, die Sternwarte im nächsten Jahr in Moers zu installieren, um sie allen Bürgern der Region wieder zugänglich zu machen.

Im Oktober 2000 informierte der Verein in der Hülsdonker Geschäftsstelle der Sparkasse Moers an der Hülsdonker Straße 55 über das Projekt. Anhand von Schautafeln konnten sich Interessierte über die geplante Neuansiedlung der Sternwarte in Moers sowie über andere Arbeitsbereiche der MAO informieren. Darüberhinaus lädt der Verein an jedem Freitag ab 19 Uhr in die Räume der Grundschule in Hülsdonk ein. Zusätzliche Informationen unter www.sternwarte-moers.de

Erst Ruß im Reifen läßt Autos schnell fahren

200 Zuhörer beim Auftakt der 13. Universitätswochen

MOERS. Einen beeindruckenden Einblick in die Herstellung und den praktischen Einsatz von Materialien, deren Größe in Milliardstel-Metern gemessen wird, bot der Auftakt der 13. Universitätswochen. Dr. Andreas Gutsch von der Degussa Hüls AG führte seinen rund 200 Zuhörern in der Kundenhalle der Sparkasse Moers

vor Augen, daß alltäglich genutzte Produkte wie Autoreifen, Handys oder Computer ohne "nanoskalige Materialien" gar nicht mehr denkbar wären.

Der Schlüssel für zukünftige Entwicklungen und deren wirtschaftlichen Erfolg im Markt, so Gutsch, liege nunmehr in der direkten Beeinflussung der äußeren Form von Teilchen, deren Größe sich zu einem Fußball verhält wie dieser sich zum Planeten Erde.

Ohne Ruß: nur 60 km/h

Die Überraschung stand den Besuchern der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Sparkasse Moers und Gerhard-Mercator-Universität Duisburg im Gesicht. Mit soviel Anschaulichkeit hatten die meisten im Blick auf den diesmal gewählten Titel "Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik - Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts" nicht gerechnet. So erfuhren sie von dem 36jährigen Entwicklungsingenieur beispielsweise, "daß ein Autoreifen ohne die stabilisierende Zugabe von Ruß nur 60 Stundenkilometer schnell gefahren werden dürfte."

Im Prinzip gebe es zwei Möglichkeiten, nanoskalige Materialien herzustellen: "Auf flüssigem oder gasförmigem Weg". Als einer der drei weltgrößten Mitspieler in diesem Zukunftsmarkt produziere Degussa Hüls seine Pigmente auf der Gas-Route. Einsatz finden sie bereits heute bei der Herstellung von gut deckenden und leicht zu verarbeitenden Wandfarben, von Poliermitteln für Trägerplatten elektronischer Leiter, Kondensatoren für Handys und vielem mehr.

Der entscheidende Schritt, die Form dieser kleinsten molekularen Teilchen je nach geplanter Verwendung zu beeinflussen, stehe noch bevor. "Hier tut sich ein viele Milliarden Mark schwerer Markt auf", sagte Gutsch. So beinhaltete der Vortrag nicht nur einen ebenso differenzierten wie anschaulichen Ausflug in die Welt der Wissenschaft. Gleichzeitig verdeutlichte Gutsch die harten wirtschaftlichen Interessen eines Weltunternehmens, das sich im Spannungsfeld von produktorientierter Grundlagenforschung, Abwehr von Industriespionage und zügiger Umsetzung neuer Erkenntnisse einen der vordersten Plätze im internationalen Markt erkämpft hat.

Vor diesem Hintergrund verliehen Unirektor Professor Ingo Wolff und vorstandsvorsitzender Hartmut Schulz die beiden Innovationspreise Mechatronik der Sparkasse, die in diesem Jahr an Dr. Martin Anantharaman und den Diplom-Ingenieur Martin Post gingen (wir berichteten). Schulz: "Praktische Nutzanwendungen wissenschaftlicher Forschung fördern die wirtschaftliche Entwicklung der Region."

Den zweiten Vortrag der 13. Universitätstage in Moers hielt der Duisburger Professor Heinrich Fißan zum Thema "Von der Mikrotechnik zur Nanotechnik: Perspektiven in der Sensorik und Elektronik". Bericht dazu

Schautafeln, die man auch hören und riechen kann

Marienbaum: Mit Naturlernpfad für die Silberne gepunktet

MARIENBAUM. Was für eine wunderbare Welt eine Streuobstwiese ist, und warum Spechte zu Zeiten einen Trommelwirbel veranstalten, das alles und noch viel mehr erfahren Besucher des Naturlernpfades in Marienbaum. Knapp zwei Stunden dauert der Rundgang auf dem Wirtschaftsweg durch Feld und Wald.

In mehr als 500 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden errichtete der Heimat- und Bürgerverein Marienbaum 14 große und elf kleine Schau- und Aktionstafeln. "Dieses Angebot ist weit und breit einmalig und stellt einen weiteren attraktiven Höhepunkt für unser Dorf dar", sagt der Vorsitzende des Vereins, Dietmar Kisters.

Zusammenarbeit mit Revierförster

Mittlerweile hat der 1965 gegründete Heimat- und Bürgerverein mit seinen 450 Mitgliedern rund 36.000 Mark in den Naturlernpfad investiert. Einen großen Teil der Summe finanzierte das Land NRW. Martin Ophey, Leiter der Geschäftsstelle der Sparkasse Moers in Marienbaum, überreichte jetzt weitere 2000 Mark an Karl Kempkes, Dietmar Kisters und Michael Lehmann. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Speisen und Getränken bei der diesjährigen Spendenausschüttung des Kreditinstitutes an Vereine und Organisationen im Xantener Stadtgebiet.

Besonders froh ist der Verein über die intensive Zusammenarbeit mit Revierförster Wilhelm Matheis vom Kommunalverband Ruhrgebiet. "Den hohen Standard des Naturlernpfades verdanken wir seiner fachlichen Beratung bei der Konzeption und Aufstellung der Schautafeln", so Kisters. Außerdem habe der Förster sich bereit erklärt, nach vorheriger Terminabsprache Schulklassen und andere Gruppen zu begleiten.

Mit der Errichtung des einzigen Naturlernpfades im Umkreis von 50 Kilometern verfolgt der Heimat- und Bürgerverein Marienbaum konsequent sein 1965 gestecktes Ziel: "Das Dorf Marienbaum weit über seine Grenzen hinaus für Besucher und Wallfahrer attraktiv zu machen", so der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Karl Kempkes. Nach dem Kreissieg im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erreichte Marienbaum jüngst, nicht zuletzt wegen des interessanten Naturlernpfades, den zweiten Platz beim Landeswettbewerb. Am Samstag 21. Oktober 2000, nahmen Vereinsvertreter in Lohmar dafür die Silbermedaille entgegen.

Detaillierte Informationen zu dem neuen Angebot in Marienbaum, das übrigens auch interaktive Duft-, Akustik- und Holztafeln umfasst, unter der Rufnummer 02804 / 646 oder 02801 / 772267

Lisa kocht Lasagne, dann geht´s an die Hausaufgaben

Sonsbeck: "13plus" betreut Schüler der 5. und 6. Klassen

SONSBECK. An manchen Tagen tauscht Lisa Voldenberg nach dem letzten Gong ihren Schulranzen mit der Kochschürze. Die Schülerin der S'Grootenschule ist eines von 15 Kindern, die ein neues Angebot der evangelischen Kirchengemeinde unter dem Namen "13plus" im Wiechernhaus nutzen. ."13plus" stellt die Betreuung von Schulkindern sicher, deren Eltern mittags nicht zu Hause sind", so Gemeinepfarrer Karlo von Zimmermann. Die Kinder der fünften und sechsten Klassen kochen und essen zusammen, machen die Hausaufgaben und spielen, bevor sie am Nachmittag nach Hause gehen.

Umbau des Dachgeschosses

Möglich wurde die Über-Mittag-Betreuung in dem 1903 erbauten Haus der evangelischen Kirchengemeinde erst durch einen kompletten Um- und Ausbau des Dachgeschosses. "Als ich zum ersten Mal hier oben war, hätte ich nie gedacht, daß daraus ein so schöner und funktioneller Raum werden könnte", so Pfarrer Zimmermann. Der frühere Bauamtsleiter Heinrich Mummert hatte die Planungen für die Gemeinde kostenlos gemacht und auch den Umbau überwacht. Verschiedene Sonsbecker Firmen, darunter die Schreinerei Ten Elsen, berechneten viele ihrer erbrachten Leistungen gar nicht.

Dennoch kostete die Baumaßnahme rund 75.000 Mark. 20.000 Mark davon schoß die Sparkasse Moers zu. Weitere 20.000 Mark, die nach Abschluß einer Spenden-Aktion in der Kirchengemeinde offen bleiben könnten, würde die Gemeinde Sonsbeck übernehmen. Bürgermeister Leo Giesbers: "Wir haben uns im Gemeinderat einstimmig für dieses tolle Angebot ausgesprochen." Nach Sonsbeck geholt hatte die Idee der Leiter der S'Grootenschule, Erich Nabbefeld. Er griff damit die Initiative "13plus" der Landesregierung auf, die sich auf Schüler der fünften und sechsten Klassen bezieht, die nicht die Möglichkeit haben, eine Ganztagsschule zu besuchen und deren Eltern bis nachmittags berufstätig sind.

Erzieherin Melanie Mohn und Köchin Miriam Börst sorgen für sinnvolle Freizeitgestaltung und abwechslungsreiche Kost. "Die Kinder helfen abwechselnd beim Kochen", so Miriam Börst. Diesmal war die Reihe an Lisa Voldenberg, die gerne bei der Zubereitung ihres Lieblingsgerichtes Lasagne für 17 hungrige Kinder half. Die ersten Kinder kommen um 12 Uhr, doch erst wenn alle da sind, wird gegessen und vorher gebetet. Pfarrer Zimmermann: "Wir verstehen das Angebot ausdrücklich als ökumenisch."

Moerser Motive und Niederrhein-Ansichten

Dolf Wagener stellte in der Sparkasse aus

MOERS. "Wer weiß schon, wie eine Radierung entsteht", sagt Dolf Wagener, und so brachte er auch diesmal sein "Handwerkszeug" mit, um seine Arbeitstechnik zu demonstrieren. Eine Ausstellung mit rund 100 Arbeiten des 58jährigen Künstlers war im Oktober und November 2000 in der Kundenhalle der Sparkassen-Hauptstelle am Ostring zu sehen. Die Radierungen zeigen vielfältige Niederrhein-Motive, Schwerpunkt ist Moers.

Wageners Bilder sollen dem Betrachter Freude bereiten und ihn zur eigenen Kreativität anregen. Sei es am Kastellplatz oder an der Neustraße in Moers: Dem beschauliche Winkel gehört unverkennbar die Liebe des Duisburgers, und er spürt immer wieder das nostalgische Element auf.

Je nach Drucktechnik erinnern die Radierungen entweder an die Strichführung und die klaren Konturen von Federzeichnungen oder an den flächigen Charakter von Aquarellen. Als verbindende Komponente ist allen Arbeiten die Farbgebung gemeinsam - ein warmer Braunton, der auch an vergilbte Fotos erinnert.

Daß dem Schmalfilm und der Fotografie in der künstlerischen Arbeit von Dolf Wagener, der von Beruf eigentlich Techniker war, eine besondere Bedeutung zukommt, mag hierbei eine Rolle spielen. Mit 14 Jahren hatte er begonnen, mit Kohle und Feder zu zeichnen. Der Radierung wandte er sich Anfang der 80er Jahre zu.

Gedankliche Reise vom All bis in molekulare Strukturen

13. Universitätswochen in Moers / Zweite Veranstaltung

MOERS. So bequem immer kleinere und leistungsfähigere Geräte wie Computer oder Handys sind, ihre Entwicklung und Produktion stellen Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft vor zunehmend große Probleme.

Paradoxerweise liegt das an immer winzigeren Materialien, die eine Million mal kleiner sind als ein Millimeter.Rund 200 Zuhörer machten am Donnerstag abend mit Professor Heinrich Fißan eine gedankliche Reise vom All bis in kleinste molekulare Strukturen. Zu Beginn seines Vortrages anläßlich der 13. Universitätswochen in der Kundenhalle der Sparkasse Moers stellte der Elektrotechniker der Duisburger Gerhard-Mercator-Universität eine gewagte These auf: "Gerhard Mercator war der erste Aerosolforscher."

Aerosole, so Fißan, "das ist irgendwas in irgendwas verteilt". Mercator habe sich aus dem Großen Aerosol Weltall ein kleines Partikel herausgegriffen, die Erde, und sie genau untersucht und kartographiert. Fißan, weltweit anerkannter Fachmann in Wissenschaft und Industrie für Aerosolmeßtechnik, geht in seinem Forschungsschwerpunkt weiter. Gemeinsam mit Kollegen an anderen Universitäten geht er der Frage nach, wie man kleinste Teilchen in gewünschter Form millionenfach herstellen kann, um sie in Informationstechnik zum Einsatz zu bringen. Je kleiner die Partikel, desto mehr könne man auf engstem Raum unterbringen, sagte Fißan.

Modernste Technologie, auf die sich die Informationsgesellschaft schon stützt, habe bereits den meßbaren Bereich der molekularen Physik verlassen. Fißan: "Die Anzahl der Transistoren pro Chip verdoppelt sich alle 18 Monate." Schon seien sich selbst organisierende Leiterbahnen aus Nanopartikeln denkbar. Sie könnten zukünftig Ströme leiten, Informationen speichern und transportieren. Der seit 1974 an der Duisburger Universität lehrende Professor bestätigte die Einschätzung eines amerikanischen Kollegen, "daß unsere heutigen Chips in 20 Jahren nur noch müde als Microbratpfannen belächelt werden".

Bei aller spürbaren Begeisterung für seinen Forschungsbereich und die bereits erzielten Ergebnisse nannte Fißan auch die Gefahren: "Robotik, Gentechnik und Nanotechnologie machen den Menschen zur bedrohten Art." Man dürfe die Gefahren von in Massen produzierten Nanopartikeln nicht unterschätzen. Beim Einatmen könnten sie bis in die feinsten Bereiche der Lunge vordringen und so in Blutbahn und Körperzellen gelangen. Genaue Untersuchungen von Rußpartikeln aus Dieselfahrzeugen hätten das bereits erwiesen. Auf der anderen Seite stünden wiederum Erfolge bei der Bekämpfung von Krebs mit Hilfe von Nanopartikeln.

Alt-Immobilien sind auf dem Vormarsch

300 Besucher sahen Ausstellung in der Sparkasse

MOERS. Das Interesse junger Leute am Kauf neuer Häuser steht zwar im Vordergrund, aber zunehmend beobachtet der Immobilien-Service der Sparkasse Moers, daß betagtere Kunden ihr älteres Häuschen zum Kauf anbieten. Sie wollen sich "kleiner" setzen, weil ihnen die Pflege eines großen Wohnbereichs zunehmend Mühe bereitet.

Oft scheuen sie auch die Gartenarbeit. Einen Überblick über sein breites Angebot verschaffte der Immobilien-Service zuletzt rund 300 Besuchern in einer Ausstellung in der Kundenhalle der Sparkassen-Hauptstelle am Ostring.

Über 500 Objekte hat die Fachabteilung des Kreditinstituts anzubieten. Detaillierte Auskünfte wurden auf fünf Messewänden und 26 Schautafeln, aber auch persönlich durch das siebenköpfige Team der "Immo" vermittelt. Teile der Ausstellung werden in der nächsten Zeit, je nach Lage der Objekte, in den Geschäftsstellen Kapellen, Repelen, Asberg, Schwafheim und Sonsbeck gezeigt.

Neue und ältere Häuser bilden der Schwerpunkt, zudem können Eigentumswohnungen in einer Größenordnung von 47 bis 127 Quadratmetern erworben werden.

Viele Informationen über die Immobilien-Palette liefert eine farbige Broschüre, die künftig vierteljährlich aktualisiert wird. Die Mitarbeiter beim Immobilien-Service, der 1999 Objekte im Wert von über 65 Millionen Mark verkaufte, stehen Interessenten auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung. Nähere Informationen unter Tel. 02841/206363.

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