Hauptmenü

Kunstwerk erzählt Szenen aus dem Leben Siegfrieds

Nibelungen-Relief an der Wallmauer angebracht

XANTEN. Im Nibelungenlied, einem der bedeutendsten literarischen Werke des Mittelalters, wird Xanten als Geburtsort Siegfrieds genannt. Doch während man in der Stadt auf viele Denkmäler römischer Geschichte trifft, war bislang eine "greifbare" Erinnerung an die Nibelungen-Sage und an Siegfried nicht vorhanden.

"Möge das Kunstwerk hier in der Fremdenverkehrsstadt Xanten den Betrachtern Erinnerung und Anregung sein", sagte Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers, bei der Übergabe eines Bronze-Reliefs. Für dessen Verwirklichung hatte die Kulturstiftung Sparkasse Moers 65.000 Mark zur Verfügung gestellt. An der Wallmauer, im unmittelbaren Bereich der Kriemhildmühle, erzählt es nun einige Szenen rund um Siegfried, Kriemhild, Hagen und die Königsfamilie aus Worms.

Erika Rutert hebt in dem als Triptychon gestalteten Kunstwerk entscheidende Szenen aus dem Nibelungenlied hervor: den Aufbruch Siegfrieds von Xanten nach Worms, den Streit der Königinnen auf den Stufen des Wormser Domes und, als zentrale Szene, Siegfrieds Ermordung durch Hagen. Zwei Schriftbänder begrenzen das Relief oben und unten; sie enthalten in mittelhochdeutscher Sprache zwei Strophen, die von der Herkunft Siegfrieds und von seinem Tode berichten.

Dr. Hans-Georg Schmitz, Vorsitzender des Sparkassen-Beirats, sprach neben Hartmut Schulz ein Grußwort. Der stellvertretende Bürgermeister Alfred Melters erläuterte Einzelheiten zum Relief und zum historischen Hintergrund. Melters und der frühere Stadtdirektor Heinz Trauten gehörten u.a. zu den Initiatoren des Nibelungenreliefs. Inzwischen ist im Verkehrsbüro des Rathauses ein Heft erhältlich, das eine Beschreibung des Kunstwerks und Betrachungen zur Nibelungensage enthält. Auflage: 5000 Stück

Nachwuchs übt sich im journalistischen Handwerk

Wettbewerb / 13 Schülerzeitungen ausgezeichnet

MOERS. Die unermüdliche Recherche nach Themen aus der Schule und ihrem Umfeld hat sich für 13 Redaktionen von Schülerzeitungen aus Moers, Alpen und Xanten ausgezahlt. Ein Bericht von der Preisverleihung im Casino der Sparkasse.

Zum Abschluß des 19. Wettbewerbs für Schülerzeitungen, den die rheinischen Sparkassen in jedem Jahr ausrichten, erhielten die teilnehmenden Teams aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers für ihre Beiträge jetzt Geldpreise zwischen 1500 und 150 Mark. Monika Pogacic von der Marketing-

Abteilung zeichnete die jungen Journalisten von fünf weiterführenden, fünf Grund- und drei Sonderschulen im Casino der Sparkasse aus.

234 Redaktionen nahmen teil

In Zusammenarbeit mit acht großen Tageszeitungen nahmen die Preisrichter insgesamt 234 Schülerzeitungen unter die Lupe. Sie bewerteten dabei sowohl formale Kriterien wie Gesamteindruck, Umfang und Layout als auch inhaltliche Aspekte wie Verständlichkeit, Service und Themenvielfalt. In der Einzelbewertung umfangreicher Artikel konnten die Schüler überregional mit Plausibilität, Logik und angemessener Sprache glänzen. Das Moerser Redaktionsteam vom Grafschafter Gymnasium erhielt für seinen "Seitenriss", der überregional auf Platz vier landete, einen Sonderpreis von 1500 Mark. Im regionalen Hauptwettbewerb belegten die Grafschafter, wie schon im vergangenen Jahr, den ersten Platz.

Die Plätze zwei bis fünf belegten die Redaktionen der Schülerzeitungen "Pennorama", Gymnasium Adolfinum, "Pupille", Walter-Bader-Realschule, Xanten, "Marienkäfer", Marienschule Xanten und "Hot Pens", Justus-von-Liebig-Schule, Moers.

Einen tollen Erfolg erzielten die Jungredakteure der Albert-Schweitzer-Schule. Im Regionalwettbewerb der Sonderschulen, an dem sich im Gebiet des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes insgesamt 30 Schulen beteiligt hatten, landeten die Moerser mit ihrem "tintenklecks" auf Platz 5. Im hiesigen Vergleich belegten sie den ersten Platz gefolgt vom "Tintenfleck" der Alpener Bönninghardt-Schule und von "Wir unter dem Regenbogen" der Hilda-Heinemann-Schule aus Moers.

"Eicki", die Schülerzeitung der Grundschule in Eick-West, errang den ersten Platz. "Die kunterbunte Schülerzeitung", das Organ der Waldschule, plazierte sich gleich hinter den Eickern. Die Plätze drei bis fünf: "Der Uhrzeiger", Uhrschule Meerbeck, "Schüler-Express", Grundschule Scherpenberg und "Der Schulplappagei" der Robinson-Schule in Moers.

Vereine wollen viele Facetten des Breitensports präsentieren

In Planung: großes Spiel- und Sportfest in Sonsbeck

SONSBECK. Ein großes Spiel- und Sportfest soll es werden, mit dessen Planung ein 15-köpfiges Organisationsteam eben begonnen hat. Am letzten Tag der Sommerferien, Sonntag, 13. August, werden, so der Vorsitzende des S.V. Sonsbeck, Willy Lemkens, "zwischen 2000 und 3000 Besucher zu unserem Fest kommen". Geplant ist ein ein umfassendes Breitensportangebot.

“Wir laden alle Vereine, Kegelclubs und andere Gruppen aus Sonsbeck herzlich ein, an dem Fest mitzuwirken", so Werner Borchers, der die Anmeldungen koordinieren wird.

In einer Reihe von Wettbewerben sollen sich Vereine und Kegelclubs vor zahlreichem Publikum miteinander messen. Geplant sind bislang ein Fußballtennis- und ein Streetsoccer-Turnier. Die Mannschaften sollen aus drei bis sechs Spielern bestehen. Ausdrücklich betont Koordinator Bochers: "Bei allen Wettbewerben steht nicht die Leistung, sondern der Spaß an der sportlichen Bewegung im Vordergrund." Einzelne Vorführungen, die eine Facette des Sonsbecker Breitensportes widerspiegeln, sind dem Organisationsteam herzlich willkommen. Fragen und Anmeldungen unter den Rufnummern 02838 / 3949 oder 02823 / 913127.

Kinder-Sportschule zählt bereits 80 Mädchen und Jungen

Spende ermöglichte Projekt zur Nachwuchsförderung

MOERS. Im März 2000 begann der Stadtsportverband Moers ein in Nordrhein-Westfalen einmaliges Projekt: Die Kinder-Sportschule. Die Sparkasse sorgte zusammen mit einem weiteren Sponsor für die Anschubfinanzierung. Ziel ist die Nachwuchsförderung.

In Zusammenarbeit mit den Schulen werden inzwischen 80 Jungen und Mädchen in sieben Kursen sehr frühzeitig an Spiel und Sport herangeführt.Die Sponsoren Heinz Pieper (Konzertveranstalter) und Hartmut Schulz (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers), die das Projekt möglich gemacht haben, besuchten jetzt mit dem 2. Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Heinrich Kempken, eine Spielgruppe in der Turnhalle Lerschstraße in Repelen. Die Leitung der Kinder-Sportschule hat Diplom-Sportlehrer Heinrich Bogusch.

Werke der Bildhauerei und Objektkunst gesucht

Ausstellung für die Region Niederrhein / Kunstpreis

MOERS. Anläßlich der vom Land NRW geförderten Jahresausstellung 2000 für die Region Niederrhein verleiht die Kulturstiftung Sparkasse Moers auch in diesem Jahr den mit 10.000 Mark dotierten Moerser Kunstpreis. Künstlerinnen und Künstler aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen sowie den Städten Duisburg, Krefeld, Mönchengladbach und Neuss sind eingeladen, sich mit ihren Arbeiten aus dem Bereich "Bildhauerei und Objektkunst", so die diesjährige Themenstellung, zu beteiligen. Wie schon im vergangenen Jahr ergeht die Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung und dem Wettbewerb auch an Künstlerinnen und Künstler aus den benachbarten niederländischen Regionen zwischen Nijmegen und Venlo sowie Arnheim und Roermond.

Jury entscheidet / letzter Anmeldetermin: 15. August

Waren es 1998 "Arbeiten auf Papier" und im vergangenen Jahr die "Malerei" so soll die diesjährige Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt von in der Region Niederrhein entstandenen Skulpturen zeigen. Es müssen, so sehen es die Teilnahmebedingungen vor, Arbeiten aus dem Zeitraum von 1998 bis 2000 sein. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Sport stellt zur Durchführung der Ausstellung 35.000 Mark zu Verfügung. Um die Ausstellung zusätzlich attraktiv zu machen, verleiht die Kulturstiftung Sparkasse Moers wie schon in den beiden Vorjahren den mit 10.000 Mark dotierten Moerser Kunstpreis. Mit weiteren 15.000 Mark finanziert die Kulturstiftung eine umfangreiche Dokumenation der Ausstellung.

Eine unabhängige Jury aus Experten wird die Preisträgerin oder den Preisträger anhand der bis zum 15. August eingesandten Arbeiten ermitteln. Der Termin für die Preisübergabe an die Gewinnerin oder den Gewinner ist der 12. November 2000. Gleichzeitig wird die Ausstellung mit Skulpturen in der Galerie Peschkenhaus und dem Technologiepark Eurotec eröffnet. Im vergangenen Jahr hatte die Jury in einer Vorauswahl die Werke von 41 Künstlerinnen und Künstlern für die Ausstellung zusammengestellt; und später unter diesen den Preis vergeben. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 265 Bewerbungen eingegangen, darunter 46 aus den Niederlanden (1998 waren es insgesamt 197).

Mit 55 Jahren das erste Sportabzeichen gemacht

Im Jubiläumsjahr will der MSV Rekord von 250 schaffen

MOERS. Ihr erstes Sportabzeichen machte Inge Claus mit 55 Jahren. "Mein Mann gründete nach seiner Pensionierung die Sportabzeichengruppe beim Meerbecker Sportverein (MSV). Da habe ich dann einfach mitgemacht." In diesem Jahr wird die 79jährige ihr 25. Sportabzeichen machen. An den zwei Stunden Sport im Rheinpreußenstadion oder in der Schwimmhalle Rheinkamp, jeden Montag von 17 bis 19 Uhr, hält Inge Claus seit mehr als zwei Jahrzehnten fest. "Die Übungen bereiten mir noch keinerlei Probleme. Es würde mir einfach etwas fehlen", so die sportliche Seniorin.

Herausforderung muß sein

Eine ähnliche sportliche Karriere machte Willi Rumpf. "Während meiner Berufstätigkeit blieb keine Zeit für den Sport", so der ehemalige Elektroingenieur. In diesem Jahr will Willi Rumpf sein 25. Sportabzeichen machen. Während für ihn das Schwimmen immer wieder eine Überwindung ist, könnte sich Inge Claus ein Sportabzeichen ohne Kugelstoßen vorstellen. "Aber ein bißchen Herausforderung muß natürlich sein", darin sind sich die beiden einig.

Seit der Gründung der Sportabzeichen-Gruppe des MSV sind dort 1211 Sportabzeichen verliehen worden. Bei den im Stadtsportverband abgenommenen Prüfungen belegte der Verein in den vergangenen Jahren mehrfach den ersten Platz. "Wir haben Teilnehmer aus allen Altersklassen", so der Obmann der Gruppe, Heinz Küppers. Im 25. Jahr haben sich Küppers und die sieben Sportabzeichenabnehmer im MSV viel vorgenommen: "Wir wollen bis zum Ende des Jahres auf 250 neue Sportabzeichen kommen", so Küppers.

Ohne Voranmeldung können Interessierte im Rheinpreußen-

stadion in Meerbeck einfach ausprobieren, ob sie die fünf verschiedenen Übungen in den vorgegebenen Zeiten und Distanzen mit oder ohne Training schaffen. Zur Schwimmhalle in Rheinkamp fahren alle Teilnehmer gemeinsam mit dem Vereinsbus. Nähere Informationen unter der Rufnummer 02841 / 52464.

Familienfest rund um die neuen Frauenstelen

Spendenausschüttung der Sparkasse Moers in Alpen

ALPEN. Anläßlich ihrer diesjährigen Spendenausschüttung in der Gemeinde Alpen hatte die Sparkasse Moers zu einem Familienfest mit buntem Programm am Marienstift eingeladen. Als Spenden und PS-Zweckertrag sowie Mittel der Kulturstiftung flossen in diesem Jahr 80.300 Mark nach Alpen.

Tag des Ehrenamtes

Insgesamt erhielten diesmal 64 Vereine, Verbände und gemeinnützige Institutionen aus dem Gemeindegebiet zur Unterstützung ihrer Arbeit Beträge zwischen 500 und 3500 Mark. "Die finanzielle Förderung des Gemeindelebens in sportlichen, kulturellen und gemeinnützigen Bereichen ist sicherlich sehr wichtig. Doch was wäre eine beliebige Summe ohne das ehrenamtliche Engagement der vielen Menschen in unserer Region", sagte Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Moers. Dr. Hans-Georg Schmitz, Vorsitzender des Sparkassenbeirates, unterstrich die Absicht, das Ehrenamt auch zukünftig zu fördern und zu stärken. Schmitz: "Innerhalb von 22 Jahren flossen über 1,2 Millionen Mark in die Gemeinde Alpen."

Die Kulturstiftung der Sparkasse Moers nutzte die Gelegenheit, um der Gemeinde Alpen die zum größten Teil neugestalteten Frauenstelen zu übergeben. Das erst 1997 errichtete Kunstwerk aus acht Einzelskulpturen war im vergangenen Jahr mutwillig zerstört worden. Die Künstlerin Hiltrud Schmitz hatte die meisten der Skulpturen neu anfertigen müssen. Eine besondere Förderung erhielt die Schützenbruderschaft St. Nikolaus in Veen anläßlich des 25jährigen Bestehens ihres Brunnens. Die Leiterin des Kindergartens St. Ulrich hatte für das Familienfest mit den Kindern eigens ein Frühlings-Singspiel einstudiert. Und die Tanzgruppe "Golden Girls" aus Veen begeisterten die Zuschauer mit ihrer akrobatischen Choreographie. Den Reinerlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken erhält das Marienstift zur Unterstützung der Pflege von "Wach-Koma-Patienten".

Aktien von zu Hause oder unterwegs ordern

Sechs Sparkassen - ein Vertriebsweg für Wertpapiere

KREIS WESEL. Angesichts der zunehmend starken Nachfrage nach Aktien und den seit Juni 2000 erweiterten Börsenzeiten bieten die Sparkassen im Kreis Wesel ihren Wertpapierkunden einen neuen Vertriebsweg an. Per Telefon von zu Hause oder unterwegs können die Kunden ihre Orderaufträge nun täglich von acht bis 22 Uhr und samstags bis 17 Uhr erteilen.

"Die neue Dienstleistung umfaßt den An- und Verkauf von an deutschen Börsen gehandelten Wertpapieren und zugelassenen lnvestmentfonds. Zusätzlich sind Zeichnungen von Neuemissionen sowie Depot- und Kursinformationen möglich", so Manfred Falz, Marketingchef der Sparkasse Moers.

Cancen und Risiken

Mit dieser bequemen und schnellen Möglichkeit des An- und Verkaufs von Wertpapieren wenden sich die Sparkassen insbesondere an Kunden, bei denen bereits Wertpapierwissen vorhanden ist. "Trotzdem findet in jedem Fall einmalig eine grundlegende Beratung über Chancen und Risiken des Wertpapiergeschäftes statt", so Hans-Gerd Verbeeten, Marketingleiter der Sparkasse Neukirchen-Vluyn.

Frank Tatzel, Werbeleiter der Sparkasse Rheinberg: "Für Kunden, die an einer raschen Umsetzung ihrer Anlage-

entscheidung, unabhängig von Öffnungszeiten interessiert sind, ist die Serviceerweiterung besonders interessant." Das bisherige Leistungsangebot der sechs Sparkassen im Kreis Wesel bleibt parallel zum neuen Telefonhandel mit dem Namen "S-direkt-Brokerage" uneingeschänkt bestehen.

Drei Dinge sind zur Teilnahme notwendig

Drei Dinge sind für die Teilnahme an "S-direkt-Brokerage" notwendig: Zunächst ein für das Telefonbanking frei-

geschaltetes Girokonto und die von der jeweiligen Sparkasse vergebene PIN-Nummer. Zusätzlich muß ein entsprechendes Wertpapierdepot vorhanden sein. "Der Kunde wählt sich über eine 0180er-Nummer ins System ein, legitimiert sich über das Girokonto und die PIN-Nummer und wird dann nach Auswahl des Menüpunktes Wertpapiere direkt zum Servicemitarbeiter durchgeschaltet", so /lolfgang Holzgräfe von der Sparkasse Kamp-Lintfort.

Nach der Ordererteilung und Bestätigung durch den Service-

mitarbeiter wird der Auftrag sofort im Ordersystem der deutschen Börse platziert. Zusätzliche Kosten entstehen den Nutzern von "S-direkt-Brokerage" durch das neue Angebot nicht. Im Gegenteil: Die neue Dienstleistung ist kostengünstiger als das bekannte Leistungsangebot in den Geschäftsstellen der Sparkassen.

Drei aufregende Konzerte in der Jubiläumsstadt Moers

Sponsoren unterstützen Klavier-Festival Ruhr / Tickets

MOERS. Zum zwölften Mal lädt der lnitiativkreis Ruhrgebiet zum Klavier- Festival Ruhr und damit zu einer pianistischen Entdeckungsreise ein. Diesmal organisierten die Veranstalter drei aufregende Konzerte im Martinstift. Den Beginn machte bereits am 3. Juli Grigory Sokolov, der in den Konzertsälen Europas, Japans und der USA regelmäßiger Gast ist.

Sponsor Sparkasse

Neben dem traditionellen Sponsor Sparkasse Moers unterstützen die Firma Onken und die Stadtwerke den Auftritt Sokolovs in der Jubiläumsstadt . Sokolov, auch "Erzähler am Klavier genannt", spielt u.a. Werke von Franz Schubert und Robert Schumann. Am Montag, 10. Juli, gastierte mit Thomas Adès einer der faszinierendsten Vertreter der zeitgenössischen Musik in Moers. Er bot u.a. Werke von Ferruccio Busoni und Igor Strawinsky. Die Reihe der Moerser Klavierkonzerte (Beginn immer um 20 Uhr) endet am 18. August mit einem Soloabend des ersten Preisträgers beim internationalen Géza-Anda-Wettbewerb Zürich.

Karten für das Klavier-Festival Ruhr sind erhältlich bei der NRW Ticket-Hotline (Tel. 0231/1816-187). Außerdem gibt es noch einzelne Restkarten an der Abendkasse (Info-Tel. 0201 / 8966842).

Im Lehrerseminar Mörs Pionierarbeit für das Schulwesen geleistet

Buchvorstellung "Diesterweg am Niederrhein"

MOERS. Eine Straße in Moers ist nach ihm benannt, und eine Gedenktafel erinnert an ihn sowie an das von ihm 1820 in Moers gegründete Lehrerseminar. "Diesterweg und seine Pädagogik stehen am Beginn des modernen deutschen Schulwesens", sagt Professor Klaus Goebel, der in der Kundenhalle der Sparkasse Moers sein Buch vorstellte.

Der Historiker der Universität Dortmund sichtete und las für die Gesamtausgabe von Friedrich Adolph Wilhelm Diesterwegs Werken dessen Briefe, amtliche Schreiben und Lebensdokumente. Für die Kulturstiftung Sparkasse Moers stellte er die auf Moers bezogenen Texte zu dem Buch "Diesterweg am Niederrhein" zusammen.

Betrunkene Lehrer

In der Textauswahl akzentuiert Herausgeber Goebel insbesondere Diesterwegs Leistungen in der Lehrerbildung und der Schulpolitik sowie die neuen Ansätze in der Pädagogik. Goebel: "Was Diesterweg damals hier am linken Niederrhein für die Entwicklung der Schulen geleistet hat, das war nachhaltige Pionierarbeit." Erfrischend lebendig wirken die Briefe und Berichte, die der gerade 30jährige Diesterweg damals über seine Arbeit und die Menschen in "Mörs" schreibt. Er sieht die Befreiung von der Franzosenherrschaft als gute Chance, das Schulwesen, das einem 'zurückgesetzten Stiefkinde gleich' behandelt worden sei, nunmehr im Sinne der Volksbildung zu verbessern. Anschaulich dokumentiert er unhaltbare Zustände in Krefelder Schulen mit betrunkenen Lehrern.

Die bislang 20 Bände umfassende Gesamtausgabe Diesterwegs wurde bereits 1954 in der DDR begonnen. Professor Goebel rezensierte in den 70er und 80er Jahren die erschienenen Bände und machte sich einen Namen als Diesterweg-Experte. Heute ist er einer von sechs Herausgebern und betreut die in der Vorbereitung befindlichen Bände 23 bis 25. Abseits der umfangreichen Gesamtausgabe ein ebenso informatives wie unterhaltsames Buch mit Diesterweg-Texten herauszugeben, diese Idee fand bei der Kulturstiftung der Sparkasse Moers spontane Zustimmung. Das von ihr geförderte und im Luchterhand Verlag eben erschienene Buch mit 224 Seiten und 47 Abbildungen kostet 28,00 Mark.

Menü