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Bezirkseinkehrtag des St. Sebastianus Bezirksverbands Moers

„Glaube, Sitte, Heimat“ steht auf der neuen Standarte des St.-Sebastianus-Bezirksverbandes für den Altkreis Moers. Auch der Spruch des Niederrheins findet sich auf dem guten Stück: „Aus alter Wurzel neue Kraft“.  V.l.n.r.: Schriftführer Johannes Rütten, Ehrenmitglied Otto Baumann, Sparkassenvorstand Frank-Rainer Laake, Karlheinz Kamps (Mitglied im Präsidium des BHDS), Geschäftsstellenleiter Heinz Geßmann sowie die Bezirksbundesmeister Ludger Koppers und Wilhelm Willemsen.

„Glaube, Sitte, Heimat“ steht auf der neuen Standarte des St.-Sebastianus-Bezirksverbandes für den Altkreis Moers. Auch der Spruch des Niederrheins findet sich auf dem guten Stück: „Aus alter Wurzel neue Kraft“. V.l.n.r.: Schriftführer Johannes Rütten, Ehrenmitglied Otto Baumann, Sparkassenvorstand Frank-Rainer Laake, Karlheinz Kamps (Mitglied im Präsidium des BHDS), Geschäftsstellenleiter Heinz Geßmann sowie die Bezirksbundesmeister Ludger Koppers und Wilhelm Willemsen.

RHEINBERG/XANTEN. Am zweiten Adventsonntag veranstaltete der St. Sebastianus Bezirksverband Moers seinen jährlichen Einkehrtag bei der St. Helena Bruderschaft Xanten. Rund 100 Schützen aus den 33 angeschlossenen Schützenbruderschaften waren zur Messe in den Xantener Dom gekommen. Im Mittelpunkt stand die Weihe der neuen Bezirksstandarte durch Kaplan Christoph Potowski. Die Standarte war nach einem Entwurf von Karlheinz Kamps aus Borth von der Fahnenfabrik Kössinger angefertigt worden.

An der alten Standarte von 1949 hatte der Zahn der Zeit genagt, sodass man beschloss eine neue Standarte anzuschaffen. Neben einigen Spenden wurde zur Finanzierung ein St.-Sebastianus-Abzeichen aufgelegt und fast 1.000 Stück an die Schützen verkauft. Die fehlenden 1.000 Euro kamen von der Sparkasse am Niederrhein. Bezirksbundesmeister Wilhelm Willemsen bedankte sich für die Spende bei Vorstand Frank-Rainer Laake, der betonte: „Unserer Sparkasse liegt die Pflege von Brauchtum und Tradition am Herzen.“

Nach der Messe ging es ins benachbarte Haus Michael, wo die St. Helena Bruderschaft den Teilnehmern ein Frühstück bereitet hatte. Der Einkehrtag stand – wie auch das Referat von Kaplan Christoph Potowski – unter dem Leitgedanken: „Ist es noch zeitgemäß hinter einer Fahne oder Standarte herzulaufen? Oder müssen wir gerade heute Flagge zeigen?“ Die Impulse des Vortrags wurden von den Zuhörern aufgenommen und intensiv diskutiert.

Übrigens wird die alte Standarte künftig im Veener Heimatmuseum zu sehen sein – dort, wo 1924 der Bezirksverband als St. Sebastianus Kreisbund Moers gegründet wurde. Die Standarte wurde seinerzeit von Emil Underberg sen. gestiftet und am 17. Juni 1949 in der Klosterkirche zu Kamp geweiht.

Die allererste Standarte des Kreisbundes war 1930 von Kommerzienrat Hubertus Underberg gestiftet worden, nachdem er wegen der Verdienste des Hauses Underberg um den Kreisbund zum Ehrenbundesmeister ernannt wurde. Der Kreisbund hatte sich auf der Delegiertentagung im Juli 1936 gegen eine Eingliederung in den nationalsozialistischen Schützenbund ausgesprochen, um dem Leitsatz „Für Glaube, Sitte und Heimat“ treu zu bleiben. Daraufhin wurde der Kreisbund durch die Gestapo aufgelöst.

10.12.2019

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