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Anlagemarkt Auslaendische Waehrungen 0518

Frank Hoster Artikelbild

Frank Hoster ist Anlageexperte bei der Sparkasse am Niederrhein.

NIEDERRHEIN. Die Schwerkraft am Devisenmarkt wirkt also doch: Der US-Dollar hat seine Schwächephase beendet und dürfte von der geldpolitischen Gravitation noch weiter profitieren. Dem Britischen Pfund fehlt vorerst noch diese Unterstützung. Der Euro fiel unter die Marke von 1,20 US-Dollar.

Noch Anfang des Jahres war der Euro-Dollar-Kurs bis auf 1,25 geklettert, obwohl die auseinanderklaffenden Zinsdifferenzen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich niedrigere Niveaus signalisierten. Nach einer mehrmonatigen Seitwärtsphase zwischen 1,22 bis 1,25 rutschte der Euro nun ab.

Die Inflation zieht in den USA sichtbarer als in der Eurozone an. Kein Wunder, dass die Europäische Zentralbank (EZB) sehr zögerlich agiert, während die US-Notenbank (Fed) ihre Leitzinserhöhungen forciert. Die Fed wird im Gesamtjahr vermutlich sogar vier Zinsschritte vollziehen.

Der US-Renditevorteil weitete sich aus – mittlerweile auf ein 29-Jahres-Hoch. Dies spricht klar für die US-Währung. Nach Meinung der Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) dürfte der Euro-Dollar-Kurs noch bis 1,15 sinken. Temporär seien sogar tiefere Niveaus nicht auszuschließen, so die Experten.

Noch mehr als der Euro verlor zuletzt sogar das Britische Pfund gegenüber dem US-Dollar. Der Euro-Pfund-Kurs kletterte wieder über 0,88. Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen halfen dem Pfund nur zeitweise, da erneut innenpolitische Probleme in Großbritannien aufkamen.

Auch eine andere Stütze verlor jüngst an Kraft: Die vor kurzem noch als sicher angesehene Zinserhöhung der Bank of England im Mai wird vermutlich entfallen. Das Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals enttäuschte mit einem Zuwachs von nur 0,1 Prozent. Die Brexit-Unsicherheiten belasten weiter die britische Währung und allmählich auch die Konjunktur – zumal Rückschläge bei den Verhandlungen wahrscheinlich sind. Die Prognose der Helaba: Die Euro-Pfund-Bandbreite von 0,85 bis 0,90 wird wohl bestehen bleiben.

Autor Frank Hoster ist Anlageexperte bei der Sparkasse am Niederrhein.

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9.5.2018

 

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