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28. Universitätswochen in der Sparkasse am Ostring

Professorin Susanne Moebus beim Auftakt der 28. Uniwochen

Professorin Susanne Moebus berichtete vor rund 150 Zuhörern in der Sparkasse am Ostring, wie sich eine Stadt auf die Gesundheit ihrer Bürger auswirken kann.

MOERS. Rauchen galt lange als gesund. In den 30er-Jahren warben 20.679 amerikanische Ärzte dafür, eine bestimmte Zigarettensorte zu rauchen, um damit die Atemwege zu schützen. „Erst breit angelegte Untersuchungen haben gezeigt, dass Zigaretten Lungenkrebs fördern“, sagt Professorin Susanne Moebus. Zum Auftakt der Universitätswochen in der Sparkasse am Ostring stellte die Lehrstuhlinhaberin für Epidemiologie an der Universitätsklinik Essen die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Massenerkrankungen in Städten vor. So erfuhren die rund 150 Zuhörer beispielsweise, dass das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, weit höher sei, wenn Menschen in der Nähe einer stark befahrenen Straße wohnen.

„Macht Stadt krank? oder Die gebaute Stadt – Ressource für Gesundheit?“ lautet der Titel der 28. Universitätswochen. In einer Langzeitstudie mit rund 5000 Teilnehmern aus dem ganzen Ruhrgebiet stellten Professorin Moebus und ihre Studierenden unter anderem fest: „Wer unmittelbar vorm Haus ein wenig Grün hat und sei es nur ein Baum, ist weniger oft traurig oder depressiv.“ Parks in relativer Nähe wirkten sich hingegen kaum auf den Gesundheitszustand der Menschen in einer Stadt aus. Daraus, so die Hochschullehrerin, müssten Städteplaner ableiten, dass sie für mehr Grün in Wohnquartieren sorgen sollten.

Die Frage, was gesund mache, werde viel zu oft nur mit Ärzten besprochen, sagt die Professorin. Mit Landschaftsarchitekt Friedhelm Terfrüche, dem Geographen Matthias Braubach und Martin Dabrock, Raumplaner der Stadt Moers, will sie am Donnerstag, 29. Oktober, um 20 Uhr darüber diskutieren, was sie tun können, um für mehr Gesundheit in Städten zu sorgen. Eintrittskarten zu fünf Euro gibt es noch in der Sparkasse am Ostring.

 

23. Oktober 2015

 

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