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„Moers unterm Hakenkreuz“ nun auch auf Russisch

MOERS. Vom Leid russischer und ukrainischer Zwangsarbeiter erzählt das vor drei Jahren erschienene, 700 Seiten starke Buch „Moers unterm Hakenkreuz“. Der Verein „Erinnern für die Zukunft“ hat nun einzelne Kapitel auf Russisch übersetzen lassen, damit die Betroffenen selbst detailliert nachlesen können, was damals genau geschah. „Aktuell löst das Buch große Begeisterung bei den noch lebenden ehemaligen Zwangsarbeitern und deren Familien aus“, sagt der Historiker und Herausgeber des Buches Dr. Bernhard Schmidt.

Der Vorstand von „Erinnern für die Zukunft“ und die Autoren stellten die Übersetzung jetzt in der Sparkasse am Niederrhein vor, die die Erstausgabe von 2008 finanziell unterstützt hatte. Mehr als 20.000 Zwangsarbeiter wurden bis 1945 in den Kreis Moers verschleppt. Über 750 von ihnen kehrten nicht lebend in ihre Heimat zurück. Das Buch enthält im Anhang eine Sterbeliste, die den Nachkommen nun Auskunft über das Schicksal ihrer Verwandten geben kann. Dr. Schmidt: „Wir haben einige Exemplare an Archive in Russland und der Ukraine gesandt.“

29. Dezember 2011

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