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Frank Hoster berichtet vom Anlagemarkt

NIEDERRHEIN. Drei Jahre nach Beginn der Finanzkrise halten die Nachwirkungen dieses großen Bebens die Akteure an den Finanzmärkten immer noch in Atem. Insbesondere wie man innerhalb der Europäischen Währungsunion mit den Schuldenbergen umgeht, ist Gegenstand anhaltender Debatten. Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten: Befürchtungen, dass die Weltwirtschaft mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme wieder einen kollektiven Schwächeanfall erleben würde, haben sich nicht bestätigt. Vielmehr geht auch in den kommenden beiden Jahren der Aufschwung weiter, so die Experten der DekaBank. Ihre Prognose: Die Weltwirtschaft wird 2011 um 4 Prozent, in 2012 um 4,1 Prozent wachsen.

Eine Besonderheit dieses Aufschwungs liegt darin, dass von Seiten der Notenbanken in den kommenden beiden Jahren kaum Bremsmanöver zu erwarten sind. Gemessen am zerstörerischen Potenzial, das Finanzkrisen auszulösen in der Lage sind, ist die Weltwirtschaft bisher glimpflich davongekommen. Für die Unternehmen, und damit für ihre Aktienkurse, ist dies ein generell positives Signal.

Gleichwohl verbergen sich hinter dieser glänzenden Fassade jedoch höchst unterschiedliche Entwicklungen. Die Weltwirtschaft teilt sich mittlerweile in zwei Lager: Solche Länder, die 2010 bis 2012 an ihr Vorkrisen-Niveau anknüpfen können oder dieses sogar übertreffen und solche, die teilweise deutlich darunter bleiben. Zum ersten Lager gehören beispielsweise Länder wie China, Brasilien, Australien, aber auch Deutschland. In der anderen Gruppe befinden sich Ungarn, Frankreich, Griechenland, Tschechien und die Schweiz.

Für die Finanzmärkte bedeutet dies, dass die Geldpolitik weiter sehr expansiv sein wird, während die langfristigen Zinsen wohl nach den Anstiegen in den letzten Wochen des Jahres 2010 auch in 2011 noch etwas nach oben klettern sollten. Insgesamt bleibt das Investmentumfeld günstig für alle Anlagen in sogenannten realen Werten. Vieles spricht also für solide Renditen in Aktien und Immobilien.

Allerdings sollte der Aktienanleger starke Nerven mitbringen, da deutliche Schwankungen im kommenden Jahr an der Tagesordnung bleiben werden. Eine gute Alternative sind daher Investitionen in breit gestreute Vermögensverwaltungen mit Risikomanagement. Hier kommen die Renditevorteile der Wertpapiermärkte gegenüber den Festzinseinlagen zur Geltung, ohne dass ein zu großes Verlustpotenzial besteht.

(Autor Frank Hoster ist Anlageexperte bei der Sparkasse am Niederrhein. Diese Information dient Werbezwecken. Sie genügt nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und führt nicht zu einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, die die Sparkasse am Niederrhein für zuverlässig hält. Eine Garantie für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Keine Aussage in dieser Veröffentlichung ist als solche Garantie zu verstehen. Die Sparkasse am Niederrhein übernimmt keinerlei Haftung für die Verwendung dieser Publikation oder deren Inhalt. )

29.12.2010

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