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Invest-Master 2001:Moerser beim Börsentraining vorne

MOERS. Bei Kurs-

schwankungen einzelner Aktienwerte von über 400 Prozent erlebten Anleger in den vergangenen Monaten zum Teil erhebliche Berg- und Talfahrten ihrer Depots. Mit Interesse und der notwendigen Gelassenheit konnten dabei vor allem die Teilnehmer des diesjährigen Sparkassen-Börsenspiels "Invest-Master" die Entwicklungen an den Aktienmärkten verfolgen.

Zehn Wochen lang verfügten 41 Mitspieler aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers über ein Depot mit einem fiktiven Startkapital von jeweils 100.000 Euro. Am Stichtag belegte zuletzt Jürgen Pannenbecker mit einem Endstand von 131.564, 54 Euro den ersten Platz und erhielt dafür ein Preisgeld von 1000 (echten) DM.

Bei der Preisübergabe in der Geschäftsstelle Stadtmitte an der Homberger Straße zeigte sich Pannenbecker überrascht: "Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, weil ich aus Zeitmangel nur einmal gekauft hatte." Er hatte zehn Tage nach Beginn des Spieles für den gesamten Betrag Aktien des Softwareherstellers SAP gekauft. Die sehr gute Kursentwicklung erbrachte zuletzt einen (fiktiven (Gewinn) von umgerechnet 60.000 Mark innerhalb von zehn Wochen. Pannenbecker: "Ich habe noch keinen Internetanschluß, sonst hätte ich sicher mehr gehandelt."

Breite Streuung, geringes Risiko

Ziel des insgesamt siebten Spieles (früher hieß es Telefonbörse) war es, das Kapital mit überlegten An- und Verkäufen von Aktien und Fondsanteilen zu erhöhen. Aus 100 verschiedenen Werten sowie unterschiedlichen Deka-Fonds konnten die Mitspieler die jeweils aussichtsreichsten Anlagemöglichkeiten wählen. Für die erstmals zweimal am Tag durchgeführte Abrechnung der Orders mußten die Mitspieler ihre Depotnummer in Verbindung mit einer Geheimnummer per Telefon, Fax, Post oder via Internet im Spielbüro melden. Danach entschieden die aktuellen Kurswerte über Gewinn oder Verlust.

Ausschließlich über das Internet erteilte Bernd Schmiedek aus Kapellen seine Orders. "Ich habe während des Spieles rund ein Dutzend verschiedener Werte gekauft und verkauft. Auch er hatte mit SAP auf die richtige Karte gesetzt und mit einem Depotstand von zuletzt 130.639,70 Euro ebenfalls einen beachtlichen Gewinn verbucht. Für seinen zweiten Platz erhielt er 750 (echte) Mark. Rang drei belegte Friedhelm Quiter mit einem Überschuß von 28.215,78 Euro. Nur sieben der 42 Teilnehmer schlossen ihr Depot mit einem Verlust ab.

Das bundesweit höchste Ergebnis erzielte ein Mitspieler aus Dillenburg mit einem Depotstand von 498.137,83 Euro. Während der turbulenten Spielzeit mußten gerade Anleger, die Werte vom sogenannten Neuen Markt ins Depot genommen hatten, kontinuierlich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten. So erlebte beispielsweise die Aktie der Firma Pixelpark Kursschwankungen von weit über 400 Prozent.

Obwohl Jürgen Pannenbecker und Bernd Schmiedek beide zum ersten Mal am Börsentraining der Sparkasse teilgenommen hatten, sind sie doch keine Neulinge. Pannenbecker verfolgt dabei seit fünf Jahren die gleiche Strategie: "Kaufen und halten." Während Schmiedek öfter kleinere Mengen von Werten kauft, die eine gute Kursentwicklung versprechen. Beide informieren sich regelmäßig aus der Zeitung, per Videtext oder via Internet über die einzelnen Werte und Charts. Prognosen einschlägiger Fachzeitschriften allerdings traut Jürgen Pannenbecker nicht mehr. "Das habe ich nun über Jahre verfolgt, die so oft vielgepriesenen Tips waren meistens nicht die Druckerschwärze wert."

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