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Siegerehrung in der "StartUp-Gründungswerkstatt"

MOERS. An Ideen, wie Jugendliche Geld ausgeben können, fehlt es nicht. Eine allumfassende Werbung läßt da keinen Mangel aufkommen. Wie aber steht es um Einfälle, Geld zu verdienen? Am bundesweiten Wettbewerb "Start Up-Gründungswerks tatt" nahmen in diesem Jahr sechs Gruppen aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers teil.

Ein dreiköpfiges Team vom Grafschafter Gymnasium hatte am Ende die Nase vorn. Ihre Geschäftsidee formulierten Julia Brieden, Karla Kretschmer und Deniz Tuna so: "Wir können noch zuhören." Bei der Preisverleihung im Atlantis-Kino erhielten sie als Belohnung einen Scheck von 500 Mark.

Während der viermonatigen Spielphase mußten die Teilnehmer insgesamt zwölf Aufgaben lösen, die ihnen zuvor per e-mail zugegangen waren. Dabei sollten sie sich unter anderem für die passende Rechts- oder Gesellschaftsform entscheiden, einen Dreijahresplan aufstellen, eine Übersicht über den Kapitalbedarf sowie Marktanalysen erstellen und Vertriebskonzepte vorlegen. "Die Aufgaben helfen den Teilnehmern dabei, ihre Geschäftsidee auf Herz und Nieren zu prüfen", sagt Monika Pogacic von der Marketingabteilung, die das Spiel betreut hatte.

Den Juroren der Gründungswerkstatt gefiel die Unternehmensidee "CallMe" zuletzt am besten. In ihrer Abschlußbeurteilung schrieben die Experten den Oberschülern: "Sie haben bewiesen, daß Sie ein umfassendes und durchdachtes Geschäftskonzept erstellen können." Kernidee des Ganzen ist es, daß ein Beraterteam per Telefon rund um die Uhr erreichbar ist. Sei es, daß der Kunde technische Probleme mit einem Gerät hat oder er einfach einen Gesprächpartner sucht. Die Agentur "CallMe" versteht sich dabei als Vermittler mit sozialer Kompetenz.

Mit 75 Prozent der möglichen Punkte (CallMe erreichte 81 Prozent) erreichte die Gruppe "Party-People" den zweiten Platz. Die Unternehmensphilosophie hier: "Sie laden Gäste ein, wir kümmern uns um den Rest", so die Teilnehmerin Vanessa Meier. Vom Einkaufen über das Engagieren von Künstlern bis hin zur Vorbereitung eines intimen Candlelightdinners reicht dabei die Palette der Dienstleistungen. Aus Sicht der Jury hatte sich die Gruppe zuwenig Gedanken um ein erfolgreiches Marketing gemacht: "In einem gesättigten Marktsegment muß man den Kunden anlocken und neugierig machen", steht in der Abschlußbeurteilung der Gruppe.

Die Schüler Torben Sadlowski und Werner Gaulke von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule nahmen das Spiel als Vorbereitung auf einen wirklichen Markteinstieg. Sie entwickelten das Computer-Rollenspiel "Hell on Earth 3015". Über ihre eigene Domain www.hoe3015.de wollen sie das Spiel nebst anderer PC-Spiele nun vertreiben.

Hervorgegangen ist die Idee zur Gründungswerkstatt aus der 1997 vom Magazin Stern, der Unternehmensberatung McKinsey und den Sparkassen ins Leben gerufenen Initiative "StartUp". Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte in seiner denkwürdigen Rede in Berlin mehr Mut zur Selbständigkeit eingefordert. Das Internet-Planspiel "StartUp-Gründungswerkstatt" hat das Ziel, nach dem bundesweit größten Gründungswettbewerb mit über 4000 Teilnehmern das unternehmerische Denken an Schulen zu fördern.

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