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Ausstellung zum 70. Geburtstag Horst Inderbietens

MOERS. An Sylvester 2000 feierte der Maler Horst Inderbieten seinen 70. Geburtstag. Mit dem Jahreswechsel endete gleichzeitig das erste halbe Jahrhundert seines Kunstschaffens. Zwei gute Gründe also, um eine aktuelle Werkschau zu veranstalten. Rund 180 Freunde Inderbietens und seiner Malerei folgten einer Einladung in die Kundenhalle der Sparkasse Moers am Ostring. Dortzeigte Inderbieten bis zum 10. Dezember 2000 größere und kleinere Arbeiten, insgesamt 40 Stück, aus den vergangenen fünf Jahren.

"Hinter Horst Inderbietens Witz und Humor liegt eine vorsichtig versteckte Melancholie." Christine Knupp-Uhlenhaut, die Leiterin der städtischen Galerie Peschkenhaus, wo der Maler zuletzt vor fünf Jahren ausgestellt hatte, führte in die Ausstellung ein. Obwohl der geborene Duisburger keine akademische Ausbildung genossen habe, verdiene seine Arbeit heute jeden denkbaren Respekt. Seine Bilder, so Knupp-Uhlenhaut, ließen hinter farblicher Intensität ein hohes Maß an Beharrlichkeit im Umgang mit Pinsel, Farben und Materialien entdecken.

Kunst auf Waschmaschinendeckeln

Einige der neueren Arbeiten entstanden auf Deckeln von Waschmaschinen. Knupp-Uhlenhaut: "Er wählt scheinbar einfache und abstrakte Motive, verspricht Ordnung und Glätte und bricht beim genaueren Hinsehen die Perspektiven auf." Außerdem erlaube der langjährige Dozent der Volkshochschule nicht selten auch dem Zufall, "eine Rolle in seinem Werk zu übernehmen". So entstanden bei Experimenten mit einem Pinselwischer die Wolken einer Wetterkarte.

"Das sind spielerisch witzige Miniaturen eines durch und durch Mensch gebliebenen Künstlers." Inderbieten sei für die Freundschaft begabt, was nicht zuletzt die große Zahl der Freunde beweise, die zur Eröffnung der Ausstellung gekommen seien. Anläßlich seines 70. Geburtstages müsse man Horst Inderbieten neben einem beachtlichen Werk Wärme und Mitgefühl bescheinigen, "die in der Kunstszene heute so oft fehlen", sagte Christine Knupp-Uhlenhaut. Seiner starken Integrationskraft sei in den 70er Jahren die Bildung des Moerser Künstlerbundes zu verdanken gewesen.

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