Neues Buch: Der Niederrhein und der Einfluß Kölns

XANTEN. Die Mitglieder des Domerhaltungs-

vereins können sich schon bald in die vielschichtigen Bezüge des Niederrheins zu Köln einlesen. "Das erste Kolloqium der Niederrhein-Akademie beschäftigte sich mit dem starken Einfluß Kölns auf die Niederrheinlande", so der Historiker Professor Dieter Geuenich, Vorsitzender der Akademie.

In einem eben erschienenen Buch, das den Titel "Köln und die Niederrheinlande - in ihren historischen Raumbeziehungen (15. - 20. Jahrhundert)" trägt, sind alle 22 Referate des Kolloquiums dokumentiert. Von der ersten Druckauflage mit 1500 Exemplaren hat der Xantener Domerhaltungsverein 550 Stück als Jahresgabe für seine Mitglieder bestellt.

Wer nun hinter dem schlicht gehaltenen Einband trockene Wissenschaft befürchtet, wird schon nach den ersten Zeilen überrascht sein. Auf rund 470 Seiten schildern Historiker sowie Sprach- und Literaturwissenschaftler ganz unterschiedliche und spannende Facetten der wechselvollen Geschichte zwischen Köln und den flußaufwärtsliegenden Regionen diesseits und jenseits des Rheins.

Helmut Tervooren, Professor für mittelalterliche Sprache und Literatur, beschreibt etwa die Entstehung des Landschaftsnamens Niederrhein. Der Landesgeschichtler Wilhelm Janssen erzählt von Kirchenverwaltung und Pfarrseelsorge im "Archidiakonat Xanten". Und der Leiter des Stadtarchivs Düsseldorf, Clemens von Looz-Corswarem, berichtet von dem Privileg der Kölner, daß alle Waren, die an Köln vorbei in Richtung Niederlande transportiert werden sollten, zunächst für drei Tage in Köln ausgeladen und gestapelt werden mußten.

Für die Drucklegung der Kolloquiumsbeiträge gab die Sparkasse Moers 16.000 Mark, die Hälfte der Gesamtkosten. Hartmut Schulz, Vorstandsvorsitzender des größten Kreditinstitutes im Kreis Wesel: "Heute weiß niemand, wohin die Reise geht. Wir halten da an der möglicherweise in der oft nebeligen Landschaft des Niederrheins erwachsenen Erkenntnis fest, daß man wissen sollte, woher man kommt, wenn man unterwegs ist." Das Buch ist im Rheinland Verlag erschienen und kostet 45 Mark.

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