Schüler nahmen "Stadtzeichen" vor die Linse

MOERS. Obwohl sie zum Teil mehrere Meter groß sind, übersieht manch zufälliger Passant die Skulpturen des Künstlers Paul Fuchs. "Im Stadtbild und vor Hausfassaden gehen die Kunstwerke leicht unter", sagt Frank Schäfer, Lehrer am Gymnasium Filder Benden. Sieben weiterführende Schulen in Moers hatten sich am Foto-Wettbewerb der Rheinischen Post beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die ausladenden Skulpturen vor ihre Linsen, manche bearbeiteten sie zudem im Computer. Unter 60 eingereichten Fotos hatte die Jury die Qual der Wahl.

Zwei Nachmittage

Astrid Goertz und Nadine Neuse aus der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Filder Benden strahlten, als ihnen RP-Kulturredakteurin Irmgard Bernrieder bei der Ausstellungseröffnung den ersten Preis überreichte. Mit einer rund 60 Jahre alten russischen Panoramakamera war ihnen aus Sicht der Jury die schönste Aufnahme gelungen. Betreut hatte die Arbeit Literatur-Lehrer Frank Schäfer: "Vorab waren wir die Geschichtsstationen in der Innenstadt abgegangen und die Schülerinnen hatten den Auftrag, darüber Referate zu halten." Für die tollen schwarz-weiß Aufnahmen nahmen sich die beiden Gewinnerinnen zusätzlich zwei Nachmittage Zeit. Astrid Goertz: "Mit der Panoramakamera konnten wir besonders gut die Höhe und Weite der Skulpturen einfangen."

Völlig anders näherten sich die Schülerinnen des Grafschafter Gymnasiums der Ausstellung "Stadtzeichen". Sie machten einzelne, kleinere Aufnahmen und bearbeiteten sie im Computer nach. Im Kunstunterricht und nach einem Schnellkurs im hauseigenen Fotolabor entstanden daraus Collagen, denen die Jury Platz zwei zuerkannte. Michel Janowski von der Aktion Kunstpunkte, die die Ausstellung organisiert hatte: "Das Phantastische ist, daß diese Collagen intuitiv Ideen von Paul Fuchs widerspiegeln, die dieser nie realisiert hat."

Platz drei ging an die Kunstklasse von Chris Stanley am Gymnasium Rheinkamp. Seine Schüler hatten die Groß-Skulpturen ausnahmslos gegen den Himmel photografiert und anschließend im Computer bearbeitet. "So entstanden Fotos von einem dramatischen Himmel mit Kunst über Moers", so Stanley.

Herzlich bedankten sich Irmgard Bernrieder und Professor Pankoke bei den Schülerinnen und Schülern für deren Teilnahme. Die Moerser Comuterfirma Detronik hatte für die ersten drei Preisträger Software gesponsort. Die Sparkasse Moers unterstützte den Fotowettbewerb der Rheinischen Post, nachdem ihre Kulturstiftung die Paul Fuchs Ausstellung "Stadtzeichen" als Hauptsponsor mit 30.000 Mark erst möglich gemacht hatte.

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