Dolf Wagener stellte in der Sparkasse aus

MOERS. "Wer weiß schon, wie eine Radierung entsteht", sagt Dolf Wagener, und so brachte er auch diesmal sein "Handwerkszeug" mit, um seine Arbeitstechnik zu demonstrieren. Eine Ausstellung mit rund 100 Arbeiten des 58jährigen Künstlers war im Oktober und November 2000 in der Kundenhalle der Sparkassen-Hauptstelle am Ostring zu sehen. Die Radierungen zeigen vielfältige Niederrhein-Motive, Schwerpunkt ist Moers.

Wageners Bilder sollen dem Betrachter Freude bereiten und ihn zur eigenen Kreativität anregen. Sei es am Kastellplatz oder an der Neustraße in Moers: Dem beschauliche Winkel gehört unverkennbar die Liebe des Duisburgers, und er spürt immer wieder das nostalgische Element auf.

Je nach Drucktechnik erinnern die Radierungen entweder an die Strichführung und die klaren Konturen von Federzeichnungen oder an den flächigen Charakter von Aquarellen. Als verbindende Komponente ist allen Arbeiten die Farbgebung gemeinsam - ein warmer Braunton, der auch an vergilbte Fotos erinnert.

Daß dem Schmalfilm und der Fotografie in der künstlerischen Arbeit von Dolf Wagener, der von Beruf eigentlich Techniker war, eine besondere Bedeutung zukommt, mag hierbei eine Rolle spielen. Mit 14 Jahren hatte er begonnen, mit Kohle und Feder zu zeichnen. Der Radierung wandte er sich Anfang der 80er Jahre zu.